Handenberg ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im oberen Innviertel in Oberösterreich. Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Braunau am Inn.

Geographie Handenberg liegt auf 497 Meter Höhe im oberen Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,9 km, von West nach Ost 6,9 km. Die Gemeinde hat eine Größe von fast 28 Quadratkilometern. Davon werden mehr als drei Viertel landwirtschaftlich genutzt, siebzehn Prozent sind bewaldet.

Durch das Gemeindegebiet fließt von Süd nach Nord der Fillmannsbach.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 26 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

Katastralgemeinden sind Adenberg und Sandtal..

Verwaltung Handenberg bildet seit 1. Jänner 2007 mit der Gemeinde St. Georgen am Fillmannsbach eine Verwaltungsgemeinschaft.Gemeinde St. Georgen am Fillmannsbach & Handenberg.

Nachbargemeinden

Geschichte Da im benachbarten St. Georgen Keltengräber gefunden wurden, ist anzunehmen, dass auch Handenberg zu dieser Zeit besiedelt war.

Die erste urkundliche Erwähnung findet sich in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1070: in presentia Hanti sacerdotis in Tampach. Das deutet auf eine Siedlung Tampach hin, die von einem Priester Hanto betreut wurde. Die Kombination von „Hanto“ und „Tampach“ kann dann zu „Hantenperch“ geführt haben, wie in einer Schenkungsurkunde von 1112 beschrieben.

Die Pfarre wird bereits 1293 urkundlich erwähnt. Im Jahr 1453 weihte der Weihbischof Sigismund von Passau die zweischiffige gotische Hallenkirche. Kirchenpatrone waren der hl. Martrin und die hl. Margaretha. Der 56 Meter hohe Turm mit dem großen Zwiebeldach wurde 1589 bis 1598 errichtet. Der erste bekannte Pfarrer war Wilhelm Singer. Er begann 1634 die Pfarrmatrik, die seitdem lückenlos geführt wurde.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Handenberg

Katholische Pfarrkirche Handenberg hl. Martin: Gotisch, Mitte des 15. Jahrhunderts. Zweischiffig, mit barocker Inneneinrichtung (2. Hälfte 17. Jahrhundert). 1518 Errichtung eines Turmes, 1710 bis 1716 weiter ausgebaut.

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Handenberg ist eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde, wenn auch die Zahl der Betriebe abnimmt. Von den 99 Höfen des Jahres 2010 wurden 56 im Haupt-, 40 im Nebenerwerb und drei von Personengemeinschaften geführt. Die Haupterwerbsbetriebe bewirtschafteten rund achtzig Prozent der Flächen. Im Produktionssektor sind zwei Drittel der Erwerbstätigen mit der Herstellung von Waren und ein Drittel im Baugewerbe beschäftigt. Der größte Arbeitgeber im Dienstleistungssektor ist der Handel (Stand 2011). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)9913396137Produktion1163419Dienstleistung4827156125 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Berufspendler Im Jahr 2011 lebten 637 Erwerbstätige in Handenberg. Ein Drittel arbeitete in der Gemeinde, zwei Drittel pendelten aus.

Verkehr Eisenbahn: Die nächsten Bahnhöfe sind Burghausen in Bayern und Mattighofen in jeweils zwanzig Kilometer Entfernung. Straße: Durch das Gemeindegebiet verläuft die Lamprechtshausener Straße B156.

Politik

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen: 1997: 13 ÖVP, 3 FPÖ und 3 SPÖ. 2003: 12 ÖVP, 5 SPÖ und 2 FPÖ. 2009: 12 ÖVP, 4 FPÖ und 3 SPÖ. 2015: 10 ÖVP, 6 FPÖ und 3 SPÖ. 2021: 13 ÖVP und 6 FPÖ.

Bürgermeister

bis 2021 Gottfried Neumaier (ÖVP) seit 2021 Johannes Fankhauser (ÖVP)

Wappen rechts|150px Das Gemeindewappen wurde 1978 verliehen: Erniedrigt wellenförmig geteilt; oben in Rot eine silberne, linksgewendete, auf der Teilungslinie schwimmende Ente mit goldenem Schnabel und goldenem Bein; unten in Blau drei silberne Wellenleisten. Das Wappen symbolisiert die sagenhafte Gründung von „Antenberg“: An der Stelle der Kirche sei einst ein Teich gewesen. Als darauf eine Ente mit einer Hostie im Schnabel gesehen wurde, schütteten die Leute den Teich zu, bauten an dieser Stelle eine Kirche und gründeten den Ort.

Die Gemeindefarben sind rot, weiß, blau.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Theodor Renzl (1923–1995), Mundartdichter

Weblinks

Einzelnachweise