Kirchberg bei Mattighofen ist eine Gemeinde im Bezirk Braunau im Innviertel in Oberösterreich mit Einwohnern (Stand ). Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen.
Geographie Kirchberg liegt auf einem 586 Meter hohen Moränenhügel nördlich der Seengruppe Grabensee, Mattsee, Obertrumer See. Die Gemeinde bedeckt eine Fläche von fast sechzehn Quadratkilometer. Davon werden fast drei Viertel landwirtschaftlich genutzt, zwanzig Prozent sind bewaldet.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 26 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Die Gemeinde besteht aus zwei Katastralgemeinden: Sauldorf Siegertshaft
Nachbargemeinden
Geschichte Die am Siedlberg bei Auerbach gefundenen Keltengräber zeigen, dass das Gebiet schon vor unserer Zeitrechnung besiedelt war. Während der Römerherrschaft vom 1. bis zum 4. Jahrhundert wurde eine durch Kirchberg führende Straße von Feldkirchen bei Mattighofen nach Straßwalchen gebaut.
Der Ort hieß ursprünglich „Lob-Berg“. Erst mit dem Bau der Pfarrkirche im Jahr 1143Vgl. wurde der Name auf Kirchberg geändert.
Das Stift Mattsee errichtete um 1600 neben der Kirche ein Mesnerhaus, das auch als Schule benutzt wurde. Um 1700 wurde die Heilkraft einer Quelle für Mensch und Tier entdeckt. Es wurden regelmäßige Prozessionen und vor allem Pferderitte durchgeführt, bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den Jahren 1805 und 1809 zerstörten schwere Brände große Teile des Ortes. Seit der Abtrennung aus dem Gemeindegebiet von Pfaffstätt im Jahr 1908 ist Kirchberg eine eigene Gemeinde.
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Kirchberg bei Mattighofen mini|Filialkirche Siegertshaft
Katholische Pfarrkirche Kirchberg bei Mattighofen hl. Kunigunde Katholische Filialkirche Sigertshaft hl. Martin
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Im Jahr 2010 wurden von den 55 landwirtschaftlichen Betrieben 39 im Haupt- und 16 im Nebenerwerb geführt. Die Haupterwerbsbetriebe bewirtschafteten mehr als achtzig Prozent der Flächen. Im schwach ausgeprägten Produktionssektor ist die Bauwirtschaft der größte Arbeitgeber. Vierzig Prozent der Erwerbstätigen des Dienstleistungssektors arbeiten im Handel, zwanzig Prozent in sozialen und öffentlichen Diensten (Stand 2011). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)55705863Produktion992528Dienstleistung412210471 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 wohnten 600 Erwerbstätige in Kirchberg. Weniger als ein Viertel arbeitete in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus.
Verkehr Eisenbahn: Kirchberg ist rund 15 Kilometer vom Bahnhof Straßwalchen an der Westbahn entfernt. Der nächste Bahnhof ist in Munderfing. Von dort gibt es Direktverbindungen nach Salzburg.
Politik Gemeinderat
Bei den Gemeinderatswahlen werden 19 Mandatare gewählt: Partei2021201520092003StimmenProzentMandateSt.%M.St.%M.St.%M.ÖVP50071,331049965,7413432608357588FPÖ13018,54219125,165166233156253Unabhängige Wählergemeinschaft Kirchberg699,091124172107172MFG7110,131
Bürgermeister bis 2020 Franz Zehentner (ÖVP) seit 2020 Georg Mendler (ÖVP)
Wappen rechts|150px Im Jahr 1980 erhielt Kirchberg das Wappen „In Blau eine silberne, erhöhte Spitze, darin über zwei roten, gestüzten und gekreuzten Pflugscharen eine rote Flamme“.
Die blaue Farbe steht für die lange Zugehörigkeit zu Bayern, die Flammen weisen auf die vielen Brände hin und die Pflugscharen sind die Symbole der hl. Kunigunde, der Schutzpatronin der Pfarrkirche.
Die Gemeindefarben sind „Rot-Weiß-Blau“.
Persönlichkeiten Leopold Schrems (1922–2008), Ritterkreuzträger der deutschen Wehrmacht
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Südinnviertler Seengebiet