Gersbronn (früher auch Heißbronn genannt) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Gersbronn liegt in der Gemarkung Hellenbach.

Geografie Südlich des Dorfs fließt der Mutschachgraben, ein linker Zufluss der Wörnitz. Im Osten liegt das Waldgebiet Stadtkammerneufe, im Süden der Tigertwald, 0,5 km nördlich der Lichtenschlag. 0,5 km westlich gibt es eine Campinganlage. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2220 bei Mutschach (0,5 km südlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,3 km nordwestlich), die an Hopfengarten vorbei nach Dürrwangen zur Kreisstraße AN 41 bzw. nach Dinkelsbühl verläuft.

Geschichte Die Fraisch über Gersbronn war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Feuchtwangen, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Reichsstadt Dinkelsbühl.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 421.

Im Jahr 1732 bestand der Ort aus drei Höfen, die in der Grundherrschaft der Spitalpflege der Reichsstadt Dinkelsbühl unterstanden.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Gersbronn (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es drei Anwesen. Grundherr war nach wie vor die Reichsstadt Dinkelsbühl (Spital: 2 Hofgüter; Stadtkammer: 1 Hofgut). (= J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 311.)

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 564.

Im Jahr 1809 wurde Gersbronn infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt Schopfloch und der Ruralgemeinde Lehengütingen zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde der Ort in die neu gebildete Ruralgemeinde Hellenbach überwiesen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 537. Am 1. Juli 1971 wurde Gersbronn im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015 Einwohner 43 40 45 40 47 43 44 58 39 37 61 49HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 7 7 7 7 7 7 9 11 Quelle Information des Ordnungsamtes der Stadt Dinkelsbühl am 23. September 2015

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Peter (Sinbronn) gepfarrt, seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Paul (Dinkelsbühl) zuständig. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl)