Rain () ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Rain liegt in der Gemarkung Segringen.
Geografie Rain bildet mit dem südlich gelegenen Segringen eine geschlossene Siedlung. Das Dorf liegt am Mühlgraben (im Unterlauf Walkenweiherbach genannt), einem rechten Zufluss der Wörnitz. Die Staatsstraße 2220 verläuft an der Reichertsmühle vorbei nach Dinkelsbühl zur Bundesstraße 25 (2,3 km östlich) bzw. nach Wolfertsbronn (2,3 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Hardhof (1,2 km westlich).
Geschichte Die Fraisch über Rain war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Crailsheim, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Mönchsroth und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft wurde von der Reichsstadt Dinkelsbühl beansprucht, was jedoch von den beiden anderen Ämtern nicht anerkannt wurde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 9 Anwesen. Grundherren waren das ansbachische Klosterverwalteramt Auhausen (2 halbe Hofgüter, 2 halbe Lehengüter), das Oberamt Mönchsroth (1 Sölde) und die Reichsstadt Dinkelsbühl (Siechenpflege: 1 Gut; Spital: 2 halbe Hofgüter, 1 Gütlein).T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 452. Hiernach waren nur drei Anwesen ansbachisch.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 411. Hiernach gab es acht Untertansfamilien, von denen zwei ansbachisch waren.
Im Jahr 1809 wurde Rain infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt Segringen und der Ruralgemeinde Seidelsdorf zugeordnet.Gemäß den Ortsverzeichnissen. T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533 und 541, ordnet Rain fälschlicherweise der Gemeinde Segringen zu. Zwischen 1950 und 1961 erfolgte die Umgemeindung nach Segringen. Am 1. April 1971 wurde Rain im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 577 f.
Baudenkmäler mini|Denkmalgeschützte Brücke Rest eines Sühnekreuzes, Sandstein, spätmittelalterlich von Rain zur St 2220: Brücke, einbogig, aus Sandsteinquadern, Wappenstein bezeichnet „1773“
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 62 66 66 59 74 69 68 95 64 60 80HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 14 11 13 14 13 12 13 16Quelle Dort als Rhein aufgelistet.
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Vinzenz (Segringen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl)