Unterradach ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Unterradach liegt in der Gemarkung Oberradach.
Geografie Der Weiler liegt am Gabelgrundbach (im Unterlauf Hausertsmühlbach genannt), einem linken Zufluss des Walkenweiherbachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Wörnitz ist, und am Egelweihergraben, der im Ort als linker Zufluss des Gabelgrundbach mündet. Im Süden liegt das Winterholz, im Westen das Haldenfeld und im Nordwesten das Krämerholz. Die Staatsstraße 2218 führt nach Steineweiler (1,5 km nordwestlich) bzw. nach Seidelsdorf (2,2 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Oberradach (0,6 km östlich).
Geschichte Die Fraisch über Unterradach war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Feuchtwangen, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Mönchsroth und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Feuchtwangen. Der Ort bildete mit Steineweiler und Oberradach eine Realgemeinde.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 467.
1732 gab es in Ober- und Unterradach 13 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren das Kastenamt Feuchtwangen (1 Anwesen), das Klosterverwalteramt Auhausen (1 Tafernwirtschaft mit Zollstätte, 5 Anwesen), das Kastenamt Crailsheim (1 Wirtschaft zu Unterradach), der Deutsche Orden (1 Anwesen), das Oberamt Mönchsroth der Grafschaft Oettingen-Oettingen, zu dem Zeitpunkt bereits verkauft an von Schell (1 Gütlein) und die Reichsstadt Dinkelsbühl (3 Anwesen).Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Ober- und Unterradach (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). (= J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 212.)
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Unterradach 4 Anwesen. Grundherren waren das Kastenamt Crailsheim (2 halbe Güter), das Oberamt Mönchsroth (1 Hof) und das Spital der Reichsstadt Dinkelsbühl (1 Gut). Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 573.
Im Jahr 1809 wurde Unterradach infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Weidelbach zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde der Ort in die neu gebildete Ruralgemeinde Oberradach überwiesen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 539. Am 1. April 1971 wurde Unterradach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 26 21 28 24 38 27 39 42 30 28 31HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 4 4 5 5 5 6 5 7 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Ulrich (Weidelbach) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach