Knorrenmühle ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Knorrenmühle liegt in der Gemarkung Seidelsdorf.

Geografie Die Einöde liegt am Hausertsmühlbach (im Unterlauf Walkenmühlbach genannt), einem rechten Zufluss der Wörnitz. Im Süden grenzt auf dem Flurgebiet Lach ein großflächiger Golfplatz an, im Nordwesten befindet sich der Hirtenbuck. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Seidelsdorf (0,2 km nordöstlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße bei Hausertshof (0,7 km südlich).

Geschichte Knorrenmühle wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erstmals schriftlich erwähnt.A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 158.

Die Fraisch über Knorrenmühle war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Crailsheim, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Mönchsroth und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Der Ort gehörte zur Realgemeinde Seidelsdorf. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 1 Anwesen. Grundherr war das Oberamt Mönchsroth.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 434. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Crailsheim.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 558.

Im Jahr 1809 wurde Knorrenmühle infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt Segringen und der Ruralgemeinde Seidelsdorf zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533 und 539. Am 1. Juli 1970 wurde Knorrenmühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.

Baudenkmal Seidelsdorf 1: ehemaliges Wohn- und Mühlengebäude, sogenannte Knorrenmühle, zweigeschossiger unverputzter Sandsteinbau mit Satteldach, erstes Viertel 19. Jahrhundert

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 6 10 6 9 10 8 6 13 5 4 2HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 1 1 1 1 1 1 1 1Quelle

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Vinzenz (Segringen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung im 17. Jahrhundert Kategorie:Wassermühle im Landkreis Ansbach Kategorie:Bauwerk in Dinkelsbühl Kategorie:Mühle in Europa