Der FC Blau-Weiß Linz ist ein österreichischer Fußballverein aus Linz. Er ist ab der Saison 2026/27 in der 2. Liga, der zweithöchsten Spielklasse des Landes, vertreten. Die Frauenmannschaft des Vereins spielt in der ÖFB Frauen-Bundesliga.
Geschichte
Anfangsjahre: Von der Landesliga in die Regionalliga Am 21. Mai 1997 kam es zu einer hitzig diskutierten und bis heute umstrittenen formellen Fusion des FC Linz mit dem LASK zum „LASK Linz“.20 Jahre Fusion: Als der FC Linz begraben wurde, Oberösterreichische Nachrichten vom 19. Mai 2017 In Folge übernahm der LASK einige Spieler des FC Linz. Diese Fusion kam einer De-facto-Auslöschung des FC Linz gleich.
Am 2. Juli 1997 gründeten Hermann Schellmann, Wilhelm Rebernik und Willibald Katschthaler den FC Blau-Weiß Linz als Nachfolgeverein des FC Linz und des SV Austria Tabak Linz, der sich zu diesem Zeitpunkt aus dem Spielbetrieb zurückzog. Der Verein übernahm das Donauparkstadion als Heimspielstätte von Austria Tabak. Sein erstes Meisterschaftsspiel unter diesem Namen absolvierten die Blau-Weißen in der Saison 1997/98 in der 1. Oberösterreichischen Landesliga am 19. August 1997 gegen den ASKÖ Donau Linz und gewann mit 2:1. Nach drei Jahren in der vierthöchsten österreichischen Spielklasse gelang mit einem finalen 4:2-Sieg bei der Union St. Florian der Meistertitel und gleichzeitig der Aufstieg in die drittklassige Regionalliga Mitte, in der der Verein ab der Saison 2000/01 sieben Spielzeiten verbrachte. In der Saison 2002/03 konnte dort abermals der Meistertitel errungen werden. Das erste Relegationsspiel um den Aufstieg in die zweithöchste österreichische Spielklasse wurde auswärts in Villach gegen BSV Bad Bleiberg mit 2:0 gewonnen, das Rückspiel im Linzer Stadion vor 8000 Zusehern ging aber nach einer 2:1-Pausenführung noch mit 2:4 verloren. Auf Grund der Auswärtstorregel verblieb der FC Blau-Weiß Linz somit in der Regionalliga Mitte.
Sportliche Rückschläge und Aufstieg in die Erste Liga Nach dem verpassten Aufstieg folgte ein steter sportlicher Niedergang. Spielten die Linzer in der Folgesaison 2003/04 noch lange vorne mit, war man 2005 und 2006 bereits im Abstiegskampf verwickelt. Diese Entwicklung gipfelte in der Saison 2006/07, als die Linzer zum zehnjährigen Vereinsjubiläum die Liga nach unten verlassen mussten. Man schaffte jedoch den sofortigen Wiederaufstieg und somit war der Klub ab der Saison 2008/09 wieder zurück in der Regionalliga Mitte. In der Saison 2010/11 schafften sie hinter den nicht aufstiegsberechtigten LASK Juniors den Vizemeistertitel in der Regionalliga Mitte und somit die Qualifikation für die Relegationsspiele gegen die WSG Wattens. Nach einer 0:1-Heimniederlage siegte man auswärts mit 1:0 und sicherten sich mit einem 4:3-Sieg im Elfmeterschießen den Aufstieg in die Erste Liga. Die darauffolgende Saison im Profifußball wurde auf dem sechsten Platz abgeschlossen.
Abstieg in die Regionalliga und Wiederaufstieg Die folgende Saison 2012/13 verlief wesentlich weniger erfreulich, die Linzer errangen die wenigsten Punkte aller Erstligisten. Da der FC Lustenau aber keine Lizenz für die Saison 2013/14 erhielt, wurden die Vorarlberger auf den letzten Platz zurückgereiht, und Blau-Weiß Linz erhielt die Chance, in Relegationsspielen gegen SC-ESV Parndorf 1919, den Meister der Regionalliga Ost, die Klasse zu wahren. Die Linzer verloren das Auswärtsspiel in Parndorf mit 1:2 und das Heimspiel mit 0:1 und mussten daher den bitteren Gang in die Regionalliga Mitte antreten. Damit war erstmals seit Gründung der Bundesliga im Jahr 1974 die Stadt Linz weder in der ersten noch in der zweiten Leistungsklasse vertreten. In der Saison 2015/16 wurde Blau-Weiß Linz Meister der Regionalliga Mitte und stieg erneut in die Erste Liga auf.
Agenda 2027: Aufstieg in die Bundesliga Am 30. Juni 2017 trat der Präsident Hermann Schellmann zurück und übergab die Vereinsführung an den Vizepräsidenten Walter Niedermayr. Der neue Präsident versuchte, mit der Agenda 2027 und einem großen Team den Verein in die Bundesliga zu führen. Aufgrund einer Autoimmunerkrankung musste er aus gesundheitlichen Gründen das Amt des Präsidenten am 30. November 2018 zurücklegen. Seine Agenden als Präsident wurden interimistisch auf sämtliche Vorstandsmitglieder aufgeteilt, bis die Nachfolge geregelt war.BW Linz: Präsident Niedermayr legt Amt nieder auf laola1.at vom 3. Dezember 2018, abgerufen am 3. Dezember 2018.
In der Saison 2022/23 gelang dem Verein am letzten Spieltag der Aufstieg in die Bundesliga. Im Sommer 2023 wurde die das neu gebaute Hofmann Personal Stadion eröffnet, fortan die Heimstätte der Linzer.
In der Saison 2024/25 erreichte die Mannschaft die Meistergruppe (6. Platz in der Endtabelle), was die beste Platzierung bislang in der höchsten Spielklasse bedeutete. Zugleich stellte man mit Ronivaldo den Torschützenkönig der Saison.
Abstieg aus der Bundesliga In der Saison 2025/26 erfolgte der Abstieg nach einer Heimniederlage (0:3) gegen den GAK in der letzten Runde.
Erfolge Oberösterreichischer Landesmeister: 2000, 2008 Meister der Regionalliga Mitte: 2003, 2016 Aufstiege in die Erste Liga: 2011, 2016 Meister der 2. Liga: 2021, 2023
Saisonen Saison Liga Platzierung ÖFB-Cup Anmerkung 1997/98 Landesliga OÖ (IV) 4. 1. Runde 1998/99 Landesliga OÖ (IV) 4. Vorrunde 1999/00 Landesliga OÖ (IV) 1. Vorrunde 2000/01 Regionalliga Mitte (III) 7. 2. Rundekicker.at ÖFB-Cup 2000/01 - 2. Runde 2001/02 Regionalliga Mitte (III) 2. Vorrunde 2002/03 Regionalliga Mitte (III) 1. Achtelfinale Qualifikation für die Relegation zur 2. Liga 2003/04 Regionalliga Mitte (III) 5. 2. Runde 2004/05 Regionalliga Mitte (III) 10. Achtelfinalekicker.at ÖFB-Cup 2004/05 – Spieltag 3 2005/06 Regionalliga Mitte (III) 12. Vorrunde 2006/07 Regionalliga Mitte (III) 14. 1. Runde 2007/08 Landesliga OÖ (IV) 1. nicht qualifiziert 2008/09 Regionalliga Mitte (III) 7. 1. Runde 2009/10 Regionalliga Mitte (III) 2. Achtelfinale 2010/11 Regionalliga Mitte (III) 2. Achtelfinale Qualifikation für die Relegation zur 2. Liga 2011/12 Erste Liga (II) 6. Achtelfinale 2012/13 Erste Liga (II) 10. 1. Runde Qualifikation für die Relegation zur 2. Liga 2013/14 Regionalliga Mitte (III) 6. 1. Runde 2014/15 Regionalliga Mitte (III) 3. 1. Runde 2015/16 Regionalliga Mitte (III) 1. 1. Runde 2016/17 Erste Liga (II) 7. Achtelfinale 2017/18 Erste Liga (II) 10. 2. Runde gemäß ÖFB-Beschluss kein AbsteigerDer Standard vom 13. April 2018: ÖFB-Präsidium ändert Aufstiegskriterien für 2. Liga, abgerufen am 7. November 2018 2018/19 2. Liga (II) 5. 1. Runde 2019/20 2. Liga (II) 10. 2. Runde 2020/21 2. Liga (II) 1. Achtelfinale nicht um Bundesliga-Lizenz angesucht 2021/22 2. Liga (II) 3. Achtelfinale 2022/23 2. Liga (II) 1. Achtelfinale 2023/24 1. Liga (I) 9. Achtelfinale 2024/25 1. Liga (I) 6. Achtelfinale grün unterlegt: Aufstiege – rot unterlegt: Abstiege
Kampfmannschaft Trainerteam Stand: 1. Juli 2026FC Blau-Weiß Linz: Betreuerstab (abgerufen am 1. Juli 2024) Funktion Name Geburtsdatum Nationalität beim Vereinseit letzter Verein Trainer Michael Köllner 29.12.1969 12/2025 FC Ingolstadt 04 Co-Trainer Sinan Bytyqi 15.01.1995 07/2026 Floridsdorfer AC Co-Trainer Matthias Luginger 19.08.1990 07/2025 SpVgg Unterhaching Tormanntrainer Christoph Eglseer 04.03.1981 07/2024 SKN St. Pölten
Aktueller Kader Stand: 2. September 2026 Rücken-nummer Name Geburtsdatum Nationalität beim Vereinseit letzter Verein Torhüter 1 Valentin Oelz 24.04.2005 07/2025 FC Liefering 12 Marcel Köstenbauer 26.08.2001 07/2026 SV Ried 26 Christopher Giuliani 07.05.1999 07/2026 First Vienna FC Verteidigung 2 Fabio Varesi-Strauss 06.08.1994 08/2020 FC Admira Wacker Mödling 15 Manuel Maranda 09.07.1997 07/2021 SKN St. Pölten 17 Alem Pašić 23.08.1997 07/2023 SK Vorwärts Steyr 22 David Riegler 17.12.2002 02/2026 SKN St. Pölten 29 Felix Ruschke 08.03.2003 07/2026 Hansa Rostock 32 Matthias Wetschka 08.02.2005 07/2025 vereinslos (zuvor 1. FC Düren) Mittelfeld 5 Nico Grimbs 19.02.2004 07/2026 1. FC Schweinfurt 05 6 Jonas Mayer 29.06.2004 08/2026 SV Ried (Leihe) 8 Karim Conté 25.08.1999 07/2026 FC Hertha Wels 18 Diego Madritsch 02.08.2005 09/2026 SCR Altach 20 Lukas Fabian 02.01.2008 07/2026 AKA Red Bull Salzburg 21 Felix Gerstmayer 24.05.2004 07/2025 SV Grün-Weiß Micheldorf 27 Thomas Schiestl 31.08.2002 07/2026 Grazer AK 28 Dominik Frieser 09.09.1993 07/2026 Grazer AK 30 Anton Zarenko 17.06.2004 07/2026 Dynamo Kiew (Leihe) 47 Dario Kreiker 07.01.2003 07/2026 FK Dukla Prag Angriff 7 Erik Weinhauer 23.01.2001 07/2026 FC Erzgebirge Aue 9 Ronivaldo 24.03.1989 07/2022 FC Wacker Innsbruck 10 Filip Ristanic 30.01.2004 07/2026 Admira Wacker 11 Romeo Vucic 30.01.2003 07/2026 FK Austria Wien 24 Mauro Hämmerle 17.10.2007 07/2026 FC Augsburg II 33 Jacob Collmann 23.06.2001 07/2026 FC-Astoria Walldorf
Transfers Stand: 2. September 2026Transfermarkt.at: Transfers 2026/27 (abgerufen am 2. Juli 2022) Zugänge: Abgänge: Sommer 2026 Jacob Collmann (FC-Astoria Walldorf) Karim Conté (FC Hertha Wels) Lukas Fabian (AKA Red Bull Salzburg) Dominik Frieser (Grazer AK) Christopher Giuliani (First Vienna FC) Nico Grimbs (1. FC Schweinfurt 05) Mauro Hämmerle (FC Augsburg II) Marcel Köstenbauer (SV Ried) Dario Kreiker (FK Dukla Prag) Diego Madritsch (SCR Altach) Jonas Mayer (SV Ried, Leihe) Filip Ristanic (Admira Wacker) Felix Ruschke (Hansa Rostock) Thomas Schiestl (Grazer AK) Romeo Vucic (FK Austria Wien) Erik Weinhauer (FC Erzgebirge Aue) Anton Zarenko (Dynamo Kiew, Leihe) Anderson (Grazer AK) Alexander Briedl (FC Aberdeen) Isak Dahlqvist (Tromsø IL) Thomas Goiginger (WSG Tirol) Jakob Knollmüller (ASK Voitsberg, Leihe) Nico Maier (FC Thun) Martin Moormann (FC Motherwell) Simon Pirkl (SV Austria Salzburg) Simon Seidl (SK Sturm Graz) Thomas Turner (SKU Amstetten) Oliver Wähling (SSV Ulm 1846) Shon Weissman (Beitar Jerusalem) David Bumberger (vereinslos) Christopher Cvetko (vereinslos) João Luiz (vereinslos) Paul Mensah (vereinslos) Kevin Radulovic (vereinslos) Dominik Reiter (vereinslos) Elias Bakatukanda (1. FC Köln, Leih-Ende) Cheick Condé (FC Venedig, Leih-Ende) Mamadou Fofana (FC Aarau, Leih-Ende) Nico Mantl (FC Arouca, Leih-Ende)
Trainerhistorie
Management Christoph Peschek – Geschäftsführung Christoph Schösswendter – Sportdirektor
Frauenfußball
Die Frauenfußballabteilung des FC Blau-Weiß Linz besteht seit der Saison 2021/22 durch die Gründung der Spielgemeinschaft mit Union Kleinmünchen Linz.
Spielstätten mini|Tribüne im alten Donauparkstadion
Ab der Saison 2011/12 spielte der Verein im Linzer Stadion. Es bot in der dieser Konfiguration 20.104 Zuschauern Platz, womit es Oberösterreichs größtes Stadion war. Genutzt wurde es teilweise auch vom Lokalrivalen LASK Linz. Früher war es bereits die Heimstätte des Vorgängervereins des FC Blau-Weiß Linz, dem FC Linz, gewesen.
Vor dem Aufstieg in die Erste Liga in der Saison 2010/11 spielte der Klub im Donauparkstadion (ursprünglich Tabak-Sportplatz, am 1. August 1997 offiziell umbenannt). Dieses befand sich zwischen Voest- und Eisenbahnbrücke, direkt an der Donau. Ab der Saison 2012/13 trainierte die Kampfmannschaft am Kunstrasen des Linzer Stadions, das Donauparkstadion wurde als Trainingsgelände für die Amateurmannschaft sowie für Testspiele genutzt.nachrichten.at Blau-Weiß Linz ist für den Aufstieg bereit Es fasste 2000 Zuschauer, davon 400 auf Sitzplätzen.
Während anfangs bis zu 2000 Zuschauer die Spiele der Linzer besucht hatten, pendelte sich mit der Zeit der Zuspruch auf niedrigerem Niveau ein. Trotzdem zählte der FC Blau-Weiß Linz zu den Publikumsmagneten der Regionalliga Mitte; zu den Auswärtsspielen wurden die Linzer oft von hunderten Fans begleitet. Vom Frühjahr 2021 bis Juni 2022 spielte der Verein übergangsweise auf der sanierten Verbandsanlage des OÖFV mit 2500 Plätzen. mini|Hofmann Personal Stadion