mini|Katholische Filialkirche hl. Johannes der Täufer in Jaunstein Die römisch-katholische Filialkirche Jaunstein steht auf einem kleinen bewaldeten Hügel südöstlich von Jaunstein/Podjuna am Fuß des Hemmaberges in der Gemeinde Globasnitz im Bezirk Völkermarkt in Kärnten. Die dem Patrozinium des Heiligen Johannes der Täufer unterstellte Filialkirche gehört zur Pfarrkirche Globasnitz im Dekanat Eberndorf/Dobrla vas der Diözese Gurk-Klagenfurt. Die Kirche steht unter Denkmalschutz ().

Geschichte Nach Grabungen von 2008 bis 2020 in und an der Kirche wurde ein Fundament auf das frühchristliche 10. Jahrhundert datiert. Grabbestattungen in der Kirche erfolgten im 8. bis 14. Jahrhundert.Frühchristliche Kirche entdeckt orf.at, 29. August 2020, abgerufen am 31. August 2020.

Urkundlich wurde 1154 eine Kapelle genannt. Die Kirche wurde im Jahr 1998 innen und außen restauriert, dabei wurde die barocke Architekturpolychromie wiederhergestellt.

Architektur Die barocke Kirche besitzt östlich einen hohen Dachreiter, einen polygonalen Chor von 1678, südlich am Chor einen Sakristeianbau von 1717 und westlich eine gemauerte Vorlaube. An der südlichen Außenwand ist ein halbhoher Pfeiler einer Chorschrankenanlage mit Weinrankenmotiv, Vögeln und Kreuz eingemauert, der wahrscheinlich von einer der frühchristlichen Kirchen des 5./6. Jahrhunderts auf dem Hemmaberg stammt.

Die flache Kassettendecke im Langhaus wurde 1965 nach dem Vorbild der ursprünglichen Decke von 1735 erneuert. Der spitzbogige Triumphbogen ist mit 1678 bezeichnet. Über dem eingezogenen Chor mit einem Fünfachtelschluss erhebt sich ein Kreuzgratgewölbe aus dem 17. Jahrhundert. Die hölzerne Westempore mit ornamental bemalter Brüstung wurde im späten 18. Jahrhundert errichtet.

Einrichtung Der um 1690 entstandene Hochaltar zeigt am Altarblatt die Taufe Christi. Die Seitenaltäre stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Eine Schnitzgruppe der Taufe Christi aus dem 19. Jahrhundert. Die Kirchenbänke sind aus dem 17. Jahrhundert.

Literatur Jaunstein/Podjuna, Filialkirche hl. Johannes der Täufer. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Kärnten 2001. S. 326.

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Einzelnachweise

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