Braunsdorf war eine Gemeinde im Landkreis Greiz in Thüringen. Am 1. Dezember 2011 wurde sie ein Ortsteil der Landgemeinde Stadt Auma-Weidatal. Braunsdorf hat heute den Status einer Ortschaft nach der Thüringer Kommunalordnung und damit eine Ortschaftsverfassung mit Ortschaftsrat und Ortschaftsbürgermeister. Zur Ortschaft Braunsdorf gehören die Ortsteile Braunsdorf und Tischendorf. gehört. Der Ortsteil Braunsdorf hat eine Fläche von 3,42 km² und hatte 168 Einwohner am 31. Dezember 2012.
Geographie Braunsdorf liegt in der Nähe von Auma, am Nordrand des Thüringer Schiefergebirges.
Zu Braunsdorf gehörte der Ortsteil Tischendorf. Angrenzende Gemeinden sind Harth-Pöllnitz im Landkreis Greiz sowie Mittelpöllnitz und die Stadt Triptis im Saale-Orla-Kreis.
Geschichte Braunsdorf wurde am 8. Januar 1441 erstmals urkundlich erwähnt.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer bis 1300. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2001, ISBN 3-934748-58-9, S. 16Ersterwähnung Der Ortsname entstand aus dem Namen Bruno, wie einige Pröpste des Klosters Mildenfurth hießen.
Auf einer Insel des ehemaligen Gutsteiches im nordöstlichen Ort stand eine Wasserburg der Herren von Pöllnitz. Sie wurde wohl erst im 16. Jahrhundert quadratisch mit vier Ecktürmen erbaut. Reste der Anlage zeugen noch von der Wasserburg. Im Laufe der Zeit wechselten die Besitzer oft. Familie Seydewitz wurde 1945 entsprechend der Potsdamer Vereinbarungen enteignet.Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 72Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Wartberg Verlag 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 96Wasserburg Das Schloss wurde bis auf den Eckturm abgerissen, Basis war der berüchtigte Befehl 209 der SMAD.
Bis zum 3. Januar 1996 war Braunsdorf ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Weidatal, danach gehörte die Gemeinde zur Verwaltungsgemeinschaft Auma-Weidatal. Am 1. Dezember 2011 schlossen sich die Stadt Auma und die Gemeinden Braunsdorf, Göhren-Döhlen, Staitz und Wiebelsdorf zur Landgemeinde Stadt Auma-Weidatal zusammen.StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011
Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember): 1994: 273 1995: 260 1996: 276 1997: 274 1998: 276 1999: 278 2000: 277 2001: 275 2002: 269 2003: 269 2004: 259 2005: 247 2006: 244 2007: 243 2008: 237 2009: 233 2010: 230 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
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Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Greiz Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Greiz) Kategorie:Auma-Weidatal Kategorie:Ersterwähnung 1441 Kategorie:Gemeindeauflösung 2011