Oberhaid (fränkisch: Obähaad) ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg und zählt zur Metropolregion Nürnberg.

Geografie Geografische Lage Die Gemeinde liegt etwa sieben Kilometer nordwestlich von Bamberg. Die höchsten Erhebungen sind im Westen der Spitzelberg mit 325 m und im Osten der Semberg mit 393 m. Die Lage im Maintal im Bereich des Naturparks Haßberge ist ideal für Wanderer und Radfahrer. Der Gemeindeteil Unterhaid ist der tiefstgelegene Ort im Landkreis Bamberg mit .

Nachbargemeinden Oberhaid grenzt an die Gemeindegebiete von Lauter, Bischberg, Viereth-Trunstadt, das gemeindefreie Gebiet Semberg sowie die Stadtgebiete von Baunach, Hallstadt und Bamberg. Bereits zum Landkreis Haßberge (Unterfranken) gehören die Gemeinde Stettfeld und die Stadt Eltmann.

Gemeindegliederung Es gibt fünf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp und die Einwohnerzahlen Stand Juli 2019 angegeben):http://www.oberhaid.de/leben-in-oberhaid/ Johannishof (Einöde, 17) Oberhaid (Pfarrdorf, 3538) Sandhof (Einöde, 4) Staffelbach (Kirchdorf, 828) Unterhaid (Pfarrdorf, 450)

Die Einöde Frankenruh zählt zum Gemeindeteil Unterhaid.

Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Oberhaid, Staffelbach und Unterhaid. Die Gemarkung Oberhaid hat eine Fläche von 10,440 km². Sie ist in 3384 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3085,18 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Johannishof.

Geschichte Bis zum 19. Jahrhundert Das Kloster Fulda hatte bereits im achten Jahrhundert Besitz im Gemeindegebiet. Das Kloster Michelsberg baute seit dem 13. Jahrhundert seine Grundherrschaft in Oberhaid aus. Der Ort gehörte somit zum Herrschaftsbereich des Hochstifts Bamberg, kirchlich jedoch bis 1810 zum Bistum Würzburg und blieb diesem zehntpflichtig. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Oberhaid fast vollständig zerstört, aber danach wieder aufgebaut. Oberhaid gehört seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens). (PDF-Datei; 179 kB) Die Gemeinden Oberhaid, Unterhaid und Staffelbach entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818.

Der Anschluss an das Eisenbahnnetz erfolgte am 1. Februar 1852.

Religion Laut Zensus am 9. Mai 2011 sind 80,7 % der Einwohner römisch-katholisch und 8,9 % evangelisch-lutherisch. 10,4 % haben eine andere Religion oder sind konfessionslos.

Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinden Unterhaid und Staffelbach eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 4184 auf 4616 um 432 Einwohner bzw. um 10,3 %. Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2023Einwohner 3215 3771 4090 4407 4676 4775 4712 4662 4582 4720

Politik Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit 2008 Carsten Joneitis (SPD). Dieser setzte sich bei der Wahl 2008 gegen den damaligen Amtsinhaber Harald Krug (CSU), der seit 1996 amtierte, mit 53,4 % der Stimmen durch und wurde 2014 bzw. 2020 jeweils ohne Gegenkandidat mit 95,16 % bzw. 94,68 % der Stimmen wiedergewählt.

Gemeinderat Die Gemeinderatswahlen seit 2002 ergaben folgende Stimmenanteile bzw. Sitzverteilungen: +Partei/Liste2020201420082002%SitzeSitzeSitzeSitzeCSU 32,715678 SPD38,086665 Unabhängige Bürgervertretung/Freie Wähler (UBV/FW)21,844322 Überparteiliche Liste/Christliche Wählergemeinschaft (ÜL/CWG)7,371111Gesamt1001616 1616

Wappen

Städtepartnerschaften Partnerort ist Oberhain, ein Ortsteil der Stadt Königsee in Thüringen.

Bau- und Bodendenkmäler

mini|Neubau der katholischen Pfarrkirche St. Bartholomäus, 1980 geweiht

Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Es besteht ein Autobahnanschluss an die A 70 Ausfahrt Viereth-Trunstadt in der Nähe des Gemeindeteils Unterhaid Der Bahnhof Oberhaid der Deutschen Bahn liegt an der Bahnstrecke Bamberg–Rottendorf. Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) besteht mit einer Busverbindung auf der Strecke Bamberg–Schweinfurt mit Haltestellen in Oberhaid, Unterhaid und Staffelbach. Durch Oberhaid verläuft der Fränkische Marienweg.

Freiwillige Feuerwehren Freiwillige Feuerwehren bestehen in Oberhaid, Unterhaid und Staffelbach.

Brauereien In der Gemeinde gibt es noch die Brauerei Wagner in Oberhaid, die ihr Bier in eigener Braustätte herstellt. Die Gambrinusbräu in Unterhaid lässt das Bier im Lohnbrauverfahren brauen. Die Brauerei Hertlein in Staffelbach schloss im Jahr 2017.

Persönlichkeiten Klaus Geus (* 1962), Althistoriker und Verleger

Literatur

Robert Lott: Chronik der Gemeinde Oberhaid. Gesamtherstellung: Fränkischer Tag GmbH & Co. KG, Bamberg o. J. <1988>

Weblinks

Gemeinde Oberhaid Artikel über Ortsgeschichte und Kirche bei Foracheim (PDF; 1,24 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)

Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg