mini|hochkant=0.6|Das „i“ ist international ein Symbol für Information im Tourismus und verwandten Gebieten

Information ist in der Informationstheorie das Wissen, das ein Absender einem Empfänger über einen Informationskanal vermittelt. Die Information kann dabei die Form von Signalen oder Code annehmen. Der Informationskanal ist in vielen Fällen ein Medium. Beim Empfänger führt die Information zu einem Zuwachs an Wissen.

Information kann bewusst als Nachricht oder Botschaft von einem Sender an einen Empfänger übermittelt oder auch unbewusst transportiert werden und durch die Wahrnehmung von Form und Eigenschaft eines Objektes auffallen. Information erhält ihren Wert durch die Interpretation des Gesamtgeschehens auf verschiedenen Ebenen durch den Empfänger der Information. Sender oder Empfänger können nicht nur Personen/Menschen, sondern auch (höherentwickelte) Tiere oder künstliche Systeme (wie Maschinen oder Computer/Computerprogramme) sein.

Definitionen Da der Begriff der Information häufig definiert worden ist, werden einige klassische Definitionsansätze vorgestellt, die zugleich den verschiedenen Bedeutungen der Information entsprechen: Die Definition „Information ist die Teilmenge von Wissen, die von einer bestimmten Person oder Gruppe in einer konkreten Situation benötigt wird und häufig nicht explizit vorhanden ist“ stellt besonders den Bedarf und den Neuigkeitswert aus Sicht des Empfängers (Nutzers) in den Mittelpunkt. „Information ist die Verringerung von Ungewissheit aufgrund von fachlichen Informationsprozessen“ ist primär auf den Vermittlungsprozess, also die Tätigkeit des Senders bezogen. Harald H. Zimmermann vertritt einen nutzerorientierten Ansatz, der die handlungsrelevante Wissensveränderung in den Mittelpunkt stellt: „Information ist der (geglückte) Transfer von Wissen,“ ist also das (neue) Wissen, das beim Rezipienten zu einer Veränderung des bisherigen Wissens führt. Im engeren Sinne ist es das Wissen, das einem Menschen (oder einer Institution) zuvor fehlte, um bei einem aktuellen Problem eine sachgerechte Entscheidung zu treffen. Mit „Information ist Wissen in Aktion“ macht Rainer Kuhlen den Handlungsaspekt von Information deutlich.

In verschiedenen Zusammenhängen lassen sich in der Literatur weitere Definitionen für Information finden: InGabler Wirtschaftslexikon: Information wird ‚Information‘ vereinfacht mit „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger neu ist“ definiert. In darf die Nachricht nicht redundant sein (Neuigkeitswert) und muss darüber hinaus relevant sein (Pragmatik). Im bibliothekarischen Grundwissen wird Information als die von den verschiedenen Medien übertragenen Inhalte bezeichnet.

‚Information‘ wird im Sprachgebrauch auch als allgemeine Bezeichnung für Daten benutzt, beide Ausdrücke werden oft als gleichbedeutend (synonym) angenommen.Duden Rechtschreibung: Stichwort Information, inkl. SynonymewoxikonDuden: Information als Synonym für Daten Daraus entstanden auch Ausdrücke wie Informationstechnik, Informationsfluss usw. – die sich aber meist auf Daten beziehen. So ist der Begriff ‚Informationsverarbeitung‘ nur sinnvoll, wenn Information als Variante von Datum und Nachricht verstanden wird. Doch wird Information auch als höhere Ordnung den Daten gegenübergestellt – aus denen sie sich zusammensetzt.Verlag K.G. Saur 2004: Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation S. 684 Kap. E1 Information in der Informatik - mit weiteren Definitionen und Lexika-Verweisen

Daneben ist die Bezeichnung „Information“ (auch im Plural) ein Oberbegriff für zahlreiche Unterlagen/Ausdrücke mit situationsbezogen konkreteren Bedeutungen und Bezeichnungen; Beispiele sind Hinweis, Auskunft, Bericht, Meldung usw.woxikon: individuelle Bedeutungen und Bezeichnungen für Information

Bedeutungsschwerpunkte Der Ausdruck „Information“ wird im Detail mit unterschiedlichen, jedoch eng miteinander in Beziehung stehenden Bedeutungen angewendet. Nach wird er verwendet: für die Tätigkeit des Informierens. Weiterhin kann Information den Informationskanal bedeuten. Darüber hinaus kann in einem auf den Empfänger bezogenen Verständnis von Information diese die beabsichtigte und zu erzielende (Wissens-) Veränderung beim Empfänger sein. Schließlich kann Information in Bezug auf die eigentliche Botschaft verstanden werden [die wohl meistverwendete Bedeutung]. Dieses Verständnis hängt mit dem des Prozesses zusammen, meint jedoch nicht den (physikalischen) Kommunikationskanal, sondern vielmehr das, was über diesen versendet wird. Näheres dazu siehe auch unten beschriebene Beispiele.

Eigenschaften „Energie, Materie und Information stellen die drei wichtigsten Grundbegriffe der Natur- und Ingenieurwissenschaften dar. Für die Informatik, die sich als die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information versteht, ist der Begriff Information von zentraler Bedeutung; trotzdem ist er bisher kaum präzisiert worden. Über sie lässt sich manches aussagen.“ (nachDUDEN Informatik, ISBN 3-411-05232-5 und) Sie dient dem Zweck der Wissensvermehrung des bzw. der potenziellen oder tatsächlichen Nutzer bzw. reduziert deren Nichtwissen (Entropie) – gegebenenfalls zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens oder einer Handlung („aktionsprägend“), z. B. eine Entscheidung zu treffen. Sie ist dann für uns „von Wert“, wenn sie unsere Kenntnis über die Welt erweitert: Sie vermittelt einen Unterschied, News is what’s different.John Bogart, Lokalredakteur der US-amerikanischen Zeitung Sun, 1880, zitiert in Walther von La Roche: Einführung in den praktischen Journalismus, Berlin 2008, S. 71 Ist sie Voraussetzung für bestimmte Handlungen, so wird sie oft initiativ vom Empfänger angefordert oder ‚abgerufen‘. Ihre Menge kann der Empfänger entsprechend seinem Erkenntnisinteresse reduzieren (z. B. „filtern“, nur teilweise nutzen) oder mithilfe anderer Informationen erweitern oder verknüpfen. Information benötigt keinen fixierten Träger. Nicht das Informationsmedium ist die Information, sondern das, was das Medium „transportiert“. Sie ist „dialogisch“, also sender- und nutzerbezogen – und damit kommunikationsabhängig: Ohne funktionierenden Kommunikationskanal erreicht die vom Sender abgeschickte Information den Empfänger nicht. Sie entsteht durch Übertragung von Materie (mikroskopisch und makroskopisch), von Energie oder von Impulsen. Den Menschen erreicht sie über die Sinnesorgane sowie im chemisch biologischen Sinne über Rezeptoren und Nerven. Information ist beliebig oft kopierbar, sie kennt keine Originale. Information altert nicht; gleichwohl kann sie inaktuell werden – und wird dann z. B. durch eine neue Information ersetzt (Preis einer Ware) Information ist fast beliebig kombinierbar. Man kann ihr nicht ansehen, ob ihre Teile zueinander gehören; Manipulationen sind also beliebig möglich. Information lässt sich stark komprimieren – aber auch inhaltsleer auswalzen. In erweitertem Sinn zählen auch die Kriterien, die die Qualität einer Information bestimmen, zu den Eigenschaften, die eine Information aufweisen kann/soll. Dies sind zum Beispiel: Zweckorientiertheit, Wahrheit/Richtigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz (widerspruchsfrei), Glaubwürdigkeit und Prüfbarkeit, Aktualität.

Beispiele mini|Info-Box auf der Staumauer-Krone der Kölnbreinsperre im österreichischen Maltatal. Hier wird Information zur Zerstreuung und Erbauung versprochen.

Die folgenden Beispiele erläutern ausführlich Wesensmerkmale von Informationen: Verkehrsschild (z. B. Pfeilwegweiser Nr. 418) an einer Straßenkreuzung: Die Angabe A-Stadt 12 km wird durch den visuellen Transport („Informationskanal“) des wahrgenommenen Schilds – seines Textes, der Farbe und seiner Form (Richtungspfeil) – an den (interessierten) Verkehrsteilnehmer zur Information, bestehend aus dem Code (Buchstaben und so weiter), der Syntax (Wörter, Entfernungsangabe, Pfeilrichtung) und der Semantik (zeigt nach …). Sie erweitert dessen Wissen und reduziert seine Unkenntnis (Wo geht es hin? Wie weit ist es noch? Rechts oder links abbiegen? …). Reines „Sehen“ dieses Schilds (als Medium) oder gar dessen Nichtwahrnehmung macht das Schild und seinen Inhalt ebenso wenig zur Information wie wenn das Schild in einer Schublade läge. Buch/Zeitung: Der Leser nimmt zahlreiche Informationen als Erweiterung seines Wissens auf. Dies tut er nach bewusstem Suchen (Sachbuch, Lexikon) oder einfach durch Lesen (interessantes Neues auch im Roman), in beiden Fällen gegebenenfalls nur auszugsweise. Information tritt also häufig nicht als singulärer Begriff auf, sondern erreicht uns oft in großen Mengen (auch in Nachrichtensendungen usw.). Sie entsteht zufällig durch Wahrnehmung oder gezielt auf Initiative des Empfängers oder Senders. Weitere Beispiele: Informationsboxen im Tourismus: Die Audio-Box (als Informationskanal) gibt hörbare Signale von sich, die dem Betrachter zweckorientiert (über dieses Bauwerk) Wissen vermitteln. Preise für ein Produkt im Schaufenster: Preisangaben sind „Daten“, die bei Wahrnehmung durch interessierte Passanten für diese zur Information werden. Uhrzeit: Die Uhr als Medium zeigt „Daten“ in einer bestimmten Form (Code; digital, analog) an. Zur Information wird die Uhrzeit für einen an der Uhrzeit interessierten Betrachter; sie hat für ihn eine Bedeutung.

Struktur und Bedeutung

Eine Sichtweise geht vom Informationsträger aus. Die Frage, welche Struktur sich innerhalb dieses Trägers feststellen lässt, wird untersucht. Ein anderer Ansatz bemüht sich zu verstehen, welche Bedeutung dem zukommt, was man dann (irgendwie) diesem Informationsträger entnommen hat.

Die erste Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Nachrichtentechnik, die zweite in der Kognitionswissenschaft, der Sprachwissenschaft oder allgemein in der Geisteswissenschaft. Eine nachrichtentechnisch erkennbare Struktur (beispielsweise Lichtpulse, die in einer zeitlichen Reihenfolge auf einzelne Zellen in der Netzhaut treffen) muss in einem komplexen Dekodierungsprozess in eine Bedeutung übersetzt werden.

Wo hier die reine Strukturinformation aufhört und beginnt, eine Bedeutungsinformation zu werden, wo also in diesem Dekodierungsprozess die Grenze zum Bewusstsein zu ziehen ist, ist eine der spannenden Fragen der Informations- und Kognitionswissenschaften.

Aus diesen Betrachtungen ergeben sich vier Ebenen, unter denen der Begriff der Information heute allgemein betrachtet wird. Diese sind Codierung Syntax Semantik Pragmatik

Rechenberg nennt dabei im Konntext der technischen Informationsverarbeitung explizit die Ebenen Syntax und Semantik als relevant und erweitert um die Ebene der Prakgmatik, aber nur bei Betrachtung aus dem Kontext der Semiotik. Weiter nennt er nur implizit die Ebene der Codierung, wenn er zwischen Kanalcodierung und höheren, syntaktischen Komprimierungsverfahren unterscheidet.

Werner hingegen unterscheidet explizit nur zwischen Syntax-Semantik-Pragmatik.

Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Sie spiegeln dabei auch die oben erwähnten theoretischen Angriffspunkte wider, wobei die Codierungsebene der Sichtweise der Nachrichtentechnik nahekommt, die Syntaxebene die Sichtweise der Linguistik oder die der Theorie der formalen Sprachen wiedergibt, die semantische Ebene Ansätze aus der Semiotik oder Semantik integriert, und die Pragmatik eher auf Konzepte der Kognitionswissenschaften zurückgreift.

Die vier Ebenen sollen an der Zeichenfolge „ES IST WARM“ erläutert werden:

Code-Ebene