Tita Giese (* 21. August 1942 in Nördlingen) ist eine deutsche Künstlerin, die seit 1978 Pflanzenlandschaften, vornehmlich im öffentlichen Raum, gestaltet.

Leben und Werk mini|„Mittelamerikanische Verkehrsinseln“ auf dem Stresemannplatz in Düsseldorf mini|Düsseldorf, Ernst-Reuter-Platz, zwei Jahre nach der Anpflanzung Tita Giese studierte nach einem Schulbesuch in Oettingen an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, anschließend an der Kunstakademie Düsseldorf. Dort lernte sie ihren Mann, den Künstler Imi Giese, kennen. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor.

Tita Giese arbeitet in ihren künstlichen Landschaften mit Unkräutern, Pionierpflanzen, grasartigen sowie exotischen Pflanzen und nutzt dabei eine große Artenvielfalt.

Pflanzen-Projekte von Tita Giese im öffentlichen Raum sind beispielsweise „mittelamerikanische Verkehrsinseln“ auf dem Stresemannplatz in Düsseldorf, Pflanzeninseln am Düsseldorfer Tausendfüßler und hängende Gärten in der Fünf-Höfe-Einkaufspassage in München. Mit letzterem steht sie in der Tradition von Patrick Blanc. In der Literatur wird Giese als Künstlerin oder Pflanzenkünstlerin bezeichnet, was sie strikt ablehnt.Stresemannplatz: Großkreuzung wird grüne Lunge. WZ-Newsline, 9. April 2007, abgerufen am 26. Januar 2012.Kö-Graben: OB gefällt Gieses Idee. RP Online, 18. Januar 2012, abgerufen am 26. Januar 2012. Ebenso wenig betrachtet sie ihre Werke dem Feld der Landschaftsarchitektur zugehörig; so äußerte sie sich beispielsweise in einem Interview mit der Zeitschrift Kunst und Kirche wie folgt:

Auf die Frage, warum Giese sich nicht der bildenden Kunst zurechnen lassen wolle, antwortete sie:

Basis der Arbeit von Tita Giese sind Pflanzengesellschaften in der Wildnis. Ihre Grundmuster sind dabei Rapport, Tapete und Endloswiederholung, die den Flächen Intensität und eine eigene Ästhetik geben.

Mit dem Maler Henning Straßburger arbeitete Giese für das Pflanzen-Projekt Kottbusser Tor in Berlin zusammen,. weiter mit den Architekten Herzog & de Meuron.

Projekte (Auswahl)

1978: Ronsdorfer Straße Düsseldorf 1980: Pflanzenstreifen und -Inseln auf der Berliner Allee, Düsseldorf (wegen Straßenumbau im Herbst 2012 entfernt) 1994: Düsseldorfer Flughafen (durch Brand zerstört) 1999: Pflanzenprojekt Andreas Gursky Düsseldorf 2000: Pflanzenprojekt Deichtorhallen Hamburg 2002: Hängende Gärten München 2003: Klematisse in Magnolien Thomas Ruff Düsseldorf 2005: Ahnfeldplatz, Düsseldorf 2007: Mittelamerikanische Verkehrsinseln Stresemannplatz, Düsseldorf 2009: Farnschluchten Basel, für Herzog & de Meuron 2010: Efeu und Quarzsplitt, Acctelion Business Center Basel 2014: Düsseldorf, Ernst-Reuter-Platz, unter teilweiser Verwendung der wegen Umbau aufgelösten Bepflanzung der Berliner Allee

Ausstellungen (Auswahl) 2000: Außendienst. Kunstverein in Hamburg, Hamburg

Literatur Kunstforum, Band 153, 2000, S. 320

Weblinks

Offizielle Website von Tita Giese Vertikale Gärten 3sat, „wissen aktuell“ Efeuteppich für den Kögraben

Einzelnachweise

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