mini|hochkant|Historischer Wegweiser in Weiherschneidbach
Weiherschneidbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Weidenbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Weiherschneidbach liegt in der Gemarkung Leidendorf.
Geografie Am Ostrand des Dorfes fließt der Irrebach, ein über 10 km langer linker Zufluss der Altmühl, durch zwei Teiche. 0,5 km östlich beim Schmidtfeld mündet das Ölgrabenbächlein von links in diesen, unmittelbar südlich vom Ort dann der Zellergraben von rechts. 0,5 km südlich liegt das Schmalfeld, 0,5 km südwestlich die Waldinsel Waldgebiet Stöckicht, im Osten das Gewann Fronwasen, 0,5 km nordwestlich eines mit dem Namen In der Bärenlach.
Gemeindeverbindungsstraßen führen zur Staatsstraße 2249 bei Nehdorf (0,9 km nordöstlich), nach Leidendorf zur Bundesstraße 13 (1,8 km östlich), nach Burgoberbach zur St 2249 (2 km nordwestlich), nach Kolmschneidbach (1,3 km südlich) und zu einer Gemeindeverbindungsstraße (2 km südwestlich) zwischen Niederoberbach (0,2 km westlich) und Reisach (0,3 km östlich).
Geschichte Das Kloster Heilsbronn kaufte dort seine ersten Güter 1319 von Wolfram von Gießendorf. 1331 erwarb das Kloster ein Gut von Heinrich von Muhr, 1343 die Mühle der Witwe des Herrn Meinward des Fricken von Oettingen. In der Folgezeit kam es zu weiteren Erwerbungen, so dass insgesamt sieben Güter dem Kloster unterstanden. Neben Heilsbronn gab es das Gumbertusstift als Dorfherren.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 480 f.
Im 16-Punkte-Bericht des heilsbronnischen Vogtamts Merkendorf aus dem Jahr 1616 wurden für Weiherschneidbach 2 Höfe und 5 Güter angegeben, die dem Verwalteramt Merkendorf unterstanden. Die Anwesen anderer Grundherren wurden nicht aufgelistet.Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 25, 32. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 742. Das Verwalteramt Merkendorf übte auch das Gemeinderecht und den Hirtenstab aus.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 743. Die Fraisch hatte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 740. Während des Dreißigjährigen Krieges verödeten alle sieben Heilsbronner Güter.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 481.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Weiherschneidbach 23 Untertansfamilien, von denen 16 ansbachisch waren. Zu diesem Zeitpunkt gehörte der Ort bereits zum Fraischbezirk des Oberamtes Ansbach. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.
Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1804) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 212.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Weiherschneidbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Burgoberbach und der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Burgoberbach zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Weiherschneidbach. Spätestens 1846 ging diese Gemeinde in der Ruralgemeinde Leidendorf auf, wie aus dem Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken hervorgeht.
Am 1. Juli 1971 wurde Leidendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Weidenbach eingegliedert.
Baudenkmal Gusseiserner Wegweiser nach Niederoberbach, um 1860/70
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 112 135 147 142 139 138 153 199 177 169 161 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 27 27 26 26 27 28 37 38 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach Sommersdorf gepfarrt, spätestens seit 1861 ist die Pfarrei St. Georg (Weidenbach) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Nikolaus (Burgoberbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Weidenbach, Mittelfranken) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach) Kategorie:Gemeindeauflösung 1846