Obermühl ist ein Gemeindeteil der Stadt Ornbau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Obermühl liegt in der Gemarkung Gern.
Geographie Das Dorf liegt an der Wieseth. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Taugenroth (0,5 km nordwestlich) bzw. zur Staatsstraße 2411 (0,2 km östlich), die nach Ornbau (1,8 km nördlich) bzw. nach Arberg führt (2,5 km südwestlich).
Geschichte Dem Kloster Heilsbronn unterstand dort ein Anwesen.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 471. 1801 hatte der Ort 8 Untertansfamilien, die alle Eichstättisch waren.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 202.
1806 kam Obermühl an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (Anfang des 19. Jahrhunderts) wurde der Ort dem Steuerdistrikt Ornbau zugeordnet. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Obermühl, zu der Haag, Oberndorf und Taugenroth gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden zugeordnet. Sie hatte 1818 insgesamt 162 Einwohner, die sich auf 37 Häuser verteilten. Spätestens 1837 wurde die Ruralgemeinde Obermühl in die Ruralgemeinde Gern eingegliedert. Am 1. Januar 1972 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Ornbau eingemeindet.
Baudenkmäler Kapelle Grenzstein
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 45 56 52 51 33 47 38 52 42 45 46HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 9 9 8 8 9 10 9 10 Quelle
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Ornbau) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Georg (Weidenbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Ornbau) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach)