mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Frohnau
Die Liste der Straßen in Berlin-Frohnau stellt die im Berliner Ortsteil Frohnau liegenden Straßen mit ihren historischen Bezügen dar. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick Statistisches Im Ortsteil existieren vier Plätze und 136 gewidmete Straßen, zu letzteren auch eine Forststraße und die gewidmeten Waldwege im Norden gehören. Im Straßenverzeichnis sind auch benannte Waldwege enthalten. Vier Straßen setzen sich gleichnamig mit ihren Grundstücken in Hermsdorf fort. Die Gesamtlänge aller Straßen und straßengleichen Wege in Frohnau beträgt 76,4 km, an denen Einwohner (Stand: ) leben, und die alle zum Postleitzahlenbereich 13465 gehören.
Entwicklung der Straßen mini|hochkant=1.5|Planung des Frohnauer Straßensystems vom Anfang des 20. Jahrhunderts (nach Kiesslings großer Specialkarte)Die Abgrenzung zwischen Glienicke und Stolpe zu Frohnau ist auf der Ausgangskarte nicht durchgehend erkenntlich. mini|Bordsteinkanten und Pflasterung auf dem Hubertusweg im Waldgelände, auf dem vorgesehenen Gehweg wachsen Bäume
Wie auch in den südlichen Berliner Vororten führte die Anbindung an das Bahnnetz durch den Bau des Bahnhofs Frohnau zu Siedlungsplänen. An der seit 1877 bestehenden Nordbahn wurde der Bahnhof am 1. Mai 1910 eingeweiht. Die „Berliner Terrain-Centrale“ des oberschlesischen Fürsten von Donnersmarck erwarb für die „Gartenstadt Frohnau“ 1907 das Waldgelände von der Familie von Veltheim. Im Zeitraum 1908–1910 wurden für eine Villenkolonie Straßen und Plätze projektiert und angelegt.Der Ortsteil Frohnau (Bezirksamt Reinickendorf) Die Pläne sahen die Ansiedlung von rund 30.000 Menschen vor.Klaus Pegler: Geschichten aus Frohnau: Parken in Frohnau Die Art der Bebauung von Frohnau auf dem Gelände des Gutsbezirks Stolpe erfolgte im Wesentlichen im Landhausstil von Hermann Muthesius. „1909 begann man mit der Anlage der Straßen und Plätze. Die Originalpflasterung aus Granitpflastersteinen kann noch auf verschiedenen Straßen Frohnaus bzw. nach einem strengen Winter, wenn die ersten Schlaglöcher auf Frohnaus asphaltierten Straßen auftauchen, entdeckt werden. 1910 wurde Frohnau offiziell gegründet und die Bebauung der Plätze begann, z. B. entstanden das Kasinogebäude am Ludolfingerplatz und die ersten Siedlungshäuser […]“Wolfram Sternbeck: Die Invalidensiedlung in Berlin-Frohnau. 1910 wurde Frohnau eine selbstständige Verwaltungseinheit im Kreis Niederbarnim.
Im Jahr 1920 kam Frohnau gegen den Widerstand der Grundstückbesitzer zu Groß-Berlin und zum Verwaltungsbezirk Reinickendorf. Im Berliner Adressbuch ist Frohnau erst ab 1922 ausgewiesen, auf „Kiesslings Großer Special-Karte der Umgebung von Berlin“Digitalisat von: Kiessling's grosse Special-Karte der Umgegend von Berlin. 1:75.000. Berlin : Kiessling. 1 Kt.: mehrfarb. – ohne Auflagenbezeichnung, abgerufen am 26. Dezember 2012. Im Weblink ist zwar ca. 1900 angegeben, aber nach der Lage in Frohnau wohl eher 1908/1910. ist das Frohnauer Straßensystem nahezu in der heutigen Form verzeichnet. Mit dem Ausbau der Grundstücke wurden 1930 neben der Namensvergabe neu angelegter Straßen schon einige Umbenennungen – beispielsweise wegen Doppelnennungen in Groß-Berlin, nötig.
Im Nordosten des Ortsteils im Landschaftsschutzgebiet „Waldgelände Frohnau“Sachdaten zum LSG-16 zeugen die teils schon gepflasterten Straßen davon, dass nicht alle Projekte erfolgreich umgesetzt wurden. Diese Waldstraßen sind daher Privatstraßen der Forstverwaltung.„[…] vom 40 Kilometer langen Straßennetz [verlaufen] noch gepflasterte Straßen mit Bürgersteigen mitten im Wald […] und Frohnau dürfte wohl der einzige Ort sein, in dem auf Kopfsteinpflaster durch Waldgebiet geschlendert werden kann.“ Nach: 100 Jahre Frohnau. In: Berliner Morgenpost. 18. Juni 2010. Westlich der Bahnstrecke war eine Ringstraße vorgesehen, an der die aus der Stadtmitte verlegte Invalidensiedlung liegt. Die Fürst Donnersmarck-Stiftung hat die Gebäude errichten lassen. Andere Straßen blieben im Zustand von Waldwegen und dienen inzwischen als Wanderwege durch die Bieselheide.
Auch die „eingemauerte“ Stadtrandlage während der Mauerzeit (1961–1990) war nicht förderlich für einen umfangreichen Ausbau von Straßen. „Während des Kalten Krieges gehörte Frohnau zu West-Berlin. Auf drei Seiten lag die DDR; im Westen, Norden und Osten stand die Mauer. Es gab nur drei Straßen, auf denen man Frohnau verlassen konnte, und die führten nach Süden.“ Im Übrigen besteht Frohnau aus dem Gebiet westlich und östlich der S-Bahn-Strecke, die durch zwei Brücken (Fischgrundbrücke und Frohnauer Brücke) und zwei Unterführungen (Staehleweg zur Invalidensiedlung und Neubrücker / Schönfließer Straße) verbunden sind, hinzu kommt die Eisenbahnbrücke an Gollanczstraße unter der ein Fußweg zum Mauerweg führt.
Gültiges Straßensystem Die Straßen in Frohnau sind überwiegend gepflastert, teilweise auch asphaltiert und haben beidseits breite mit Bäumen bestandene Gehwege. Typisch ist die hier vorhandene Gasbeleuchtung an Gehwegen, die von einem Bürgerverein gegen Veränderungen verteidigt wird.Kulturgut Berliner Gas-StraßenbeleuchtungBerliner Gaslaternen: Das schönste Licht ist unbezahlbar. Bei: Zeit Online Typisch ist zudem, dass in Frohnau zahlreiche Wege und Straßen einen gebogenen (geschlungenen) Verlauf besitzen und keine Straßenverläufe über die Stadtgrenze zum Umland hinausgehen. Die nach Süden laufenden Frohnauer Straßen enden am „Entenschnabel“, das nach Westen einschneidende Gebiet entlang der zur brandenburgischen Gemeinde Glienicke/Nordbahn gehörenden Straße Am Sandkrug. Für dieses Gebiet bestand während der Zeit der Berliner Mauer eine besondere Zugangssituation. Beispiel für die an der Stadtgrenze endenden Straßen mag der Bieselheider Weg sein, der bei seinem nach Westen gebogenen Verlauf am südlichen und nördlichen Straßenende jeweils an der Stadtgrenze vor der Bieselheide auf brandenburgischer Flur endet.
Ein Teil der Bundesstraße 96 verläuft auf der Oranienburger Chaussee, teilweise gehört die Straße entlang der Ortsteils- und damit der Stadtgrenze zu Glienicke/Nordbahn (Bundesland Brandenburg), und im nördlichen Abschnitt führt sie direkt durch Frohnau. Die Ost-West-Verbindung wird durch den Hauptstraßenzug Zeltinger Straße (von der Oranienburger Chaussee her) und der Frohnauer Straße (südlich von Hermsdorf her) über Sigismundkorso und Am Eichenhain nach Hermsdorf zur Roten Chaussee gebildet. Nach der Planungsphase vom Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Frohnauer Straßensystem durch die Stadtgrenze mit ihrer West-, Nord- und Ostbegrenzung des Ortsteils zu Brandenburg (Glienicke/Nordbahn und Hohen Neuendorf) hin beeinflusst. An die in der Nähe befindlichen Bundesautobahnen A 10, A 111 und A 114 ist Frohnau nur indirekt angeschlossen.
mini|Der Mustangweg in der Wohnanlage Am Poloplatz ist eine öffentlich zugängliche Privatstraße
Die neueste Siedlung ist die Wohnanlage „Am PoloTeich“ zwischen Gollanczstraße und Bahnlinie, wo im Auftrag der GEWOBAG auf einer Fläche von rund 60.000 m² 131 Doppelhaushälften und Reihenhäuser in der Idee der Gartenstadt Frohnau errichtet wurden. Die Namen der Straßen wurden nach Pferderassen gewählt. Die sieben Zugangsstraßen zu den Häusern der Wohnanlage sind öffentlich zugängliche Privatstraßen.
Übersicht der Straßen
Name/Lagestadt-berlin.de: beschreibung/detailnetz.html Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAlemannenstraße ()1560 Alemannen, germanischer Volksstamm Die Straße 142 des Bebauungsplans liegt zwischen Welfenallee und Neubrücker Straße. Die ruhige Wohnstraße ist überwiegend mit Einfamilienhäusern bebaut. Am Nordende der Straße führt jenseits der Stadtgrenze der Pechpfuhlweg als Rad- oder Fußweg zum Dorf Stolpe und zum Mauerweg. 140px|AlemannenstraßeAm Ausblick ()190 nach einer Erhöhung, die einen Ausblick bietet Die ruhige Straße zwischen Maximiliankorso und Am Kringel war als Straße 150 des Bebauungsplans trassiert. 140px|Am AusblickAm Biberbau ()210 auf die Waldgegend bezogener Straßenname Vorher Straße 119 nach Bebauungsplan wurde diese Siedlungsstraße 1910 benannt und liegt zwischen Burgfrauenstraße und Am Rosenanger.140px|Am Biberbau (Blickrichtung Burgfrauenstraße)Am Eichenhain ()1620 Eichenhain, kleiner, lichter Eichenwald - Der Verkehrsweg hieß gemäß dem Bebauungsplan zuerst Straße 164. Er liegt zwischen Hainbuchenstraße und Rote Chaussee im Tegeler Forst und lief zur Zeit der Benennung unmittelbar an der Stolper Heide vorbei direkt in den Tegeler Forst. Entlang der ruhigen Wohnstraße am Stadtrand von Berlin stehen überwiegend Einfamilienhäuser. Der südliche Teil der Straße hat Durchgangsverkehr und Kopfsteinpflaster, sodass etwas mehr Verkehrslärm besteht als im nördlichen Teil der Straße, der auch nur einseitig bebaut ist. An der Ecke Neubrücker Straße liegt ein kleiner Teich. Durch ihre Nähe zur Stadtgrenze verläuft hier der Mauerweg. Die Straße ist von der Roten Chaussee als westliche Hauptverkehrsstraße nach Frohnau wichtig, was insbesondere während der West-Berliner Zeit bedeutsam war und auch als Zufahrt zur A 111.140px|Am Eichenhain Ecke Graneweg mit Blick nach SüdAm Grünen Hof ()470 vom Besitzer des ersten Grundstücks gewünschter Name - Zuerst war sie die Straße 148 des Bebauungsplans. Sie ist eine ruhige Wohnstraße mit Kopfsteinpflaster und überwiegend Einfamilienhäuser mit Gärten am Stadtrand von Berlin und liegt zwischen Sigismundstraße und Maximiliankorso. 140px|Am Grünen HofAm Grünen Zipfel ()170 vom ersten Anlieger gewünschter Name ohne Bezug zur Umgebung - Als Straße 138 trassiert liegt sie zwischen Sigismundkorso und Karmeliterweg. Das von Franz Scholz 1912 erbaute Wohnhaus Am Grünen Zipfel 5–7, im Adressbuch 1922 als Scholz’sches Haus (Ecke Dominikanerweg) vermerkt, ist ein Baudenkmalensemble. 140px|Am Grünen Zipfel vom Sigismundkorso ausAm Kahlschlag ()290 Kahlschlag, vollständig abgeholzter Wald Für die Straße 159 nach Bebauungsplan ist bis dahin vorhandener Wald beräumt worden. Sie liegt zwischen Karmeliterweg und Sigismundkorso im nach West konvexen Bogen. 140px|Am KahlschlagAm Kringel ()190 Kringel, unbestimmte Krümmung Die Straße 151 des Bebauungsplans wurde wohl nach einer Umgebungsbesonderheit benannt. Die Straße liegt zwischen Benediktinerstraße und Ludolfingerweg nach West konvex gekrümmt.140px|Am KringelAm Pfingstberg ()130(im Ortsteil) Pfingstberg, hiesige Erhebung In Frohnau befinden sich die Grundstücke 29–41 (ungerade) und 30–36 (gerade), die Straße setzt sich im Süden nach Hermsdorf fort. Der Pfingstberg ist eine Erhebung in dieser Landschaft, wie sie auf einem Kartenausschnitt von 1868 nördlich der Fenne zu sehen ist. Die Straße wurde aus Straße 121 und Straße 62 im Jahr 1930 benannt. Sie liegt zwischen Am Rosenanger und Odilostraße über die Burgfrauenstraße hinweg, im nördlichen Teil verläuft ein auffälliger Bogen nach West, der dem Entenschnabel von Glienicke her ausweicht.140px|Am PfingstbergAm Pilz ()290 pilzförmiger Unterstand an der Oranienburger Chaussee (1910 von Carl Stahl-Urach errichtet) Die Straße führt zwischen Oranienburger Chaussee und Bieselheider Weg im Bogen nordwärts um den Pilzteich. Angelegt wurde die Straße mit der Bebauung der Straße 58 des Bebauungsplans. 140px|Am Pilz östlich vom namensgebenden Pilz 140x140px|zentriert|Unterstellpilz der den Namen gabAm Poloplatz