mini|hochkant=1.4|Übersichtskarte von Berlin-Hermsdorf
Die Liste der Straßen in Berlin-Hermsdorf stellt die im Berliner Ortsteil Hermsdorf liegenden Straßen mit ihren historischen Bezügen dar. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick Allgemeines Der Ortsteil Hermsdorf hat Einwohner (Stand: ) und umfasst den Postleitzahlenbereich 13467.
Im Ortsteil gibt es vier gewidmete Plätze und 107 Straßen, von denen sich sechs in den Nachbarortsteilen fortsetzen oder teilweise dort liegen. Die gesamte Länge der hier aufgeführten Hermsdorfer Straßen beträgt 53,0 Kilometer, amtlich sind 55,4 Kilometer für den Ortsteil genannt. Das Hauptstraßensystem mit übergeordneter Bedeutung in Hermsdorf besteht aus der Berliner Straße (B 96) in Nord-Süd- und dem Hermsdorfer Damm in Ost-West-Richtung. Die Frohnauer Straße (Busverkehr über den Falkentaler Steig) und die Burgfrauenstraße sind dagegen von regionaler Bedeutung als Verbindung nach Frohnau.
Beschreibung des Straßensystems Noch um 1900 war Hermsdorf eine kleine märkische Landgemeinde, deren Hauptstraße (seit 1902 Berliner Straße) als Chaussee durch den alten Ortskern vorbeiführte. Die davon abgehende Landstraße nach Schulzendorf kreuzt ortsfern eine Chaussee im Verlauf des heutigen Hermsdorfer Damms und trifft in Höhe des Bahnhofs Hermsdorf auf die Chaussee nach Oranienburg., Hermsdorf am obersten Kartenrand Das Straßensystem ist durch Trassen geprägt,Brix und Genzmer: Wettbewerb Groß-Berlin 1910. Hauptverkehrslinien im Norden, Hermsdorf (1908–1910) die insbesondere nach 1877 durch den Anschluss an die Bahnlinie Berlin–Neustrelitz und ab 1925 durch die Eröffnung einer S-Bahn-Station nach Oranienburg zu einem Siedlungsort für Berliner Sommergäste wurde.
Der historische Dorfkern um Alt-Hermsdorf und die Lage des Gutes erforderte für die Durchgangsstraße – die Hennigsdorfer Chaussee – einen Bogen nach Westen. Die Anlage der Bahnlinie vor dem Ausbau des Straßensystems führte dazu, dass einige Straßen parallel zur Bahnstrecke und getrennt durch sie verlaufen. Für die Straßenplanungen um Hermsdorf bis zur Eingliederung in Groß-Berlin im Jahr 1920 wirkte sich die damalige anders liegende Grenze zu Tegel und die Zugehörigkeit zum Amtsbezirk gemeinsam mit Dalldorf, Lübars und Waidmannslust aus.
Als 1898 eine Solquelle in Hermsdorf (Mark) erbohrt wurde, sollte der Ort zur Kurstadt werden. An der Kurhausstraße entstand das „Kurhaus Hohenzollernbad“ (seit den späten 1990er Jahren „Vivantes Krankenhaus Wiesengrund“). Diese Solquelle versiegte bereits um 1908, aber in einigen Straßennamen ist die Erinnerung erhalten. Die vor 1910 angelegten Straßen der Landgemeinde zeugen von den Erwartungen auf ein Aufstreben als Kurort, die geringe Bebauung nach dem Übersichtsplan Hermsdorf und Lübars-Waidmannslust, insbesondere im Kurviertel (westlich der Bahnlinie) gibt Zeugnis von der nachfolgenden schwachen Nachfrage. Insbesondere östlich der Bahnlinie wurden Straßen zwar schon im heutigen Straßenraster angelegt, blieben jedoch lange Zeit ohne Bebauung. Negativ auf die Bebauung der oft schon vor 1902 angelegten Straßen wirkten die Kriegsereignisse ab 1914 und die nachfolgende Inflationszeit, sodass erst um 1935 die Anzahl der bebauten Grundstücke wesentlich zunahm. Infolge des Versiegens der Solquelle und der ab 1920 erfolgten Eingliederung von Hermsdorf als Ortsteil in Groß-Berlin wurden bereits angelegte und benannte Straßen in größerem Maße umbenannt. Am Kartenmaterial zeigt sich, dass die vor 1908 durch die „Hermsdorfer Boden-Aktien-Gesellschaft“ vergebenen Straßennamen nicht durchgehend oder eindeutig den unbebauten Straßen zugeordnet waren. So sind Seeblick-, Calvin- oder Wachsmuthstraße an verschiedenen Stellen angegeben gewesen, hinzu kommen einige nicht eindeutige Straßenführungen. Parzellierungen für Wohnbauten oder Restaurants aus der Solbadzeit wurden in den 1930er Jahren neu geplant. Neuangelegt wurde die nördliche (zu Frohnau hin liegende) Erweiterung der Fläche der „60er Straßen“ des Bebauungsplans zwischen Bahnlinie, Burgfrauen-, Berliner Straße und Hermsdorfer Damm, die 1930 benannt wurden und die im Gebiet des Gutes und Gutsparks liegenden „80er Straßen“ wurden 1939 benannt. Im Wesentlichen wurden zunächst die Grundstücke an den bestehenden und seit langem angelegten Straßen von Hermsdorf-West (Kurviertel), um den Bahnhof und um das Landschaftsschutzgebiet im Osten bebaut.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum derBenennung Anmerkungen BildAlmutstraße ()130 Almut, weiblicher Vorname align= right Die Straße liegt zwischen Berliner Straße und Alt-Hermsdorf. Sie wurde vor 1902 angelegt und hieß bis 1961 Kirchstraße. Die Kirche des Dorfs Hermsdorf stand auf dem Dorfplatz, wurde aber wohl im 18. Jahrhundert abgerissen. Die Umbenennung im Jahr 1961 ist in der Mehrdeutigkeit von Berliner Straßennamen seit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 begründet. Die ruhige Wohnstraße ist an der südlichen Seite mit Einfamilienhäusern bebaut, an der Nordseite steht die neu errichtete Hermsdorfer Dorfkirche.zentriert|140x140px|Almutstraße von Ecke Alt-Hermsdorf westwärtsAlt-Hermsdorf ()250 Hermsdorfer Ortsteilkern align= right Die Straße geht von der Seebadstraße in beiden Richtungen als Sackgasse ab. In der ruhigen Lage stehen gut erhaltene historische Wohnhäuser sowie das Heimatmuseum Hermsdorf. Mit der Besiedlung des Dorfs durch Berliner Bürger nach dem Bahnanschluss und dem wachsenden Straßennetz wurde die Dorfstraße noch vor 1902 in Hauptstraße umbenannt. Um die vielen Hauptstraßen nach der Bildung von Groß-Berlin zu verringern, wurden sie nach und nach – in Hermsdorf 1952 – durch Vorsetzen der Silbe „Alt-“ zum Namen der Ortsteile oder Ortslagen zu eindeutigen Straßennamen geformt. Das Heimatmuseum Reinickendorf entstand im Jahr 1980 im ehemaligen Schulhaus in Alt-Hermsdorf und ist nach über 60-jähriger Sammlungsperiode das zentrale Archiv zur Geschichte Reinickendorfs. Eine öffentlich nutzbare Präsenzbibliothek mit einem Bestand von etwa 4000 Büchern ergänzt das Heimatmuseum.Webseite des Heimatmuseums In der Nähe der Kirche befinden sich in Alt-Hermsdorf 2/3, 8, 10, 11 und 27 noch Bauernhäuser, die aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen.zentriert|140x140px|Alt-Hermsdorf Blick zum Heimatmuseum und KircheAm Buchenberg ()190 Lage am Buchenbergalign= right Als Straße 138 des Bebauungsplans trassiert, geht sie von der Martin-Luther-Straße als Sackgasse in einem (unvollendeten) Ring nordwestwärts. Sie liegt in der „Siedlung Heimgarten“.zentriert|140x140px|Am BuchenbergAm Dominikusteich ()330 Dominikusteich, am Dominikuskrankenhausalign= right Die Straße wurde bei der Erschließung des Krankenhausgeländes für eine Eigenheimsiedlung angelegt. Sie führt von der Frohnauer Straße westwärts als T-förmige Sackgasse und Zufahrtsstraße zu den 35 Grundstücken 1–24 (fortlaufend, teilweise zusätzlich mit a geteilte Grundstücke). Die Straße endet im Osten am Gelände des Vivantes Humboldt-Klinikums (Wiesengrund).zentriert|140x140px|Am DominikusteichAm Freibad ()180(im Ortsteil) Freibad Lübars am Ziegeleisee align= right Die Straße verläuft zwischen der Brücke am Südhofgraben und der Ortsteilgrenze über die Brücke am Ostufer des Tegeler Fließes. Sie setzt sich ostwärts nach Lübars fort. Die Straße war seit den 1910er Jahren als Verbindungsstraße (durch die ) nach Lübars und Rosenthal (damals noch im Verwaltungsbezirk Reinickendorf) projektiert.Übersichtsplan Hermsdorf (nach 1905) Im Adressbuch 1943 ist die Seebadstraße durchgehend bis an die Gemarkung Lübars angegeben, wobei östlich des Lotoswegs keine weiteren Grundstücke bebaut sind.zentriert|140x140px|Am Freibad in HermsdorfAm Lehnshof ()320 Lage des Gutes Hermsdorfalign= right Die Straße wurde auf den Trassen von Straße 87, Straße 88 und dem südlichen Teil der Straße 86 des Bebauungsplans auf dem Gelände des Gutes Hermsdorf (vormals ein Lehnsgut), das bis zum 17. Jahrhundert ein Lehen war, angelegt. Die Straße liegt als 30er-Zone im Süden des ursprünglichen Dorfgebiets zwischen Berliner Straße und dem Rundlingssteig mit den Grundstücken Am Lehnshof 1–21 (ungerade) und 4–28 (gerade). Im Jahr 1943 waren sechs Einparteien- und vier Mehrparteienhäuser bereits bezogen, die weiteren Grundstücke noch unbebaut.zentriert|140x140px|Am Lehnshof ostwärts vom RundlingssteigAm Pfingstberg ()370(im Ortsteil)Pfingstberg, Erhebung in dieser Gegendauf einem Kartenausschnitt von 1868 nördlich der Fenne zu sehenalign= right Im Ortsteil befinden sich die Grundstücke 1–27a (ungerade) und 2–28 (gerade) zwischen Odilo- und Burgfrauenstraße. Am Pfingstberg setzt sich in Frohnau fort und wechselt am westlichen Ende des aus Brandenburg ragenden Entenschnabels die Ortsteile und berührt hier die Stadtgrenze. Die Straße wurde im Ortsteil als Straße 62 des Bebauungsplans trassiert und ist wie die anderen „60er Straßen“ im Viertel nördlich des Hermsdorfer Damms östlich der Bahnstrecke bereits im Adressbuch von 1925 vermerkt, in Frohnau war die projektierte Straße 121 des Frohnauer Bebauungsplans das Gegenstück. Im Adressbuch von 1935 ist die Straße zwischen Odilo- und Burgfrauenstraße auf den Grundstücken mit sechs Einfamilienhäusern bebaut, in Frohnau noch unbebaut. Während der Mauerzeit befand sich hier eine besondere Stelle von West-Berlin, wegen der Form „Entenschnabel“ genannt. Das nach 1990 neu bebaute mauerberührende Grundstück 30/32 liegt auf Frohnauer Gebiet, der Frohnauer Straßenverlauf etwas westwärts versetzt ist.zentriert|140x140px|Am PfingstbergAm Ried ()410 Ried, Lage am LSG des (vormals hier liegenden) Großen Seesalign= right Die Straße mit einem östlichen Abzweig und davon einem nördlichen führt von der Seebadstraße nach Norden. Am westlichen Straßenrand befinden sich der Sportplatz und der Tennisplatz des VfB Hermsdorf. Nach Bebauungsplan liegt die Straße auf den Trassen von Straße 47 und Straße 49. Im Bereich der Straße Am Ried war seit den 1910er Jahren eine großzügigere Straßenführung vorgesehen. Straße 47 ist zwischen Alt-Hermsdorf (gegenüber der Kirche) und Seebadstraße (gegenüber Lotosweg) durchgehend eingezeichnet, Straße 49 ist später als Weg zum Sportplatz nördlich der Seebadstraße (gegenüber Seestraße) bis in das (nördlicher Abschnitt von Am Ried) LSG Fließtal hinein zur querliegenden Straße 48 angegeben. Diese Querstraße und die zu Straße 49 parallele Straße 50 (ebenfalls über Straße 47 hinweg bis Seebadstraße) wurden nicht realisiert, sie umschließen etwa das Gelände des Sportplatzes und führen durch das Schulgelände (Grundschule am Fließtal). Die (notwendige) Parzellierung des Schulte-Lauk’schen Geländes an der Seebadstraße stammt aus dem Jahr 1936.Architekturmuseum TU Berlin: Parzellierungsplan des Garten Born Seebadstraße, Berlin-Hermsdorf (Born nicht ausgeführtes Proj.) Am Straßenbeginn (vor dem Ostknick), vormals Straße 49 auch Weg zum Sportplatz, befindet sich der für Fahrverkehr abgesperrte Weg ins Landschaftsschutzgebiet (LSG Fließtal). Am nördlichen Abzweig (vormals verlängerte Straße 49) ist das LSG durch den Wendehammer vor den querstehenden Grundstücken 11f und 13g unzugänglich, im weiteren Verlauf des Abschnitts nach Osten grenzen alle nördlich der Straße liegenden Grundstücke an dieses Schutzgebiet.140px|Am Ried von Seebadstraße nordwärtsAm Seeschloß