Trasacco ist eine italienische Gemeinde (comune) mit Einwohnern (Stand ) in der Provinz L’Aquila, Region Abruzzen.

Geographie Die Gemeinde liegt in der Marsica im Abruzzischen Apennin auf , etwa 46 Kilometer südsüdwestlich der Provinzhauptstadt L’Aquila. Der Ort wurde am nordwestlichen Ende des Vallelonga am Rand des im 19. Jahrhundert trockengelegten Fuciner Sees errichtet.

Etymologie Der Name der Siedlung stammt vom lateinischen trans acquas (über die Wasser) und bezeichnet die Lage bzgl. des antiken Marruvium, das im Bereich des Fuciner Sees lag.

Geschichte In der Antike war der Ort ein Vicus namens Supinum oder vielleicht Supinas und lag im Gebiet der Marser. Zwei hier überlieferte Weihinschriften bezeugen die marsische Sprache.Helmut Rix: Sabellische Texte. Die Texte des Oskischen, Umbrischen und Südpikenischen. Universitätsverlag C. Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-0853-7, S. 66–67.

Inschriftlich ist bezeugt, dass das Dorf spätestens in der Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. über ein Theater verfügte. Die Fertigstellung wurde mit zweitägigen Festspielen gefeiert.

Auf den Fundamenten der Claudius-Villa wurde im 13. Jahrhundert die Basilika Santi Cesidio e Rufino errichtet.

Persönlichkeiten Eusebio Septimio Mari (1916–1965), Bischof

Literatur Hans Philipp: Supinum. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band IV A,1, Stuttgart 1931, Sp. 939.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in den Abruzzen