Heinrich Schier (* 9. Mai 1895 in München; † 24. September 1986 ebenda) war ein deutscher Filmproduzent und Filmkaufmann.

Leben und Wirken Der Sohn eines Kunstmalers hatte sich in einem kaufmännischen Beruf versucht, ehe er 1920 zum Film kam. Sein erster Arbeitgeber wurde die Produktionsfirma Emelka in seiner Heimatstadt München. Bis zu Beginn des Tonfilms arbeitete Schier bei diversen Filmgesellschaften als Geschäftsführer.

Im Anschluss daran begann Heinrich Schier seine Tätigkeit als Produktions- bzw. Herstellungsleiter, zunächst vor allem für die Produktionsfirma von Robert Neppach. In den Jahren 1936 bis 1939 war Heinrich Schier exklusiv für den Schauspieler-Regisseur-Produzenten Luis Trenker tätig. Im April 1945, wenige Tage vor Kriegsende, wurde er in die Leitung der de facto nicht mehr existenten Prag-Film berufen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Schier, der als Mitgründer (‘Merkur-Film’) und Geschäftsführer (‘Artus-Film’) auch weiterhin im kaufmännischen Sektor innerhalb der Filmbranche tätig war, nur noch gelegentlich als Produzent.

Heinrich Schier war mit der Filmeditorin Friedel Buckow verheiratet.

Filmografie als Produktionsleiter, Herstellungsleiter oder Produzent 1934: La Paloma. Ein Lied der Kameradschaft 1934: Die Liebe und die erste Eisenbahn 1934: Punks kommt aus Amerika 1936: Karneval (Kurzfilm) 1937: Condottieri 1938: Der Berg ruft 1938: Liebesbriefe aus dem Engadin 1939: Grenzfeuer 1949: Die Reise nach Marrakesch 1950: Kronjuwelen 1950: Glück aus Ohio 1951: Das ewige Spiel 1953: Die Junggesellenfalle 1957: Mädchen und Männer (La ragazza della salina) 1958: Ein Amerikaner in Salzburg 1958: Kanonenserenade 1960: Bumerang 1963: Zwei Whisky und ein Sofa

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films – Band 7: R – T. Robert Ryan – Lily Tomlin. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 102.

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