mini|hochkant|Eugenio Calabi

Eugenio Calabi (* 11. Mai 1923 in Mailand, ItalienLebensdaten nach American Men and Women of Science, Thomson Gale 2004; † 25. September 2023 in Beaumont, Texas, Vereinigte Staaten) war ein italienisch-US-amerikanischer Mathematiker mit Fachgebiet Differentialgeometrie.

Leben Eugenio Calabi wurde als eines von 4 Kindern in eine bürgerlich-jüdische Familie in Mailand geboren. Infolge der Italienischen Rassengesetze von 1938 wanderte die Familie Calabi zunächst nach Frankreich und schließlich in die USA aus. Er studierte zunächst Chemie am Massachusetts Institute of Technology, bevor er 1943 zum Militär eingezogen wurde. Seinen Bachelor erhielt er nach Ende des Krieges im Juni 1946. Im Anschluss studierte er an der University of Illinois mit dem Masterabschluss 1947. 1950 erhielt er an der Princeton University, an der er ab 1947 Instructor war, seinen Ph.D. Calabis betreuender Professor war Salomon Bochner. 1951 wurde er Assistant Professor an der Louisiana State University und 1955 Assistant Professor und danach Professor an der University of Minnesota.

1964 wurde Calabi zum Professor für Mathematik an der University of Pennsylvania, ab 1969 auf dem „Thomas-A.-Scott-Lehrstuhl“. Von 1973 bis 1976 stand er der Mathematik-Fakultät vor. 1994 wurde er emeritiert.

1958/59 war er am Institute for Advanced Study. 1962/63 war er Guggenheim Fellow. Er war Fellow der American Mathematical Society.

Seine Arbeit über Kähler-Metriken führte zur Entwicklung der Calabi-Yau-Mannigfaltigkeiten, die zu seiner wichtigsten Arbeit zählen. Er vermutete 1954,Calabi The space of Kähler metrics, Proc. Internat. Congress Math. Amsterdam, 1954, S. 206–207, On Kähler manifolds with vanishing canonical class, in Algebraic geometry and topology. A symposium in honor of Solomon Lefschetz, Princeton University Press, 1957, S. 78–89 dass Kähler-Mannigfaltigkeiten mit verschwindender erster Chernklasse Ricci-flachedas heisst verschwindende Ricci-Krümmung Kähler-Metriken haben (was gleichzeitig Calabi-Yau-Mannigfaltigkeiten definiert), bewiesen von Shing-Tung Yau 1977.

1962 hielt er einen Vortrag auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Stockholm (Operational calculus in several variables).

Calabi hatte die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Er war ab 1952 verheiratet und hatte ein Kind.

Er starb am 25. September 2023 in Beaumont (Texas) im Alter von 100 Jahren.

Auszeichnungen 1982 Wahl in die National Academy of Sciences 1991 Leroy P. Steele Prize der American Mathematical Society für seine Arbeit auf dem Gebiet der Differentialgeometrie Verdienstorden der Italienischen Republik

Veröffentlichungen Eugenio Calabi (Autor), Jean-Pierre Bourguignon, Xiuxiong Chen und Simon Donaldson (Hrsg.): Collected works. Springer, Berlin , ISBN 978-3-662-62133-2

Literatur Jean-Pierre Bourguignon, Balázs Szendrői: Gene Calabi at 100 – Memorable encounters with Eugenio Calabi. In: European Mathematical Society Magazine. Nr. 128, 2023, S. 30–35, doi:10.4171/MAG/144

Einzelnachweise

Weblinks

Eugenio Calabi Interviewed by Linda Arntzenius, January 21, 2016 Quintessentially Science Fiction. An Interview with Eugenio Calabi, Hosted by Claude LeBrun, on Behalf of the Simons Center. 2019

Kategorie:Differentialgeometer (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (University of Pennsylvania) Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:Italienischer Emigrant in den Vereinigten Staaten Kategorie:Fellow der American Mathematical Society Kategorie:Hundertjähriger Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1923 Kategorie:Gestorben 2023 Kategorie:Mann