Großenwörden (plattdeutsch Grootwöörn) ist ein Dorf und eine Gemeinde im Landkreis Stade in Niedersachsen. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Himmelpforten hat. Der Ort wurde erstmals 1255 als Wurden in einer Schenkungsurkunde des Ritters Friedrich von Haseldorf II. erwähnt.
Geographie Lage Großenwörden liegt in der Marsch der Oste am Rande zum Kehdinger Moor. Am Nordwestrand der Gemeinde mündet die Rönne in die Oste.
Nachbargemeinden Nachbarorte sind Hüll im Norden, Dornbuschermoor, Theisbrüggermoor und Drochtersen im Nordosten, Aschhornermoor, Drochtersermoor und Gauensiekermoor im Osten, Engelschoff und Neuland im Südosten, Wisch im Süden, Kleinwörden, Hechthausen und Bornberg im Südwesten, Basbeck und Sethlerhemm im Westen und Osten, Altendorf und Rönndeich im Nordwesten.
Geschichte Vor 1885 gehörte Großenwörden zum Amt Himmelpforten. 1885 wurde die Gemeinde Teil vom Kreis Neuhaus, wechselte aber 1932 mit Hüll und Neuland zum jetzigen Landkreis Stade.
Im Zuge der Gebietsreform wurde Großenwörden zum 1. Juli 1972 Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Himmelpforten, die mit der Samtgemeinde Oldendorf am 1. Januar 2014 zur neuen Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten fusionierte.
Am 28. April 2017 wurde der in der Dorfstraße befindlich Filialbetrieb der Volksbank Stade-Cuxhaven im Ort geschlossen.
Einwohnerentwicklung 1848:Friedrich W. Harseim, C. Schlüter: Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. 1848, S. 134 () 518 Personen 87 Häuser 1858:Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Berlin 1873, S. 142 (Google Books) 544 1910: 508 1925: 454 1933: 467 1939: 586 1988:LSKN-Online 461 1993: 460 1998: 490 2003: 476 2008: 459 2012: 462
Religion Großenwörden ist evangelisch-lutherisch geprägt und gehört zur Kirchengemeinde Horst in Burweg/Großenwörden. Für die wenigen Katholiken ist die Kirchengemeinde Heilig Geist in Stade zuständig.
Politik Gemeinderat Der Rat der Gemeinde Großenwörden besteht aus sieben Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl bis zu 500 Einwohnern. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.
Die letzte Kommunalwahl von September 2021 ergab:Gemeinde Großenwörden – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016, abgerufen am 6. April 2017.
Partei/Wählergruppe Stimmenanteil Sitze WG Großenwörden (WGG) 100 % 7
+ Vorherige Wahlergebnisse Partei/Wählergruppe 2016 2011 2006 WG Großenwörden (WGG) 7 7 7
Bürgermeister Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Martin Doerksen (WG Großenwörden) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode., abgerufen am 6. April 2017.
Gemeindevorsteher: 1856–1862: Johann Hinrich von Holten 1862–1868: Ernst Friedrich von Rönn 1868–1873: Claus Hinrich Bammann 1874–1916: Johann Oelrich 1916–1933: Ernst von Rönn
Bürgermeister: 1933–1945: Gustav Schlichting 1945–1946: Heinrich von der Lieth 1946–1968: Hinrich Braack 1968–1991: Gerhard Doerksen 1991–2001: Erich Kahrs 2001–2006: Hubert von der Lieth 2006–2021: Bernhard Witt seit 2021: Martin Doerksen
Wappen Blasonierung: „In Grün ein silberner erniedrigter Wellenbogen; oben ein silbernes Fachwerkhaus mit silbernem Stirngiebel und roter Ausfachung; unten fächerförmig ein silberner Erlenzweig mit rechts zwei Zäpfchen und links einem Blatt.“
Das Gemeindewappen, im Frühjahr 2001 von dem Bremer Heraldiker Horst Scheffler gestaltet, zeigt auf wiesengrünem Grund das ortstypische Niedersachsenhaus mit roter Ausfachung und silbernem Fachwerk sowie einen silbernen Wellenbogen, der den Großenwördener Ostebogen symbolisiert. Ein Erlenzweig weist auf die Erlenbestände hin, die in Großenwörden die Entwässerungsgräben säumen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Marienkirche zu Großenwörden mini|hochkant|Kriegerdenkmal
Bauwerke
Marienkirche: Einschiffiger Fachwerkbau mit vierseitiger Apsis und hölzernem Glockenturm von 1636 Kriegerdenkmal Die Sage vom Pappenheimer Loch
Regelmäßige Veranstaltungen 1. Advent: Weihnachtsmarkt am Großenwördener Hof
Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Der nächste Bahnhof liegt 8 km entfernt in Himmelpforten an der Niederelbebahn.
Bildung Die Volksschule in Großenwörden wurde 1975 geschlossen. seither besuchen die Schüler aus Großenwörden die Grundschule in Himmelpforten und weiterführende Schulen in Himmelpforten (Oberschule mit Gymnasialzweig) und Stade (Vincent-Lübeck-Gymnasium).
Tourismus mini|Die Sage vom „Pappenheimer Loch“ spielte sich in Großenwörden zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges ab. Der Ort liegt an der Deutschen Fährstraße.
Persönlichkeiten Der Pomologe Eckart Brandt lebt und arbeitet in Großenwörden. Die Travestiekünstlerin Lilo Wanders wohnt ebenfalls hier.
Literatur Thomas Schütt: NEULAND in der Ostemarsch – Auf den Spuren eines Dorfes, Lamstedt / Neuland 2018 G. von Issendorff: Kloster und Amt Himmelpforten, Himmelpforten 1911/13 Hrsg. v. Oskar Karpa: Die Kunstdenkmale des Landes Niedersachsen – Landkreis Stade, 1965
Weblinks
Website der Gemeinde Großenwörden Gemeinde Großenwörden bei der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten Aktuelles aus Großenwörden denkmalprojekt.org
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Stade
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