Das Dekanat Silz ist ein Dekanat der römisch-katholischen Diözese Innsbruck.

Pfarren mit Kirchengebäuden Pfarre Seelsorgeraum Ink. Patrozinium Kirchengebäude Bild Barwies Mieminger Plateau (Barwies – Mieming – Wildermieming) Dreifaltigkeit Pfarrkirche Barwies 70px Gurgl Johannes Nepomuk Pfarrkirche Obergurgl Filialkirche Untergurgl Filialkirche Hochgurgl 70px Haiming Haiming (Haiming – Haimingerberg – Ochsengarten – Ötztal-Bahnhof) Chrysanthus und Daria Pfarrkirche HaimingExpositurkirche Haimingerberg 70px Huben im Ötztal Längenfeld (Gries-Sulztal – Huben – Längenfeld) Martin von Tours Pfarrkirche Huben im Ötztal 70px Längenfeld Längenfeld (Gries-Sulztal – Huben – Längenfeld) Katharina von Alexandrien Pfarrkirche LängenfeldKaplaneikirche Gries im Sulztal 70px Mieming Mieminger Plateau (Barwies – Mieming – Wildermieming) Mariä Himmelfahrt Pfarrkirche UntermiemingFilialkirche Obermieming 70px Mötz Maria Schnee Pfarrkirche MötzWallfahrtskirche LocherbodenUrsprungskapelle LocherbodenNachtwallfahrtskapelle LocherbodenKapelle Birgele 70px Obsteig Josef von Nazaret Pfarrkirche Obsteig 70px Ochsengarten Haiming (Haiming – Haimingerberg – Ochsengarten – Ötztal-Bahnhof) Mariä Heimsuchung Pfarrkirche Ochsengarten 70px Oetz Ötz – Sautens Georg und Nikolaus von Myra Pfarrkirche Oetz Filialkirche Oetzerau 70px Ötztal-Bahnhof Haiming (Haiming – Haimingerberg – Ochsengarten – Ötztal-Bahnhof) Josef der Arbeiter Pfarrkirche Ötztal-Bahnhof 70px Sautens Ötz – Sautens Mariä Heimsuchung Pfarrkirche Sautens 70px Silz Peter und Paul Pfarrkirche SilzExpositurkirche KühtaiHofkapelle Kühtai 70px Sölden Mariä Heimsuchung Pfarrkirche SöldenKaplaneikirche Heiligkreuz 70px Stams Stift Stams Johannes der Täufer Pfarrkirche Stams 70px Tumpen Umhausen – Tumpen – Köfels – Niederthai Martin von Tours Pfarrkirche Tumpen 70px Umhausen Umhausen – Tumpen – Köfels – Niederthai Veit Pfarrkirche UmhausenExpositurkirche KöfelsKaplaneikirche Niederthai 70px Vent Hl. Jakobus Pfarrkirche Vent 70px Wildermieming Mieminger Plateau (Barwies – Mieming – Wildermieming) Nikolaus von Myra Pfarrkirche Wildermieming 70px

Dekanat Silz Das Dekanat umfasst 19 Pfarren, drei Exposituren und drei Kaplaneien.

Geschichte Der erste Pfarrer von Silz war ein Magister Peter, der im Jahre 1233 in Brixen bei einer bischöflichen Rechtshandlung als Zeuge genannt wird. Seinem Seelsorgebezirk unterstanden neben der Urpfarre Silz auch die Filialkirchen Haiming, Ötz, Sautens, Umhausen, Längenfeld, Sölden, und – bis zur Gründung des Klosters Stams – die Kapelle zum hl. Johannes dem Täufer in Stams. Diese hierarchische Ordnung wurde mit einem Schlag auf den Kopf gestellt, als Bischof Bruno von Brixen 1272 mit Zustimmung seines Kapitels die Johanneskapelle von der Pfarre Silz abtrennte und diese mit den Filialkirchen dem neu gegründeten Kloster Stams unterstellte. Als Patronatsherren waren die Prälaten von Stams berechtigt, in den genannten kirchlichen Bezirken die Verwaltung des Kirchenvermögens sowie die Einhaltung der kirchlichen Vorschriften zu überwachen, Dispense zu erteilen und andere pfarrliche Angelegenheiten zu ordnen. Da die Klosteroberen diese Rechte sehr weit auslegten und in ihrem Territorium Freiheiten für sich in Anspruch nahmen, die sonst nur einem Bischof zustehen, kam es mit dem Pfarrer von Silz immer wieder zu schweren Zerwürfnissen. Da der Pfarrverwalter von Silz vom Stift nur als „vicarius ad nutum amovibilis“ (jederzeit abrufbar) eingesetzt war, musste dieser – wenn seine Amtsführung nicht den Vorstellungen des Abtes entsprach – von heute auf morgen mit seiner Absetzung rechnen. Diese Abhängigkeit versuchten die Vikare in Silz dadurch abzuschütteln, dass sie sich nach einer Maßregelung durch den Abt hilfesuchend an das Konsistorium in Brixen wandten. Da diese kirchliche Behörde daran interessiert war, die klösterlichen Freiheiten in der Diözese zurückzudrängen und die eigene Machtstellung auszubauen, waren ihre Beschwerden oft von Erfolg gekrönt. Der sich daraus zwischen dem Kloster Stams und dem Bischof von Brixen entwickelnde Exemtionsstreit wurde erst unter Abt Georg Nussbaumer III. von Stams entschieden. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die pfarrlichen Verhältnisse des Klosters zur Pfarre Silz auf eine neue Grundlage gestellt. Ein Relikt aus der Gründungszeit des Klosters ist das Recht der Prälaten von Stams, dem Bischof bei der Bestellung eines neuen Pfarrers in Silz einen geeigneten Kandidaten vorzuschlagen (Präsentationsrecht).

1858 wurde in Silz ein eigenes vom Dekanat Flaurling abgetrenntes Dekanat Silz errichtet, dem damals 22 Seelsorgestationen angehörten.Kundmachung der k. k. Statthalterei für Tirol und Vorarlberg vom 27. April 1858, hinsichtlich der Errichtung eines neuen Dekanates und Schuldistrikts-Inspektorats in Silz. "ALEX Historische Rechts- und Gesetzestexte Online" Sitz des Dekanates war von 1858 bis 2014 das Pfarramt Silz.

Dekane 1858–1868 Josef Öttl aus Kappl 1868–1887 Alois Vogl 1888–1894 Johann Tschuggmall 1894–1913 Alois Schönherr 1913–1938 Josef Sparber 1938–1960 Raimund Wallnöfer 1960–1973 Anton Draxl 1974–2015 Josef Tiefenthaler seit 2015 Stefan Hauser, Pfarrer in Längenfeld

Weblinks Karte des Dekanats, Stand 1. Oktober 2013

Einzelnachweise

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