Lichtenau ist eine Gemeinde im Landkreis Mittelsachsen (Sachsen).

Geographie Im Süden grenzt Lichtenau an die Stadt Chemnitz. Im Westen stellt der Fluss Chemnitz und im Osten die Zschopau die Gemeindegrenze dar.

Ortsgliederung Die Gemeinde umfasst insgesamt acht Ortsteile:

Geschichte mini|Rathaus der Gemeinde Lichtenau in Auerswalde

Die Dörfer im Gemeindegebiet tragen deutsche Ortsnamen. Dies und die allen gemeinsame Einteilung der Fluren in Hufenstreifen legen die Vermutung nahe, dass die Dörfer im 12. Jahrhundert im Verlauf der mittelalterlichen Ostsiedlung gegründet worden sind.

Geschichte des Ortsnamens Namensgebend sind die ursprünglich selbständigen Gemeinden Nieder- und Oberlichtenau. Beide Dörfer wurden 1350 erstmals im Urkundenbuch Friedrich des Strengen erwähnt.Ernst Eichler, Hans Walther (Hrsg.): Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen, Berlin 2001, Band I, S. 591, ISBN 3-05-003728-8.

Entstehung und Eingemeindungen Am 1. Januar 1994 wurden die Gemeinden Niederlichtenau und Oberlichtenau zur ersten Gemeinde Lichtenau zusammengeschlossen. Fünf Jahre später, am 1. Januar 1999, schloss sie sich im Zuge einer Gemeindegebietsreform mit den vormals selbstständigen Orten Auerswalde und Ottendorf zu einer neuen Gemeinde zusammen, die zunächst den Namen Auerswalde trug. Am 11. September 2000 wurde sie in Lichtenau umbenannt.

Ehemalige Gemeinde bzw. Gutsbezirk Datum Anmerkung Auerswalde 1. Januar 199911. September 2000Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen Zusammenschluss mit Lichtenau und Ottendorf zu Auerswalde,Umbenennung in Lichtenau Biensdorf vor 1875Gemeinde- und Ortsverzeichnis für das Königreich Sachsen, 1904, Herausgeber: Statistische Bureau des königlichen Ministeriums des Inneren Eingemeindung nach Krumbach Garnsdorf 1. Januar 1994 Eingemeindung nach Auerswalde Krumbach 1. Oktober 1994 Eingemeindung nach Ottendorf Lichtenau 1. Januar 1999 Zusammenschluss mit Auerswalde und Ottendorf zu Auerswalde Merzdorf 1. Januar 1967Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt Eingemeindung nach Niederlichtenau Niederlichtenau 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit Oberlichtenau zu Lichtenau Oberlichtenau 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit Niederlichtenau zu Lichtenau Ottendorf 1. Januar 1999 Zusammenschluss mit Auerswalde und Lichtenau zu Auerswalde Staatsforstrevier Frankenberg, Gutsbezirk 11. Dezember 1948Ministerium des Innern des Landes Sachsen (Hrsg.): Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere. 1952. Teileingliederung nach Krumbach Staatsforstrevier Frankenberg, Gutsbezirk 12. Juni 1948 Teileingliederung nach Merzdorf im Zuge der Bodenreform

Politik

Gemeinderat Der zur Gemeinderatswahl am 9. Juni 2024 gewählte Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen:

+letzte GemeinderatswahlenListe202420192014Sitzein %Sitzein %Sitzein %Freie Wähler Auerswalde, Lichtenau und Ottendorf e. V.736,5632,9734,1AfD527,1320,2––CDU422,3529,8840,2SPD17,1–––4,2Linke17,1211,9317,2Grüne––15,2––IV–––––2,6FDP–––––1,7Wahlbeteiligung76,2 %71,3 %56,2 %

Bürgermeister Bürgermeister der Gemeinde ist seit dem 3. November 2014 Andreas Graf (CDU) und wurde zuletzt am 26. September 2021 mit 77,9 % erneut gewählt.https://wahlen.sachsen.de/buergermeisterwahl-2021-wahlergebnisse.php?landkreis=14522&gemeinde=14522330&_ptabs=%7B%22%23tab-wahlgang_eins%22%3A1%7D +letzte BürgermeisterwahlenWahlBürgermeisterVorschlagWahlergebnis (in %)2021Andreas GrafCDU77,9201446,52009Michael PollokDr. Pollok47,4200254,6199458,9

Gemeindepartnerschaft Mit der bayerischen Stadt Neustadt am Kulm besteht eine Städtepartnerschaft. Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Lichtenau liegt an der Autobahn Chemnitz–Dresden (A 4). Die Anschlussstelle „Chemnitz-Ost“ sowie die Autobahnraststätte „Auerswalder Blick“ befinden sich in der Nähe. Südlich des Orts verläuft die Bundesstraße 169.

Die Gemeinde ist über die Strecke Riesa–Chemnitz an das Eisenbahnnetz angeschlossen und besitzt Bahnhöfe in den Ortsteilen Oberlichtenau und Ottendorf, von wo die ChemnitzBahn nach Mittweida und in die Chemnitzer Innenstadt fährt. In Tagesrandlagen halten auch die Züge der Mitteldeutschen Regiobahn. Ein dritter Bahnhof (Auerswalde-Köthensdorf) war an der seit 2002 weitgehend stillgelegten Chemnitztalbahn von Chemnitz nach Wechselburg.

Die Orte Auerswalde und Garnsdorf sind an den Chemnitztalradweg auf der ehemaligen Trasse der Chemnitztalbahn angeschlossen.

Ortsansässige Unternehmen Lichtenauer Mineralquellen Tunap

Religion In Niederlichtenau, Ottendorf und Auerswalde gibt es je eine evangelisch-lutherische Kirche, die jede zu einem anderen Kirchenbezirk (Marienberg, Leisnig-Oschatz bzw. Chemnitz) der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens gehört. Dazu gibt es in Auerswalde und in Merzdorf eine Landeskirchliche Gemeinschaft.

Bildung mini|Oberschule Lichtenau in Oberlichtenau Die Gemeinde Lichtenau besitzt drei Grundschulen in Niederlichtenau, Ottendorf und Auerswalde, sowie eine Oberschule in Oberlichtenau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Lichtenau mini|Sonnenlandpark Lichtenau, Riesenrad Sonnenland- Erlebnispark Lichtenau, u. a. mit Riesenrad, Indoor-Spielplatz, Deutschlands höchstem Rutschenturm, Wellenflieger, Kletterparadies und Streichelzoo

Persönlichkeiten David Hoyer (1667–1720), Maler, geboren in Auerswalde Carl Gottlieb Haubold (1783–1856), Unternehmer, gilt als „Vater des Chemnitzer Maschinenbaus“, geboren in Auerswalde Carl Gottfried Haubold (1792–1862), Maschinenbaumechaniker und Unternehmer, geboren in Garnsdorf Kurt Barthel (1914–1967), Schriftsteller, Lyriker, Dramatiker und Dramaturg, geboren in Garnsdorf Angelika Klein (* 1951), Politikerin (Die Linke), geboren in Garnsdorf

Weblinks

Atlas Mittelsachsen offizielle Internetpräsenz der Gemeinde Lichtenau

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeindegründung 1999