Birkenfels (fränkisch: BirgafelsE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 50. Dort folgendermaßen transkribiert: „birgəfels“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Birkenfels liegt in der Gemarkung Kettenhöfstetten.
Geografie Nordöstlich des Dorfes entspringt der Birkenfelser Graben, ein rechter Zufluss des Seebachs. Der Ort ist westlich, nördlich und östlich vom Forst Birkenfels umgeben. 0,5 km südwestlich liegt das Waldgebiet Birkenschlag. Die Kreisstraße AN 21 führt nach Borsbach (1,7 km nordwestlich) bzw. nach Brünst (2 km südöstlich).
Geschichte Im Jahr 1275 wurde eine Burg Birchenfels urkundlich erwähnt, die Bruno von Birkenfels gehörte.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 50 f. Im Jahr 1317 verloren die Herren von Birkenfels die Stammburg an die Grafen von Hohenlohe, 1399 ging sie an die Herren von Seckendorff über. 1632 wurde die Burg im Dreißigjährigen Krieg von den kaiserlichen Truppen geplündert und zerstört.
Das Kloster Heilsbronn erwarb dort ein Gut.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 324.
Erst 1745 entstand das heutige Dorf Birkenfels durch Zerschlagung des herrschaftlichen Ökonomiegutes in drei Höfe, ein Gütlein, ein Haus, eine Schenke und einen Schafhof. Der Ort unterstand nun dem markgräflichen Vogtamt Lehrberg.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Birkenfels 6 Anwesen (1 Schafhof mit Gütlein, 2 Eineinhalbhöfe, 1 Hof, 1 Leerhaus, 1 Wirtschaft) und ein Brechhaus der Gemeinde. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das brandenburg-ansbachische Vogtamt Birkenfels.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 840.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 998. Im Jahr 1799 wurde der Ort folgendermaßen beschrieben: „Weiler mit dem schönen Ruin eines Hohenlohe und von Seckendorfischen Schlosses, im Kammeramte Ansbach, zwey Stunden von Residenz. Es wurde erkauft von Appel von Seckendorf. Die Einwohner pfarren nach Flachslanden.“J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 393.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Birkenfels dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brünst und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brünst zugeordnetStaatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Im Jahr 1836 wurde Birkenfels nach Kettenhöfstetten umgemeindet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 948. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Kettenhöfstetten am 1. Januar 1972 nach Flachslanden eingemeindet.
Baudenkmal Reste einer ehemaligen Burg mit Hügel und ehemaligem Graben, nördlich anschließend Reste von Bruchsteingewölben, eines mit Schießscharte; in den anschließenden Häusern Nr. 6 und 7 große tonnengewölbte Kelleranlagen
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2011 2017 2022Einwohner 47 59 66 66 55 47 55 80 46 47 36 25 31 29HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 7 10 12 10 11 10 10 10 Quelle
Religion Birkenfeks ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Flachslanden)