Die Pyridincarbonsäuren bilden in der Chemie eine Stoffgruppe von organischen Verbindungen, die zu den Heterocyclen (genauer: Heteroaromaten) zählt. Sie bestehen aus einem Pyridinring, der mit einer Carboxygruppe (–COOH) substituiert ist. Durch deren unterschiedliche Anordnung ergeben sich drei Konstitutionsisomere mit der Summenformel C6H5NO2. Sie sind vor allem unter ihren Trivialnamen Picolinsäure, Nicotinsäure und Isonicotinsäure bekannt. Sie lassen sich aus den Picolinen durch Oxidation der Methylgruppe z. B. mittels Kaliumpermanganat (KMnO4) darstellen.Harold Hart (Autor), Leslie E. Craine (Autor), David J. Hart (Autor), Christopher M. Hadad (Autor); Nicole Kindler (Übersetzer): Organische Chemie, 3. Auflage, Wiley-VCH, Weinheim 2007, ISBN 978-3-527-31801-8, S. 494.

Vertreter Pyridincarbonsäuren Name Picolinsäure Nicotinsäure Isonicotinsäure Andere Namen Pyridin-2-carbonsäure Pyridin-3-carbonsäure Pyridin-4-carbonsäure Strukturformel 121px|Struktur von Picolinsäure 130px|Struktur von Nicotinsäure 89px|Struktur von Isonicotinsäure CAS-Nummer PubChem Summenformel C6H5NO2 Molare Masse 123,11 g·mol−1 Aggregatzustand fest Schmelzpunkt 134–137 °C 236,6 °C 315–319 °C GHS-Kennzeichnung Gefahr Achtung H- und P-Sätze

Siehe auch Pyridindicarbonsäuren Pyridintricarbonsäuren

Einzelnachweise

Kategorie:Nach Substitutionsmuster unterscheidbare Stoffgruppe