Lofer ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im österreichischen Bundesland Salzburg, im Pinzgauer Saalachtal gelegen.

Geographie Lofer liegt im Pinzgauer Saalachtal, umrahmt von den Gebirgszügen der Loferer und Reither Steinberge, im Norden den Ausläufern der Chiemgauer Alpen, im Westen der Pass Strub.

Lofer ist in der Mitte des Pinzgauer Saalachtals gelegen, an der Mündung des Loferbachs in die Saalach, und stellt einen Verkehrsknotenpunkt dar; die von Bischofshofen über Zell am See und Saalfelden nach Lofer führende B311 trifft hier auf die B178, die die Verbindung von Kufstein über St. Johann in Tirol, den Pass Strub und Lofer Richtung Salzburg darstellt.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende sechs Ortschaften (Stand ):

Au () Faistau () Hallenstein () Lofer () Mayrberg () Scheffsnoth ()

Die Gemeinde besteht aus vier Katastralgemeinden (Fläche Stand ): Au () Hallenstein () Lofer () Scheffsnoth ()

Bis Ende Mai 1923 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Lofer, dann bis Juni 2017 zum Gerichtsbezirk Saalfelden. Mit 1. Juli 2017 wurde sie dem Gerichtsbezirk Zell am See zugewiesen.

Nachbargemeinden

Klima

Geschichte Urkundlich wird der Ort schon Anfang des 15. Jahrhunderts erwähnt. Dennoch ergaben Grabungen 1955, dass die Fundamente der ersten heute noch erhaltenen Gebäude schon im 14. Jahrhundert entstanden. Lofer war zudem eine wichtige Relaisstation für Pferde und deren erzbischöfliche Boten, welche Nachrichten von Salzburg nach Venetien brachten.

Im Jahre 1731 zerstörte der sogenannte Loferer Marktbrand den Ort. Nach dem Brand wurden die Gebäude aber wieder errichtet. Bekannt wurde die Gemeinde, da sie als Kulisse für den Kinofilm Agenten sterben einsam diente.Informationstafeln im Stadtkern von Lofer

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Kath. Filialkirche hl. Antonius von Padua mini|Festungsruine Pass Strub

Katholische Pfarrkirche Lofer Hll. Maria und Leonhard Katholische Filialkirche hl. Antonius von Padua („Auer Kirchlein“) in Au (1648 als Kapelle erbaut; Umbauten und Erweiterungen 1709 und 1745) Evangelische Kreuzkirche älteste Pestsäule im Salzburger Land (1564) im Zentrum des Markts Pestsäule beim Lenzenbauern in Au (1648) Festung Pass Strub: ehemalige Grenzbefestigung aus dem Jahr 1809 an der Grenze zu Tirol, die 1983/84 freigelegt wurde. der Triftsteig durch die Teufelsschlucht Mayrbergklamm Lenzenklamm mit Felsritzbildern

Regelmäßige Veranstaltungen mini|Aufstellung des Erntedankmarsches vor dem Gasthof „Zum Schweizer“ Erntedankfest am ersten Oktobersonntag Saalachtaler Bladlfest Mitte September Marktfest Lofer Mitte Juli – August

Die Sex-Komödie Alpenglüh’n im Dirndlrock wurde 1974 in Lofer aufgenommen. Der Ort heißt im Film „Vögelbrunn“ und liegt in Bayern.

Wirtschaft und Infrastruktur mini|Touristeninformation Lofer ist im Wesentlichen von Landwirtschaft und Tourismus geprägt. Es verfügt über mehr als 2.500 Gästebetten. Ein Freizeitbad, Fahrradwege und familienfreundliche Gastronomie runden das Bild ab. Das Ski- und Wandergebiet Loferer Alm ist vom Ort aus zu erreichen, die Skigebiete Steinplatte und das Heutal liegen in der Nähe.

Die Anzahl der Übernachtungen stieg von 210.000 im Jahr 2010 auf 260.000 im Jahr 2019. Die stärkste Saison ist der Winter. Der stärkste Monat ist der Februar mit 53.000 Übernachtungen, Juli und August bringen es jeweils auf 32.000 Übernachtungen.

Verkehr Lofer liegt an der Loferer Straße B 178, die von Salzburg über das Kleine Deutsche Eck und weiter über den Pass Strub nach St. Johann in Tirol führt, in Lofer zweigt die Pinzgauer Straße B 311 nach Saalfelden und Zell am See ab.

Politik Gemeinderat

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 17 Mitglieder.

Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2004 hatte die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 10 ÖVP, 4 FPÖ, und 3 SPÖ. Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2009 hatte die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 11 ÖVP, 3 FPÖ, und 3 SPÖ. Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2014 hatte die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 10 ÖVP, 5 FPÖ, und 2 SPÖ. Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2019 hatte die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 10 ÖVP, 5 FPÖ, und 2 SPÖ. Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2024 hat die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 10 ÖVP, 4 FPÖ und 3 SPÖ.

Bürgermeister

1959–1974 Josef Färbinger (ÖVP) 1974–1998 Rudolf Eder (ÖVP) 1999–2004 Kurt Pühringer (ÖVP) 2004–2014 Bettina Dürnberger/Bettina Mitterer (ÖVP) seit 2014 Norbert Meindl (ÖVP)

Wappen Die Blasonierung des 1931 verliehenen Gemeindewappens lautet: „In einem von Rot und Blau geteilten Schild die von einem ovalen goldenen Nimbus umgebene, auf der Mondsichel stehende Gestalt der heiligen Maria, eine Krone auf dem Haupte, in der rechten Hand das Szepter, in der linken das Jesuskind haltend.“

Siehe auch Ehemaliges Forstamt der Saalforsten, jetzt zum Forstbetrieb Sankt Martin bei Lofer der Bayerischen Staatsforsten (Bayerische Forstverwaltung).

Persönlichkeiten Sebastian Mutzl (1797–1863), Pädagoge, Gymnasiallehrer und Verfasser von Schulbüchern Ernst Schilling (1809–1872), Arzt und demokratischer Politiker Erich Gebert (1895–1978), Wirtschaftsexperte und NSDAP-Gauwirtschaftsberater Rudolf Eder (1934–2020), ehemaliger österreichischer Politiker (ÖVP), Zimmermann und Landwirt Othmar Schmiderer (* 1954), Regisseur Rosa Lohfeyer (* 1956), Politikerin (SPÖ) und Lehrerin Karin Berger (* 1963), Politikerin, Abgeordnete zum Salzburger Landtag

Weblinks

Website der Gemeinde Website des Tourismusverbandes Salzburger Saalachtals

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung im 15. Jahrhundert