Die Deka-Gruppe, bestehend aus der DekaBank Deutsche Girozentrale und ihren in- und ausländischen Tochtergesellschaften, ist das Wertpapierhaus der deutschen Sparkassen und Teil der Sparkassen-Finanzgruppe. Sitz der Zentrale ist Frankfurt am Main. Sie verwaltet Vermögen in Höhe von 452 Mrd. Euro und betreut 6 Millionen Depots. Damit gehört sie zu den größten deutschen Vermögensverwaltern.

Bedeutende Tochterunternehmen sind die Deka Investment GmbH, die Deka Immobilien Investment GmbH und die Deka Vermögensmanagement GmbH, die Investmentfonds und Vermögensverwaltungen anbieten, sowie die bevestor GmbH, der Robo-Advisor der Sparkassen-Finanzgruppe, und die S Broker AG & Co. KG, der Online-Broker der Sparkassen-Finanzgruppe.

Die DekaBank ging 1999 aus der Fusion der Deutsche Girozentrale – Deutsche Kommunalbank und der DekaBank GmbH hervor.

Geschäftskonzept und Geschäftsentwicklung Als Wertpapierhaus der Sparkassen entwickelt die Deka-Gruppe die notwendigen Asset-Management- und Bankdienstleistungen für das Wertpapiergeschäft ihrer Primärkunden, den deutschen Sparkassen sowie deren Kunden. Die von den Primärkunden nachgefragten Produkte werden auch an andere institutionelle Kunden vertrieben. Zu den institutionellen Kunden zählen insbesondere Versicherungsunternehmen, Pensionskassen, Versorgungswerke, Family Offices, Stiftungen, Unternehmen sowie die inländische öffentliche Hand.

Zu den angebotenen Asset-Management-Lösungen zählen unter anderem:

aktiv fundamental und quantitativ gemanagte Publikumsfonds und Spezialfonds mit offener und geschlossener Anlegerstruktur sowie Advisory-Mandate in allen wesentlichen Assetklassen (Aktienfonds, Rentenfonds, Geldmarktfonds, Mischfonds, wertgesicherte Fonds und deren Kombinationen); aktiv und passiv gemanagte Exchange Traded Funds (ETFs); vermögensverwaltende Produkte und Dienstleistungen; fondsgebundene Vermögensverwaltungen, individuelle, einzeltitelbasierte Vermögensverwaltungen und Robo-Advisory-Vermögensverwaltungen; Altersvorsorgeprodukte wie fondsbezogene private und betriebliche Altersvorsorgelösungen; das Asset-Servicing-Angebot ermöglicht es Sparkassen und institutionellen Investoren, verschiedene Anlageklassen in Masterfonds zusammenzuführen; Zertifikate; offene Immobilien-Publikumsfonds; Immobilien- und Infrastruktur-Dachfonds; Kreditfonds, die in Immobilien-, Infrastruktur- oder Transportmittelfinanzierungen investieren.

Sie verwaltet Vermögen in Höhe von 452 Mrd. Euro und betreut 6 Millionen Depots. Damit gehört sie zu den größten deutschen Vermögensverwaltern im Retail- und Privat-Banking-Segment.

Das Unternehmen macht im Rahmen des Stimmrechtsmandats auf Hauptversammlungen und bei Treffen mit der Geschäftsleitung von börsennotierten Unternehmen seinen Einfluss geltend. Es tritt dabei als Treuhänder seiner Kundinnen und Kunden auf. 2025 nahm das Unternehmen bei rund 1.200 Hauptversammlungen das Stimmrecht wahr und positionierte sich mit 31 Redebeiträgen.

Organisationsstruktur und Eigentümer Die DekaBank ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt am Main und Berlin. Sitz der Zentrale ist Frankfurt am Main. Sie ist von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als anderweitig systemrelevantes Institut eingestuft. Sie befindet sich vollständig im Eigentum der deutschen Sparkassen. 50 Prozent der Anteile werden über die Deka Erwerbsgesellschaft mbH & Co. KG gehalten. In dieser bündeln die Sparkassen mittels der von ihnen getragenen regionalen Sparkassen- und Giroverbände ihre Anteile. Die andere Hälfte der Anteile wird vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband gehalten.

Die DekaBank ist Mitglied im Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe. Das Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe schützt Einlagen bei Sparkassen, Landesbanken, der DekaBank sowie Landesbausparkassen.

Die Deka-Gruppe gliedert ihr Geschäft in fünf Geschäftsfelder. Die Geschäftsfelder Asset Management Wertpapiere und Asset Management Immobilien decken die Aktivitäten im Asset Management ab. Die Geschäftsfelder Kapitalmarkt und Finanzierungen umfassen das Bankgeschäft der Deka-Gruppe. Das fünfte Geschäftsfeld Asset Management Services stellt Bankdienstleistungen für das Asset Management bereit. Die geschäftsfeldübergreifenden Vertriebseinheiten dienen als Schnittstellen zu den Vertriebspartnern sowie Kundinnen und Kunden. Die Zentralbereiche unterstützen die Geschäftsfelder und Vertriebe.

Organe der Bank sind: die Hauptversammlung, der Verwaltungsrat und der Vorstand.

Vorstand Der Vorstand der DekaBank besteht aus den folgenden Mitgliedern: Vorsitzender: Georg Stocker (seit 1. Januar 2020) Martin K. Müller (seit 1. Mai 2013) Daniel Kapffer (seit 1. Mai 2019) Birgit Dietl-Benzin (seit 11. Juni 2020) Marion Spielmann (seit 1. Juli 2026)

Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat der DekaBank besteht unter anderem aus den folgenden Mitgliedern (hier nur Vorsitzender und stellvertretende Vorsitzende): Vorsitzender: Ulrich Reuter, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes stv. Vorsitzender: Walter Strohmaier, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Niederbayern-Mitte stv. Vorsitzender: Michael Breuer, Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes

Standorte mini|251x251px|T1 des Four mit Sparkassen-Logo (Frankfurt am Main) mini|251x251px|Trianon (Hauptsitz 2001–2024) Derzeitiger Hauptsitz ist das Frankfurter Four T-1. Die nach Mitarbeiterzahl größte Liegenschaft befindet sich im Stadtteil Niederrad (Lyoner Straße 13). Dort unterhalten auch die Tochter- und Fondsgesellschaften Deka Investment GmbH, Deka Immobilien Investment GmbH und Deka Vermögensmanagement GmbH ihren Hauptsitz.

Langjähriger Hauptsitz bis Oktober 2024, war das Trianon. Darüber hinaus gab es eine Liegenschaft im sogenannten Prisma, in Niederrad (Hahnstraße 55). Auch war sie Hauptmieter des Skypers (Deka Immobilien) und unterhielt einen Standort in der Hamburger Allee 14 (bevestor GmbH).

Die Tochtergesellschaft S Broker unterhält einen Standort in Wiesbaden (Carl-Bosch-Straße). mini|251x251px|Skyper (Sitz der Deka Immobilien 2005–2022)

Weitere Niederlassungen sind der Hauptsitz der Tochter- und Fondsgesellschaft Deka International S.A. in Luxemburg, ein Standort in Leipzig und die sogenannten Regionalbüros der Deka Immobilien in Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf, Amsterdam, Brüssel, Paris, Mailand, Madrid, Warschau, New York City und Singapur.

Finanz- und Ergebniskennzahlen +Geschäftsentwicklungs-, Ergebnis- und Risikokennzahlen 2025 2024 Veränderung in % Bilanzsumme Mrd. Euro 87,2 92,9 −6,1 Asset-Management- und Deka-Zertifikate-Volumen Mrd. Euro 451,9 415,8 +8,7 Gesamtvertriebsleistung Mrd. Euro 40,8 28,9 +41,3 Wirtschaftliches Ergebnis Mio. Euro 962,9 892,2 +7,9 Depotanzahl Mio. 5,9 5,7 +5,0 Sparplananzahl Mio. 8,8 8,2 +7,3 Bilanzielle Eigenkapitalrentabilität vor Steuern % 14,2 13,9 +0,3-%-Pkt. Aufwands-Ertrags-Verhältnis % 59,0 59,2 −0,1-%-Pkt. Harte Kernkapitalquote % 21,2 19,8 +1,4-%-Pkt.

Geschichte 1918–1955 mini|Deutsche Kommunal-Anleihe über 5000 Mark vom 31. Dezember 1922, herausgegeben vom Deutschen Zentral-Giroverband und der Deutschen Girozentrale.

Zehn Jahre nachdem Johann Christian Eberle bei den Sparkassen den Giroverkehr eingeführt hatte und mehrere regionale Giroverbände gegründet worden waren, wurde als deren Spitzeninstitut die Deutsche Girozentrale (DGZ) am 1. Februar 1918 als rechtlich unselbständige Bankanstalt des Deutschen Zentral-Giroverbands in Berlin eröffnet. Das Kapital in Höhe von 15 Millionen Reichsmark stellten die regionalen Giroverbänden in solidarischer Haftung dem Zentralverband zur Verfügung. Bereits zu Geschäftsbeginn pflegte die Bank den bargeldlosen Zahlungsverkehr (Giroverkehr) und sorgte für einen Geldausgleich zwischen den regionalen Girozentralen. Außerdem gewährte sie den Mitgliedsverbänden des Deutschen Zentral-Giroverbandes (ab 1924 Deutscher Sparkassen- und Giroverband) und sonstigen deutschen Kommunalverbänden kurzfristige Darlehen, nahm von diesen verzinsliche Gelder entgegen, handelte mit Wechseln und nahm Darlehen auf. 1919 wurde die DGZ als wirtschaftlich selbständige, öffentliche Bankanstalt anerkannt und erhielt die Genehmigung, auch das langfristige Kommunalgeschäft zu betreiben und Kommunalanleihen aufzulegen. Deshalb wurde 1921 die Firmierung um „Deutsche Kommunalbank“ ergänzt. Mit der Neuordnung des kommunalen Bankwesens wurde die DGZ 1931 rechtlich selbständig und erhielt 1932 erstmals eine eigene Satzung. Unbeschränkter Haftungsträger blieb aber weiterhin der Deutsche Sparkassen- und Giroverband. Organe der Bank wurden die Hauptversammlung, der Verwaltungsrat und das Direktorium. Gleichzeitig ging die Aufsicht über die DGZ vom preußischen Innenministerium auf die Reichsregierung über. Das Kommunalkreditverbot von 1931 änderte das Geschäftskonzept. Die Verwaltung der Liquiditätsreserven nahm nach 1931 zu. Geschäftsführender Direktor war Herbert Sattler.Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1049 (zu dessen Sohn Andreas Sattler).

Die Nationalsozialisten nutzten das öffentlich-rechtliche Bankhaus nach 1933, um den stetig wachsenden Finanzbedarf für die Aufrüstung der Wehrmacht und Kriegsführung decken zu können.Harald Wixforth: Die langfristigen Folgen der Bankenkrise und die Zeit des Nationalsozialismus 1931–1945. S. 87–172. In: Die DekaBank seit 1918. Liquiditätszentrale. Kapitalanlagegesellschaft. Asset Manager. S. 92 Zudem stellte die Deutsche Girozentrale den neu eingerichteten Reichsstellen seine Mittel zur Verfügung, vorrangig zur Lebensmittelversorgung. Auf Grund von Reichsgarantien und höheren Zinssätzen war dies für die DGZ ein sicheres, lukratives Geschäft. Nach der Schlacht um Berlin wurde die im sowjetischen Sektor liegende Bank 1945 stillgelegt. 1949Hans Pohl: Standortbestimmung in einem neuen Umfeld: die Deutsche Girozentrale – Deutsche Kommunalbank – 1945–1970. S. 175–229. In: Die DekaBank seit 1918. Liquiditätszentrale. Kapitalanlagegesellschaft. Asset Manager. S. 195 wurde sie in Düsseldorf reaktiviert, allerdings beschränkt auf das kurzfristige Geschäft. Erst 1954 nahm die Deutsche Girozentrale ihre volle Geschäftstätigkeit wieder auf, ein Jahr später eröffnete sie eine Zweigstelle in West-Berlin, 1965 wurde der Hauptsitz nach Frankfurt am Main verlegt. Über die angestammten Aufgaben im Geld-, Wertpapier- und Kreditgeschäft verstärkte die DGZ ihr Konsortialgeschäft. Intensiviert wurde auch das Engagement bei den Kommunalkrediten und auf dem Sektor der Wohnungsbaufinanzierung.

1956–2002