Dobermann ist ein französischer Film von Jan Kounen aus dem Jahr 1997 mit Vincent Cassel und Tchéky Karyo. Nach seiner Veröffentlichung auf Video im Jahr 1998 wurde der Film am 31. Juli 1999 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert.Dobermann runter vom Index und demnächst auf Blu-ray bei dvd-palace.de, abgerufen am 17. April 2011. Zum 10. Februar 2011 erfolgte die Listenstreichung und seit 15. April 2011 ist der Film im Handel als ungeschnittene Version erhältlich.

Handlung Der skrupellose Verbrecher Dobermann ist Anführer einer Bande von Bankräubern. Zu diesen gehören u. a. seine taubstumme Freundin Nathalie, der nervöse Moustique und der unberechenbare Pitbull. Durch das Auslösen falscher Alarme gelingt es der Bande, beinahe sämtliche Einsatzkräfte der Polizei in der Stadt zu beschäftigen, um somit bei zwei unmittelbar hintereinander ausgeführten tatsächlichen Banküberfallen Zeit zu gewinnen. Somit stellen sich ihnen nur wenige Polizisten in den Weg, von denen sie zwei Beamte ermorden und einen weiteren als Geisel nehmen, wonach sie den restlichen Beamten erfolgreich entkommen können.

Jedoch gelingt es dem brutalen und skrupellosen Inspektor Christini, das Banden-Mitglied Olivier, welches auch als Transvestit Sonia auftritt, ausfindig zu machen. Er droht, dessen Sohn im Säuglingsalter umzubringen, wenn er ihm nicht dabei hilft, den Dobermann ausfindig zu machen. Unter diesem Zwang besucht Olivier als Sonia eine Feier in einer Diskothek, auf der sich die anderen Banden-Mitglieder aufhalten. Als diese erscheinen, alarmiert er mit einem Sender Christini, der die Diskothek stürmen lässt. Christini lässt einige Bandenmitglieder verhaften, einige können sich jedoch wieder befreien. Nachdem Sonia von Christini als Maulwurf entblößt wurde, verlässt sie den Club und zwei der Bandenmitglieder holen sie mit dem Auto ein. Dem Dobermann gelingt die Flucht in einen abgeschirmten Keller unter der Diskothek. Als er jedoch über Überwachungsmonitore sieht, wie Christini kaltblütig den verhafteten Pitbull erschießt und anschließend mit seiner Freundin Nathalie in einem Auto davonfährt, um diese zu vergewaltigen, verlässt er die Deckung und verfolgt den Inspektor mit einem gestohlenen Krankenwagen. Es gelingt ihm, zu diesem aufzuschließen und nach einem Kampf sein Auto zu entern, um Christinis Kopf bei hoher Geschwindigkeit auf den Asphalt zu drücken, als Rache für die getöteten Freunde. Im Anschluss wird Christini stark entstellt liegen gelassen, schwer verletzt oder tot. Die verbleibenden Mitglieder beerdigen Sonia. Olivier lebt, nur seine Drag-Identität ist nun „tot“.

Die letzte Einstellung des Films zeigt ein Fadenkreuz, zielend aus der Vogelperspektive auf das davonfahrende Cabrio der Bande, hinterlegt mit Hubschraubergeräuschen und einem Funkgespräch aus dem hervorgeht, dass nun „das Feuer freigegeben“ wurde.

Hintergrund Jan Kounen suchte Mitte der 1990er Jahre eine Geschichte für seinen ersten Film, als er auf die Buchserie Le Dobermann von Joël Houssin stieß. Er nahm Kontakt zu Houssin auf und schlug ihm eine Verfilmung des Stoffes vor.Seiner Zeit voraus – Im Gespräch mit Jan Kounen zu Dobermann bei deadline-magazin.de, abgerufen am 17. April 2011.

Jan Kounen und der mit ihm befreundete Regisseur Gaspar Noé sind jeweils in kurzen Cameo-Auftritten zu sehen.

Kritiken Während der Film unter Fans als Kultfilm gilt, erhielt Dobermann bei Rezensionen in klassischen Medien durchschnittliche bis teils vernichtende Kritiken.

Weblinks

Bildergalerie zu Dobermann bei jankounen.com

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1997 Kategorie:Französischer Film Kategorie:Kriminalfilm Kategorie:Ehemals indizierter Film