Die Westfalenliga ist im Frauenfußball die vierthöchste Spielklasse insgesamt und die höchste Spielklasse im Bereich des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen. Amtierender Meister ist der FC Schalke 04. Rekordmeister sind die Sportfreunde Siegen mit sieben Meisterschaften.
Geschichte Eingeführt wurde die ursprünglich Verbandsliga Westfalen genannte Spielklasse mit der Saison 1981/82. Sie löste damit die drei Jahre zuvor eingeführte Landesliga als höchste westfälische Liga ab, in der schon damals der Titel des „Westfalenmeisters“ vergeben wurden. Der Meister der Verbandsliga Westfalen qualifizierte sich für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft, die von den Verbandsmeistern im K.-o.-System ermittelt wurde. Der TSV Siegen scheiterte sowohl 1982 als auch 1983 bereits in der ersten Runde. Dem FC Schalke 04 passierte 1984 und 1985 das gleiche. Zur Saison 1985/86 wurde die Regionalliga West als erste verbandsübergreifende Spielklasse im deutschen Frauenfußball eingeführt. Aus der Verbandsliga Westfalen qualifizierten sich der TSV Siegen, der FC Schalke 04, der Herforder SV, der TuS Rahm aus Dortmund und die SG Wattenscheid 09 für die Regionalliga West. Dadurch wurde die Verbandsliga Westfalen als höchste Ligainstanz abgelöst und war fortan nur noch zweitklassig. Für die deutschen Meisterschaften qualifizierte sich von nun an die bestplatzierte westfälische Mannschaft aus der Regionalliga West.
Mit der Einführung der Bundesliga im Jahre 1990 war die Verbandsliga Westfalen nur noch drittklassig. Um das Teilnehmerfeld der Regionalliga West aufzustocken, stellte die Verbandsliga Westfalen in der Saison 1989/90 mit der SG Wattenscheid 09 und dem BSV Müssen zwei Aufsteiger in die Regionalliga. Durch die Einführung der 2. Bundesliga im Jahre 2004 wurde die Verbandsliga Westfalen viertklassig und blieb dies bis heute. Erneut gab es zwei westfälische Aufsteiger in die Regionalliga, dieses Mal die DJK Arminia Ibbenbüren und die Sportfreunde Siegen. Im Jahre 2008 erfolgte die Umbenennung der Spielklasse in Westfalenliga. Zu einer kuriosen Situation kam es vier Jahre später, als der Meister VfL Bochum II nicht aufsteigen durfte, weil die eigene erste Mannschaft bereits in der Regionalliga spielte. Es rückte der Vizemeister Germania Hauenhorst nach. 2025 wurde die Regionalliga West auf 16 Mannschaften aufgestockt, so dass neben dem Meister FC Schalke 04 auch der Vizemeister Fortuna Freudenberg aufstieg.
Zur Saison 2027/28 wird eine dreigleisige 3. Liga zwischen der 2. Bundesliga und der Regionalliga eingeführt. Dadurch wird die Westfalenliga nur noch fünftklassig.
Modus und Teilnehmer Saison 2026/27
Die Westfalenliga umfasst in der Saison 2026/27 14 Mannschaften. Der Meister steigt in die Regionalliga West auf. Die drei letztplatzierten Mannschaften steigen in die Landesliga ab. Die 14 Mannschaften sind:
die verbliebenen Mannschaften der Saison 2025/26: DJK Grün-Weiß Amelsbüren Arminia Bielefeld II DJK-VfL Billerbeck Borussia Dortmund II Germania Hauenhorst DJK Arminia Ibbenbüren FC Iserlohn 46/49 SVKT 07 Minden SV Oesbern SV Thülen
die Aufsteiger aus den Landesligen 2025/26: SV Blau-Weiß Aasee VfL Bochum II Concordia Flaesheim TuS Wadersloh
Die bisherigen Meister Die folgende Tabelle führt alle Meister seit der Gründung der Liga auf.
Einzelnachweise
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