mini|Der Riesentukan: Maskottchen des Weltvogelparks (Fütterung eines Jungvogels) Der Weltvogelpark Walsrode ist der weltweit größte Vogelpark. Er wurde 1962 eröffnet und liegt in der Lüneburger Heide nahe dem nördlichen Stadtrand von Walsrode in Niedersachsen. Auf dem 24 ha großen Gelände leben etwa 4000 Vögel aus 650 Arten,Gefiederte Stars warten auf Euren Besuch. Website des Weltvogelparks Walsrode, abgerufen am 12. Januar 2019.https://www.ndr.de/ratgeber/reise/tierparks/Vogelpark-Walsrode-Welt-der-Voegel-hautnah-erleben,vogelparkwalsrode106.html womit der Park zu den artenreichsten Zoos der Welt gehört. Zu sehen sind Vögel aus allen Kontinenten und Klimazonen der Welt.
Anlagen Der Vogelpark liegt auf einem sanft nach Süden zum Rieselbach (Böhmetal) abfallenden Hang und besteht aus einer Vielzahl von Innen- und Außenvolieren sowie Freigehegen. Nachfolgend werden die Artengruppen gegliedert nach den Anlagen vorgestellt, die nach den Herkunftsgebieten benannt sind (in Abfolge des Rundwegs).
Reich der Mitte und Europäische Ecke Die erste große Voliere „Reich der Mitte“ neben dem Eingang beherbergt Temmincktragopan, Gold- und Diamantfasan, Braunbrust-Buschwachtel, Graubrauen-Bambushuhn Baikal-, Eurasische Krick-, Löffel- und Mandarinente, Perlhalstaube, Weißhaubenhäherling, Rallen- und Prachtreiher. Eine weitere Voliere in der Nähe des Eingangs beherbergt Vietnamfasan, Blaukappenhäherling, Purpurreiher und Perlhalstaube. Eine nahe gelegene Volierenreihe beherbergt Arten aus dem Mittelmeerraum, wie Waldrapp gemeinsam mit Rötelfalke, Spießflughuhn gemeinsam mit Rosenstar, Blauracke gemeinsam mit Europäischen Triel, Maghrebelster mit Rothuhn sowie eine Volierengemeinschaft mit Iberischem Rebhuhn, Felsentaube, Blauelster und Einfarbstar. Das nahe gelegene „Storchenrondell“ beherbergt Jungfernkranich, Hawaiigans und Moschusente.
Die darauf folgende „Europäische Ecke“ beginnt mit einer Großvoliere für Schwarzstörche, Auerhühner und Hohltauben sowie einer fünfteiligen Volierenreihe für Eichelhäher gemeinsam mit Persischen Fasanen und Raubwürgern, Kolchische Edelfasane gemeinsam mit Amseln, Grünfinken, Turteltauben, Bluthänflingen und Erlenzeisigen, Europäische Wachteln gemeinsam mit Europäischen Staren und Kiebitzen, Feldlerchen gemeinsam mit Wiedehopfen, Singdrosseln, Hausrotschwänzen, Rebhühnern und Turteltauben und schließlich Rotfußfalken.
Zwei weitere Volieren, welche über die Jahre unter anderem Schwarzschnabelstörche, Bienenfresser, Auerhühner, Kragenenten oder Kampfläufer beherbergten, wurden im Winter 2024 abgerissen, um Platz für eine neue begehbare Europa-Voliere zu schaffen. Ebenfalls sind hier ein begehbares Gehege mit Moorschnucken und Wiesenanlagen mit Cröllwitzer Puten, Lakenfeldern, Bergische Schlotterkämme, Ramelsloher, Graukranichen, Rostgänsen, Weißstörchen, Diepholzer Gänsen, Weißwangengänsen, Kolbenenten, Marmelenten sowie, geografisch nicht passend, Schneekraniche zu finden.
Pinguin-, Flamingo- und Pelikananlagen, Uhu-Burg und Eulenvolieren Der Weg führt zum Gehege der südamerikanischen Humboldtpinguine, der einzigen in Walsrode gehaltenen Pinguinart. Sie teilen sich ihr Gehege mit den Magellan-Dampfschiffenten. Nahebei befinden sich zum einen einige Teichanlagen mit Stall im Fachwerkhausstil für Europas einzige Chilepelikane gemeinsam mit Magellangänsen und Coscoroba- und Schwarzhalsschwänen, Rotkopf- und Andengänse und zum anderen Volieren mit Eulenarten aus Patagonien und den Anden wie etwa Chaco-, Brillen- und Sprenkelkauz, Bindenfischeule sowie Gelbkopfkarakara, Chiletinamu, Felsen-, Smaragd- und Langschnabelsittich und eine Einsicht auf das Schneekranichgehege, welches in der „Europäischen Ecke“ liegt.
Vier weitere Teichanlagen gibt es im von Rhododendren durchsetzten „Rosental“; die erste Anlage wird von Rosa- und Krauskopfpelikane und Kormoranen bewohnt, die beiden folgenden Anlagen werden von Rosa- und Chileflamingos in Gesellschaft von Schwarzhalsschwänen bewohnt und die vierte Anlage von Hühnergänsen, Brillen- und Nashornpelikanen.
In der an das Europäische Mittelalter angelehnten „Uhu-Burg“ gibt es neben zwei Großvolieren für Südliche Hornraben, Kappengeier und Palmgeier bzw. Gänsegeier, Schwarzohrmilan und Schreiadler auch den „Burghof“. Dort gibt es kleinere Volieren für Schleiereulen, Karpaten-Habichtskäuze, Mäusebussarde, Brahmanenweih, Europäische Uhus und Graubürzel-Singhabicht, des Weiteren eine begehbare Voliere mit Zwergmuntjaks und Schneeeulen, den „Geschke-Teich“ mit Zwergschwänen und Diepholzer Gänsen, sowie zwei Großvolieren vor der „Uhu-Burg“. In diesen werden diverse Schreitvögel und Entenartige gehalten, wobei eine Voliere afrikanische und madagassische Arten zeigt und die andere südostasiatische und ozeanische:
Witwen- und Gelbbrust-Pfeifgans, Blauflügelgans, Graukopfkasarka, Schwarz-, Gelbschnabel- und Glanzente, Sattel- und Abdimstorch, Glanzklaffschnabel, Nimmersatt, Hellaugenibis, Hagedasch, Dickschnabelreiher, Hammerkopf Radjahgans, Tüpfel-, Wander- und Sichelpfeifgans, Weißflügel-, Augenbrauen-, Kolben- und Marmelente, Graukranich, Asiatischer Wollhalsstorch, Kräuselscharbe, Molukken- und Strohhalsibis, Pracht- und Rotrückenreiher
Kiwihaus, Wellensittiche, Paradiesvögel und Freiflughalle Neben der „Uhu-Burg“ befinden sich das „Welli-Paradies“, eine begehbare Voliere für Wellensittiche und Nymphensittiche, eine Innenanlage für Gewöhnliche Fuchskusus sowie ein Gehege für Hängebauchschweine, welches früher Darwinnandus beherbergte. Oberhalb des „Welli-Paradies“ befindet sich eine Teichanlage für Kubaflamingos, auf welcher früher die größte Gruppe Rosaflamingos in Europa gehalten wurde. Gegenüber der Teichanlage erstrecken sich vier Volieren für australasiatische Vögel: Braunbauch-Laubenvogel, Schuppenlori vergesellschaftet mit Eulenschwalm, Weißrücken-Flötenvogel vergesellschaftet mit Rotnackenlori und Blauohr-Honigfresser vergesellschaftet mit Jägerliest. Vor dem Kiwihaus findet man in kleinen Volieren weitere australasiatische Arten: Aru-Schimmerlori, Schwarzsteißlori und Goldschultersittich, Orangebrust-, Masken- und Rotkehl-Zwergpapagei, Bunt- und Erzlori. Es folgt das 2016 eröffnete „Kiwihaus“, unter anderem mit einer verdunkelten Anlage für Nördliche Streifenkiwis. Es zeigt auch Skelett und Ei dieser Arten.
Unweit des Flamingogeheges befinden sich die Reihe der Paradiesvogel-Volieren, bewohnt von Raggi-, Rot-, Königs-, Faden- und Goldflügel-Paradiesvögeln, und ein Gehege für Blauhalsstraußen und Nördlichen Hornraben. Zwei nahe gelegene Teichanlagen beherbergen einen weiblichen Schuhschnabel und die in Walsrode erfolgreich züchtenden Sattelstörche.
Hinter den beiden Teichanlagen erstreckt sich die große Freiflughalle, welche von südamerikanischem Vogelarten wie Savannen-Gelbkopfgeiern, Roten Sichlern, Rotschnabel- und Witwenpfeifgänsen, Orinokogänsen, Peposaka-, Bindenruder-, Amazonas-, Moschus-, Rotschulter-, Kupferspiegel-, Bahama- und Fuchslöffelenten, Halsband- und Hornwehrvögeln, Bronzekiebitzen, Maguaristörchen, Nördlichen Marailguanen und Rosalöfflern bewohnt wird, mit angeschlossener Dünenlandschaft und Wellenanlage, welche unter anderem von einer einzelnen Graukopfmöwe, Inkatrielen, Schwarznacken-Stelzenläufer, Inkaseeschwalben, Schwarzzügelibissen, Schneesichlern, Bronzekiebitzen, Graumöwen und Braunkopf-, Patagonischen Schopf- und Chilekrickenten bewohnt wird. Zu ehemaligen Bewohnern der Freiflughalle gehören Riesenblässhühner, Geierperl- und Kräuselhaubenperlhühner, Montezuma-Stirnvögel, Renauldkuckucke, Koritrappen und Guineatauben.
Kranichsee Verlässt man die Freiflughalle kommt man zum Kranichsee mit einer Großvoliere und Gehegen für u. a. die folgenden Kranich- und Gänsearten: Australischer Saruskranich, Mähnenente, Trauerschwan, Hühnergans, Tasmanmoorente Schwanengans, Schwarzhalskranich Mandschurenkranich, Schwarzhalsschwan Weißnackenkranich, Schwarzhalsschwan Paradieskranich, Magellan-Dampfschiffente Schneekranich Marabu, Westafrikanischer Kronenkranich, Ostafrikanischer Kronenkranich (Großvoliere) Schwarzschnabelstorch, Sichelente, Baermoorente, Seidenreiher, Sichler, Europäischer Löffler, Gänsesäger, Graureiher, Ringfasan (Unterarten torquatus und karpowi)
Eine weitere Voliere, in der unter anderem Klunkerkraniche lebten, wurde abgerissen. Auf der freigewordenen Fläche entstand ein japanischer Garten mit Teepavillon. Weiterhin findet man in der Nähe des Sees, in welchem Kormorane leben, einen Bauerngarten.
See- und Greifvogelvolieren Die Seevogelvoliere hinter dem Kranichsee wird bewohnt von Herings- und Lachmöwen, Austernfischern, Basstöpeln, Große Brachvögel, Brand- und Rothalsgänsen, Büffelkopf-, Spieß-, Europäische Pfeif-, Kanadaberg-, Moor-, Rotkopf-, Riesentafel-, Eis-, Plüschkopf- und Spatelenten, Gänse-, Kappen-, Zwerg- und Schuppensägern sowie Säbelschnäblern. Im Frühjahr 2026 brach in dieser Voliere die Vogelgrippe aus. Rund 80 Vögel wurden getötet, der übrige Vogelbestand des Parks blieb hingegen verschont.
Es folgen die Greifvogel-Volieren für Andenkondore und Rotschwanzbussarde, Schopf- und Falklandkarakaras, Königsgeier, Riesenseeadler sowie Harpyien und schließlich die Gehege für Emus. Vor dem Einzug der Emus wurden in diesen Gehegen Rothals- und Westermannkasuare gehalten; beide waren die letzten Vertreter ihrer Art in Europa.
Nachtwelten Ende des Jahres 2011 ist ein Kolibri-Haus hinzugekommen. In den speziell an das Verhalten der Kolibris angepassten Volieren können diese beobachtet werden. Hier wurden einige Kolibriarten erfolgreich gezüchtet, etwa die Rostbauchamazilie.
Seit dem Saisonstart 2024 wird das Kolibrihaus als Nachttierhaus genutzt, bewohnt von Pallas-Blütenfledermäusen, Hellen Lanzennasen, Kurzkopf-Gleitbeutlern, Weißbart-Ruderfröschen, Faltengeckos, Palmenflughunden und Moholi-Galagos, die Kolibris sind nun in der Anlage „Pukara“ zu finden.
Tropenhalle Jungle Trail In der Tropenhalle „Jungle Trail“ konnte der Besucher freilebende Vögel aus Südostasien in ihrem natürlichen Umfeld erleben, zusätzlich gab es Volieren für Vögel, die nicht für den Freiflug geeignet sind.
Die Tropenhalle wurde zur Wintersaison 2024/25 aus Sicherheitsgründen geschlossen. Der künftige Verbleib ist unklar. Bis zur Schließung lebten dort die folgenden Vögel: Helmhornvogel Kleiner Borneohaubenfasan, Mindanaohornvogel Malaien-Gelbschwanzfasan, Schwarzweißhäherling Luzonhornvogel, Palawan-Pfaufasan, Asiatischer Purpurreiher Orangehaubenkakadu, Sundafruchttaube, Dammermanbartsittich Java-Rhinozeroshornvogel Doppelhornvogel Papua-Hornvogel, Rotbugkrontaube Südlicher Gelbmasken-Hornvogel, Königsatzel, Salvadorifasan, Kragentaube Mangrovereiher, Prachtreiher, Kräuselscharbe Blaubrustkrontaube, Kapuzinerkotinga, Straußwachtel Fächer-, Kragen-, Grünflügel-, Celebes-Rotnacken-Erd-, Rotnacken-Frucht- und Zweifarben-Fruchttaube, Salvadorifasan, Weißflügel-, Tasmanmoor-, Neuseeländische Augenbrauen- und Kastanienente, Wander-, Tüpfel-, Sichel-, Java- und Witwenpfeifgans, Radjahgans, Philippinen-Rotrücken- und Prachtreiher, Neuguineaedelpapagei, Südlicher Orienthornvogel, Südlicher Gelbmasken-Hornvogel, Straußwachtel ( freilebend) Eine Voliere vor der Halle beherbergt Kalifasane und Himalaya-Felsentauben. Im „Rosencafe“ nebenan sind in zwei Volieren Königsfasan und Java-Malaienkäuzen bzw. Rotschwanzmonale und Sunda-Fischuhus zu sehen.
Tropenhalle Pukara