__KEIN_INHALTSVERZEICHNIS__
Der Katzenjammer (Studentensprache, Goethezeit) bezeichnet:
den Kater nach einem Alkoholrausch mit Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Gemütsverstimmung und Niedergeschlagenheit die Ernüchterung nach überschwänglicher Freude auch Gewissensqualen, Reue
Das Wort Katzenjammer ist die entschärfte Version des ursprünglichen Ausdrucks „Kotzen-Jammer“ aus der Goethe-Zeit.
Die lateinische Entsprechung, über die der Katzenjammer in die medizinische Fachsprache Eingang gefunden hat, heißt crapula, was in der Übersetzung eben auch Rausch bedeutet.
Das Wort gehört zu den tiervergleichenden Wortprägungen wie Löwenmähne, Bärenhunger, Schweinsgalopp, Bienenfleiß, Sauwetter, Hundstag, Affenschande.
Im 19. Jahrhundert hat der Dichter Friedrich Schlögl den Katzenjammer beschrieben:
Bereits im Handbuch der Drogisten-Praxis, Band 25: Erster Theil von 1893 wird als ein Verwendungszweck für Salmiakgeist angegeben: …Medizinisch innerlich in kleinen Gaben (6–10 Trpf.) in ½ Glas Wasser gegen Trunkenheit und Katzenjammer…
Siehe auch The Katzenjammer Kids Katzenjammer Kabarett Kyuss (Band, ursprünglich gegründet als Katzenjammer) Katzenjammer (norwegische Folk-Band)
Literatur Carole Nelson Douglas: Montags kommt der Katzenjammer. Ein Temple-Barr-&-Midnight-Louie-Krimi. Econ, Düsseldorf 1995, ISBN 3-612-25102-3. Ramón Díaz Eterovic: Kater und Katzenjammer. Ein Fall für Heredia Roman. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-06285-0. Anton Kuh: Sekundentriumph und Katzenjammer. Herausgegeben von Traugott Krischke. Kremayr & Scheriau, Wien 1994, ISBN 3-218-00595-7. C. B. Lessmann: Sisters. Band 4: Katzenjammer auf Wolke sieben. Loewe, Bindlach 2002, ISBN 3-7855-4404-9.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Redewendung