mini|Lothar Bellag (links) gratuliert Erich Honecker zum 70. Geburtstag, als Vorsitzender des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden der DDR (1982) Lothar Bellag (* 27. November 1930 in Berlin; † 8. August 2001) war ein deutscher Fernsehfilmregisseur und Schauspieler, sowie Vorsitzender des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden der DDR.

Leben Lothar Bellag studierte von 1947 bis 1949 Schauspiel an der Mendelssohn-Akademie Leipzig. Danach war er als Schauspieler in Rostock und am Theater der Freundschaft für Kinder in Berlin tätig. Seit 1954 war er am Theater am Schiffbauerdamm in Berlin unter Bertolt Brecht, wo er auch Regie führte.

Ab 1960 drehte Lothar Bellag Spielfilme für den Deutschen Fernsehfunk in Berlin. Am bekanntesten wurden die Mehrteiler Daniel Druskat (1976) und Johann Sebastian Bach (1985). Nach 1990 pausierte er notgedrungenerweise für einige Jahre, von 1996 bis 1998 konnte er mehrere Folgen der Fernsehserie Hallo, Onkel Doc! drehen.

Lothar Bellag war seit 1967 Vizepräsident und seit 1979 Präsident des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden der DDR sowie seit 1969 Mitglied der Akademie der Künste der DDR.

Filmografie Regie in Fernsehfilmen, einige als Studioinszenierungen 1960 Die Häuser des Herrn Sartorius 1961 Mandragola 1961 Napoleon in New OrleansNapoleon in New Orleans Fernsehen der DDR (Memento) 1962 Der Vierte 1962 Das Mädchen ohne Mitgift 1963 Was ihr wollt 1963 Die rote Kamille 1964 Heiraten ist immer ein Risiko 1964 Glasmenagerie (nach Tennessee Williams) 1965 Woyzeck 1966 Die Ermittlung. Oratorium in 11 Gesängen (Inszenierung, Co-Regisseur) 1966/1968 Die Geduld der Kühnen (5 Folgen, auch Drehbuch) !1968 Zeit ist Glück 1969 Meister Falk. Die Engel der Ersten (3 Folgen, auch Drehbuch) 1969 Der Engel im Visier (auch Drehbuch) 1970 Fiete Stein 1971 Mein Freund 1972 Der Regimentskommandeur (auch Drehbuch) 1973 Scheidungsprozeß 1973/1976 Der kaukasische Kreidekreis (Studioinszenierung) 1974 Der Maulheld 1976 Daniel Druskat (5 Teile, auch Drehbuch) 1977 Rückkopplung 1979 Tull (DEFA für TV, auch Drehbuch) 1981 Das Ermittlungsverfahren 1982 Der Mann von der Cap Arcona (auch Drehbuch) 1985 Johann Sebastian Bach (4 Teile, auch Drehbuch) 1988 Tiere machen Leute (9 Folgen) 1990 Wie ein Vogel im Schwarm (auch Drehbuch)Wie ein Vogel im Schwarm Fernsehen der DDR (Memento) 1996–1998 Hallo, Onkel Doc! (10 Folgen) 1997 Ein Vater sieht rot

Schauspieler in Fernsehfilmen, wenn nicht anders angegeben

1957: Mutter Courage und ihre Kinder (Theateraufzeichnung) 1964: Der geteilte Himmel 1965: Schlafwagen Paris–München 1966: Columbus 64 (Mehrteiler) 1968: Wege übers Land (5 Teile) 1975: Aus meiner Kindheit

1980: Muhme Mehle

Theater Regie 1955: Johannes R. Becher: Winterschlacht (Berliner Ensemble) 1957: Bertolt Brecht: Die Gesichte der Simon Machard (Theater der Freundschaft) 1957: Bertolt Brecht: Furcht und Elend des Dritten Reiches – Regie mit Käthe Rülicke/Konrad Swinarski/Carl M. Weber/Peter Palltzsch (Berliner Ensemble) 1958: Wera Küchenmeister/Claus Küchenmeister: Damals 18/19 (Theater der Freundschaft) 1962: Konstantin Simonow: Der Vierte (Volksbühne Berlin – Theater im III. Stock) 1962: Saul O’Hara: Inspektor Campbells letzter Fall – Regie mit Wolfgang Langhoff (Deutsches Theater Berlin, Kammerspiele)

Schauspieler 1955: Alexander Ostrowski: Ziehtochter (Leonid, Regie Angelika Hurwicz, Theater am Schiffbauerdamm) 1959: Bertolt Brecht: Leben des Galilei (Regie Erich Engel, Theater am Schiffbauerdamm)

Auszeichnungen

1968 Nationalpreis der DDR 1987 Nationalpreis der DDR

Literatur

Weblinks

Lothar Bellag Filmportal

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Fernsehregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR I. Klasse für Kunst und Literatur Kategorie:Mitglied der Akademie der Künste (DDR) Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1930 Kategorie:Gestorben 2001 Kategorie:Mann