Die Reinhold-Maier-Stiftung Baden-Württemberg ist eine parteinahe Stiftung der FDP in Baden-Württemberg. In Deutschland ist sie die älteste der liberalen Landesstiftungen.Ich will die Freiheit hier auf Erden! In: Metzinger Uracher Volksblatt. 30. April 2018.

Ziele und Angebote Die Stiftung wurde am 25. April 1977 anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Landes Baden-Württemberg in Erinnerung an Werk und Wirkung des ersten Ministerpräsidenten Reinhold Maier auf Initiative der FDP-Politiker Martin Bangemann, Alfred Eger, Karl Hermann Hummel, Siegfried Körner, Jürgen Morlok und Hermann Müller gegründet.50 Jahre Baden-Württemberg – der liberale Beitrag. 1952–2002. Eine Festschrift mit zeitgenössischen Texten. Hrsg. von der Reinhold-Maier-Stiftung Baden-Württemberg. Ausgewählt und kommentiert von Beate-Carola Padtberg, Reinhold-Maier-Stiftung, Stuttgart 2002, S. 313. Sie ist eine als gemeinnützig anerkannte StiftungLiberale diskutieren Bildungspolitik in Tuttlingen. In: Heuberger Bote. 2. Juni 2015. zur politischen WeiterbildungMartin Bührer: „Weil sie so normal ist“. Nadine Angerer, Fußball-Nationaltorhüterin in Weingarten. In: Südkurier. 24. Dezember 2007.Was bedeutet „Inflation“? In: Reutlinger General-Anzeiger. 23. Oktober 2013. und Mitglied im Landesnetzwerk Politische Bildung Baden-Württemberg. Die Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, „allen Interessierten, insbesondere heranwachsenden Generationen, Wissen im Sinne liberaler Grundhaltung zu vermitteln, Persönlichkeitswerte lebendig zu erhalten und demokratische Grundlagen in der Politik zu festigen“.Jochen Merkle: Reinhold Maier. Liberaler Demokrat und Vater des Südweststaats. Reinhold-Maier-Stiftung, Stuttgart 2021, S. 30–31; Eigenangabe der Stiftung zu Zielen und Aufgaben nach ihrer Website, Abruf am 3. Januar 2022. Zu diesem Zweck führt sie Seminar- und VortragsveranstaltungenStatt vieler Belege: Vortrag: Staatsminister Link thematisiert Euro-Krise. In: Südkurier. 16. Juli 2012; Diskussion über Freihandel. In: Haller Tagblatt. 16. Juli 2015; Ein Tag Kommunalpolitik. In: Südwest Presse. 8. September 2020; Stuttgarter Schüler sammeln Ideen für die Stadt von morgen. In: stuggi.tv. 21. Oktober 2021; Stolpersteine erinnern in Pforzheim an die Gräueltaten des Nazi-Regimes. In: Badische Neueste Nachrichten. 31. August 2020; In Stuttgart ist der Hitlerjunge Salomon. In: Stuttgarter Nachrichten. 18. März 2019. durch und gibt Veröffentlichungen heraus.

Die Reinhold-Maier-Stiftung arbeitet auf Grundlage einer Kooperationsvereinbarung eng mit dem Landesbüro Baden-Württemberg der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Stuttgart zusammen.

Standorte Ursprünglich hatte die Stiftung ihren Sitz in Stuttgart. In den 1990er-Jahren befand sich der Stiftungssitz in Konstanz, wo gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung die Bildungsstätte Waldhaus Jakob (1989–2001)Zur Bildungsstätte siehe Monika Faßbender: „... auf der Grundlage des Liberalismus tätig“. Die Geschichte der Friedrich-Naumann-Stiftung. Nomos, Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-8329-4893-1, S. 154, 159 und 163. betrieben wurde. Anfang 2002 erfolgte die Rückverlegung des Sitzes nach Stuttgart.Zum Sitz siehe 50 Jahre Baden-Württemberg – der liberale Beitrag. 1952–2002. Eine Festschrift mit zeitgenössischen Texten. Hrsg. von der Reinhold-Maier-Stiftung Baden-Württemberg. Ausgewählt und kommentiert von Beate-Carola Padtberg, Reinhold-Maier-Stiftung, Stuttgart 2002, ISBN 3-00-009144-0, S. 316 und 335.

Gremien und Personen Organe der Stiftung sind der Vorstand und der Verwaltungsrat.

Vorstand Aktuelle Vorsitzende der Stiftung ist Isabel Fezer, ihre Stellvertreterin ist Julia Goll.

Bisherige Vorsitzende: 1990Ulrich Goll. In: Südkurier. 21. März 2001. bis 2016: Ulrich Goll 2016 bis 2023: Jochen Haußmann seit 2023: Isabel Fezer

Verwaltungsrat Dem 13-köpfigen Verwaltungsrat gehören aktuell unter anderem Alena Fink-Trauschel, Christopher Gohl, Birgit Homburger, Jürgen Morlok und Niko Reith an.

Ehrungen Reinhold-Maier-Medaille

Mit der Reinhold-Maier-Medaille, die im Wechsel von der Reinhold-Maier-Stiftung, der FDP/DVP-Landtagsfraktion und der FDP Baden-Württemberg verliehen wird, werden seit 1989 Personen ausgezeichnet, die sich „in besonderer Weise um den Liberalismus und den Wert der Freiheit verdient gemacht haben“.

Reinhold-Maier-Nadel Die Reinhold-Maier-Nadel wird von der Reinhold-Maier-Stiftung seit 1997 an Personen verliehen, „die sich als Liberale insbesondere auf kommunaler Ebene engagiert haben und sich im Sinne Reinhold Maiers Verdienste um die ‘Graswurzeldemokratie’ erworben haben.“Milva-Katharina Klöppel: Stets voran gelaufen. Hermann Bach für langjähriges Engagement geehrt. In: Heilbronner Stimme. 17. Juni 2009. Zu den Geehrten zählen unter anderem Hans Albrecht, Friedrich Haag, Walter Witzenmann, Eugen Theodor Martin, Ernst Waldemar Bauer, Ulrich Gauß, Horst Stuhlmann und Friedrich-Wilhelm Kiel.Zu dieser Auszeichnung und weiteren Geehrten siehe 50 Jahre Baden-Württemberg – der liberale Beitrag. 1952–2002. Eine Festschrift mit zeitgenössischen Texten. Hrsg. von der Reinhold-Maier-Stiftung Baden-Württemberg. Ausgewählt und kommentiert von Beate-Carola Padtberg, Reinhold-Maier-Stiftung, Stuttgart 2002, S. 322.

Reinhold-Maier-Preis Der Reinhold-Maier-Preis für Verdienste um die liberale Öffentlichkeit wurde im Jahr 2019 erstmals verliehen.Liberale Vorbilder werden geehrt. In: Schwäbische Zeitung. 23. November 2019.

Bisherige Preisträger sind: 2019: Michael Hetzer, Ernst-Wilhelm Gohl, „Im blauen Sessel“ 2021: Björn Schittenhelm, Feria e. V., Waldhaus Hildrizhausen

Veranstaltungen Ausstellungen Die Stiftung konzipierte und präsentierte mehrfach Ausstellungen, gelegentlich in Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen wie der Friedrich-Naumann-Stiftung. Themen waren beispielsweise die „Geschichte des Liberalismus“ (im Jahr 2000),Ausstellung. Geschichte des Liberalismus. In: Südkurier. 4. Mai 2000.Gegenwart kritisch hinterfragen. Heute noch: Ausstellung „Geschichte des deutschen Liberalismus“ in Bad Dürrheim. In: Südkurier. 22. Mai 2000. 50 Jahre Baden-Württemberg – der liberale Beitrag (2002)Start für Wanderausstellung. In: Südkurier. 11. April 2002.Kompakte Landesgeschichte. 50 Jahre Baden-Württemberg – Ausstellung im Suso-Gymnasium. In: Südkurier. 5. Juli 2002. und Walter Scheel („Botschafter der Freiheit“, 2009).Ein Politiker mit Instinkt und Weitblick – Anlässlich des 90. Geburtstages ist Altbundespräsident Walter Scheel eine Ausstellung gewidmet. In: Badische Zeitung. 8. Dezember 2009. 2021 wurde eine Ausstellung über Reinhold Maier in Schorndorf gezeigt.Stadtmuseum Schorndorf. Die Entstehung der Ausstellung wurde in der Presse aufgegriffen: Bericht des Zeitungsverlags Waiblingen; Stadt Schorndorf.

Bodenseetreffen Die Stiftung übernahm nach ihrer Gründung die Organisation des Bodenseetreffens, das die Friedrich-Naumann-Stiftung 1972 etabliert hatte.50 Jahre Baden-Württemberg – der liberale Beitrag. 1952–2002. Eine Festschrift mit zeitgenössischen Texten. Hrsg. von der Reinhold-Maier-Stiftung Baden-Württemberg. Ausgewählt und kommentiert von Beate-Carola Padtberg, Reinhold-Maier-Stiftung, Stuttgart 2002, S. 314. Hier trafen sich Liberale aus Bodensee-Anrainerstaaten bis 1995 jährlich und noch einmal im Jahr 2000,Liberale Perspektiven aus Sicht der Anrainerstaaten. Internationales Bodenseetreffen der Reinhold-Maier-Stiftung in Singen. In: Südkurier, 19. September 2000. um über ihre grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu sprechen.

Veröffentlichungen Die Stiftung gibt seit 1978 die Schriftenreihe der Reinhold-Maier-Stiftung, in der bislang insgesamt 37 Bände (Stand: November 2025) erschienen sind, sowie Einzelpublikationen heraus.

Literatur Jochen Merkle: Reinhold Maier. Liberaler Demokrat und Vater des Südweststaats. Reinhold-Maier-Stiftung, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-9822020-5-1 (PDF; 11,9 MB). 50 Jahre Baden-Württemberg – der liberale Beitrag. 1952–2002. Eine Festschrift mit zeitgenössischen Texten. Herausgegeben von der Reinhold-Maier-Stiftung Baden-Württemberg. Ausgewählt und kommentiert von Beate-Carola Padtberg (= Schriftenreihe der Reinhold-Maier-Stiftung. Band 28). Reinhold-Maier-Stiftung, Stuttgart 2002, ISBN 978-3-00-009144-5, S. 313–335.

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Einzelnachweise

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