Kleinhartmannsdorf ist eine Ortschaft, die seit dem 1. Oktober 1995 als Ortsteil zur Gemeinde Eppendorf im Landkreis Mittelsachsen (Freistaat Sachsen) gehört. Der Ortsteil hat den Status einer Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit gemäß seiner Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.
Geographie Kleinhartmannsdorf liegt im unteren Erzgebirge an der Straße zwischen Eppendorf und Langenau. Rund fünf Kilometer südlich von Kleinhartmannsdorf liegt Großhartmannsdorf. Die nächstgelegenen Städte sind Oederan im Nordwesten und Brand-Erbisdorf im Nordosten.
Geschichte Die Siedlungsform als Waldhufendorf lässt auf eine planmäßige Ortsanlage durch deutsche Siedler schließen, die vermutlich im 12. Jahrhundert ankamen. Urkundliche Erwähnungen finden sich 1370 als Hartirsdorf, 1376 als Harttirsdorf und 1378 als Hartirstorf. Ein Namenszusatz zur Unterscheidung von Großhartmannsdorf ist für das 15. Jahrhundert schriftlich belegbar, so in Urkunden aus den Jahren 1408 als Cleyne Hartterstorff, 1474 als Kleinen Hartirßdorf und 1495 als Hartmanßdorff Minor.
Die Kleinhartmannsdorfer Kirche wurde vermutlich schon vor der Reformation errichtet. Sie war ursprünglich eine Filialkirche der Eppendorfer Kirche, von der sie heute eine Schwesterkirche ist.
Kleinhartmannsdorf war lange Zeit Amtsdorf des Amtes Augustusburg (vormals Schellenberg) und wurde im 19. Jahrhundert der Amtshauptmannschaft Freiberg unterstellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es 1952 bei der umfassenden Verwaltungsreform der DDR zum neu gegründeten Kreis Flöha, dessen Kerngebiet bei der ersten sächsischen Kreisreform 1994 im Landkreis Freiberg und mit diesem bei der zweiten Reform 2008 im Landkreis Mittelsachsen aufging.
In der DDR befand sich in Kleinhartmannsdorf die Entwicklungsstelle des Kombinat Holzspielwaren VERO Olbernhau.
Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl1551 35 besessene Mann, 46 Gärtner und Inwohner1764 35 besessene Mann, 2 Gärtner, 22 Häusler, 40 ¾ Hufen1834 4491871 600 Jahr Einwohnerzahl1890 6301910 6731925 7121939 627 Jahr Einwohnerzahl1946 7881950 7731964 6541990 562
Persönlichkeiten Max Emil Seifert (24. November 1914 in Eppendorf – 2001 in Düsseldorf), Kunstmaler, wuchs in Kleinhartmannsdorf auf Hermann Müller(* 1942), Formgestalter und Kunsthandwerker; lebt in Kleinhartmannsdorf
Literatur
Weblinks
Geschichte von Kleinhartmannsdorf In: Webauftritt der Gemeinde Eppendorf.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Mittelsachsen Kategorie:Eppendorf Kategorie:Waldhufendorf Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Mittelsachsen) Kategorie:Gemeindeauflösung 1995