Die 79. Eishockey-Weltmeisterschaften der Herren der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF waren die Eishockey-Weltmeisterschaften des Jahres 2015. Insgesamt nahmen zwischen dem 3. April und dem 17. Mai 2015 47 Nationalmannschaften an den sechs Turnieren der Top-Division sowie der Divisionen I bis III teil.

Das Turnier der Top-Division mit 16 Nationalmannschaften fand vom 1. bis 17. Mai 2015 in der tschechischen Hauptstadt Prag und in Ostrava statt. Die weiteren Turniere fanden im April in Krakau, Eindhoven, Reykjavík, Kapstadt und Izmir statt.

Der Weltmeister wurde zum 25. Mal insgesamt und zum ersten Mal seit 2007 die Mannschaft Kanadas, die im Finale Russland mit 6:1 bezwang. Die deutsche Nationalmannschaft belegte den zehnten Rang, während das Schweizer Nationalteam im Viertelfinale gegen die Vereinigten Staaten ausschied. Österreich verpasste durch den 15. Platz den Klassenerhalt in der Top-Division und stieg somit direkt wieder in die Division IA ab.

Die Aufsteiger in den vier Divisionen waren die Mannschaften aus Kasachstan, Ungarn, Südkorea, Rumänien, die Volksrepublik China und Nordkorea.

+ Übersicht Herren-Weltmeisterschaften Turnier Ort Datum Teil-nehmer Zuschauerinsgesamt Spiele ø Top-Division PragOstrava 1. Mai 2015 – 17. Mai 2015 16 724.307 64 11.317 Division I A Krakau 19. April 2015 – 25. April 2015 6 66.651 15 4.443 Division I B Eindhoven 13. April 2015 – 19. April 2015 6 15.920 15 1.061 Division II A Reykjavík 13. April 2015 – 19. April 2015 6 4.958 15 331 Division II B Kapstadt 13. April 2015 – 19. April 2015 6 4.263 15 284 Division III Izmir 3. April 2015 – 12. April 2015 7 7.955 21 379

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Teilnehmer, Austragungsorte und -zeiträume

Top-Division: 1. bis 17. Mai 2015 in Prag und Ostrava, Tschechien Teilnehmer: , , , , , , , , (Aufsteiger), (Titelverteidiger), , , , (Aufsteiger), , Division I Gruppe A: 18. bis 24. April 2015 in Krakau, Polen Teilnehmer: (Absteiger), , (Absteiger), (Aufsteiger), , Gruppe B: 13. bis 19. April 2015 in Eindhoven, Niederlande Teilnehmer: (Aufsteiger), , , , , (Absteiger) Division II Gruppe A: 13. bis 19. April 2015 in Reykjavík, Island Teilnehmer: , , , (Absteiger), , (Aufsteiger) Gruppe B: 13. bis 19. April 2015 in Kapstadt, Südafrika Teilnehmer: (Aufsteiger), , (Absteiger), , , Division III: 3. bis 12. April 2015 in Izmir, Türkei Teilnehmer: (erste Teilnahme seit 2008), , , , , (Absteiger),

Modus In der Top-Division qualifizieren sich die vier besten Mannschaften jeder Gruppe direkt für das Viertelfinale. Die Gesamtanzahl der Spiele beträgt 64 Partien.

In den Divisionen I und II werden die jeweils zwölf Mannschaften qualitativ in je zwei Gruppen zu sechs Teams aufgeteilt. Dies geschieht auf Grundlage der Abschlussplatzierungen der Weltmeisterschaften des Jahres 2014. Die Division III spielt in einer Gruppe mit sieben Mannschaften.

Aus der Top-Division steigen die beiden Letzten der zwei Vorrundengruppen in die Division I A ab. Aus selbiger steigen die beiden Erstplatzierten zum nächsten Jahr in die Top-Division auf, während der Sechstplatzierte in die Division I B absteigt. Im Gegenzug steigt der Gewinner der Division I B in die Division I A auf. Aus der Division I B steigt ebenfalls der Letzte in die Division II A ab. Die Aufstiegsregelung der Division I B mit einem Auf- und Absteiger gilt genauso für die Divisionen II A und II B.

Top-Division WM 2015 der Herren Anzahl Nationen 16 Weltmeister Silber Bronze Absteiger   Austragungsort Prag & Ostrava, Tschechien Eröffnung 1. Mai 2015 Endspiel 17. Mai 2015 Zuschauer 741.700 (11.589 pro Spiel) Tore 354 (5,53 pro Spiel)  Bester Torhüter Pekka Rinne Bester Verteidiger Brent Burns Bester Stürmer Jason Spezza MVP Jaromír Jágr Topscorer Jason Spezza (14 Punkte)

Die Weltmeisterschaft der Top-Division wurde vom 1. bis zum 17. Mai 2015 in der tschechischen Hauptstadt Prag sowie in Ostrava ausgetragen. Gespielt wurde in der O₂ Arena (17.000 Plätze) in Prag sowie der ČEZ Aréna in Ostrau mit 9.821 Plätzen.

Vergabe Die Bewerbung des tschechischen Eishockeyverbandes setzte sich auf dem Jahreskongress des Eishockey-Weltverbandes IIHF am 21. Mai 2010 im deutschen Köln mit 84:22-Stimmen gegen jene der Ukraine durch.

Bewerber Stimmen Anteil (in %) 84 79 22 21

Teilnehmer Am Turnier nahmen die besten 14 Mannschaften der Vorjahres-Weltmeisterschaft sowie die beiden Erstplatzierten des Turniers der Division IA des Vorjahres teil:

14 aus Europa Belarus Dänemark Deutschland Finnland Frankreich Lettland Norwegen Österreich(Aufsteiger aus der Division IA) Russland(Titelverteidiger) Schweden Schweiz Slowakei Slowenien(Aufsteiger aus der Division IA) Tschechien(Gastgeber) 2 aus Nordamerika Kanada USA

Gruppeneinteilung mini|480px|Teilnehmer der Weltmeisterschaft 2015. Tschechien als Gastgeber ist rot eingefärbt, Österreich und Slowenien als Aufsteiger aus der Division I hellblau. Die restlichen Teilnehmer sind dunkelblau eingefärbt. Die Gruppeneinteilung der Vorrunde wurde auf Basis der nach Abschluss der Weltmeisterschaft 2014 aktuellen IIHF-Weltrangliste festgelegt. Aus geografischen Gesichtspunkten – Ostrava liegt etwa 50 Kilometer von der slowakischen Grenze entfernt – tauschten die Schweiz und die Slowakei die Gruppen.

Gruppe A (Prag) Gruppe B (Ostrau) Schweden (1) Finnland (2) Kanada (4) Russland (3) Tschechien (5) USA (6) Schweiz (7) Slowakei (8) Lettland (9) Norwegen (10) Frankreich (12) Belarus (11) Deutschland (13) Slowenien (14) Österreich (16) Dänemark (15) * In Klammern ist der jeweilige Weltranglistenplatz angegeben.

Modus Das 17-tägige Weltmeisterschaftsturnier wurde in zwei Phasen – Vorrunde und Finalrunde – gegliedert.

Die 16 Teams spielten nach ihrer Weltranglistenplatzierung zunächst in zwei Gruppen à acht Teams eine Vorrunde (Preliminary Round). Dabei wurden für einen Sieg nach regulärer Spielzeit von 60 Minuten drei, für einen Sieg in der maximal fünfminütigen Verlängerung oder im Penaltyschießen zwei und für eine Niederlage in der Verlängerung oder im Penaltyschießen ein Punkt vergeben. Bei Punktgleichheit zwischen zwei Teams entschied der direkte Vergleich. Waren mehr als zwei Mannschaften punktgleich, entschieden folgende Kriterien: Anzahl Punkte aus den Spielen der punktgleichen Mannschaften gegeneinander, bessere Tordifferenz aus den Spielen gegeneinander, Anzahl Tore aus den Spielen gegeneinander Punkte, Tordifferenz und Tore gegen die nächstbessere, nicht punktgleiche Mannschaft (wenn möglich), Ergebnisse gegen die übernächstbessere, nicht punktgleiche Mannschaft (wenn möglich), Platzierung in der IIHF-Weltrangliste des Jahres 2014. Waren nach einem dieser Kriterien nur noch zwei Mannschaften punktgleich, entschied wieder der direkte Vergleich.

Die vier besten Mannschaften jeder Vorrundengruppe qualifizierten sich für das Viertelfinale und spielten im K.-o.-System mit folgendem Halbfinale und Finale die Medaillengewinner aus (Playoff Round). Die Nationen auf dem letzten Rang der jeweiligen Gruppe stiegen in die Division IA ab. Da Russland als Gastgeber für die WM 2016 gesetzt war, wäre bei einem sportlichen Abstieg Russlands die vorletzte Nation der beiden Gruppen mit der schlechteren Bilanz abgestiegen.

Austragungsorte Prag Ostrava O₂ ArenaKapazität: 17.000 ČEZ ArénaKapazität: 9.821 x180px|O₂ Arena x180px|ČEZ Aréna

Vorrunde Die Vorrunde der Weltmeisterschaft startet am 1. Mai, beendet wird die Vorrunde am 12. Mai.

Gruppe A

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. 7 7 0 0 0 49:14 21 2. 7 4 2 0 1 34:19 16 3. 7 4 1 1 1 27:18 15 4. 7 2 0 4 1 12:18 10 5. 7 2 0 1 4 11:24 7 6. 7 1 1 0 5 13:20 5 7. 7 0 2 1 4 11:25 5 8. 7 0 2 1 4 10:29 5 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen: ,

Gruppe B

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. 7 5 1 0 1 22:14 17 2. 7 4 2 0 1 22:9 16 3. 7 4 1 1 1 30:16 15 4. 7 4 0 2 1 20:19 14 5. 7 1 2 2 2 17:19 9 6. 7 2 0 0 5 12:23 6 7. 7 1 0 1 5 10:20 4 8. 7 1 0 0 6 9:22 3 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen: ,

Finalrunde Die Finalrunde beginnt nach Abschluss der Vorrunde am 14. Mai 2015, so dass alle Teams mindestens einen Ruhetag hatten. Zwei der Viertelfinalpartien werden in der O₂ Arena, die anderen beiden in der ČEZ Aréna ausgetragen. Die Partien finden wie im Vorjahr im Kreuzvergleich der beiden Vorrundengruppen statt. Ab dem Halbfinale am 16. Mai werden sämtliche Begegnungen in der O₂ Arena abgehalten. Das Finale sowie das Spiel um Bronze sind auf den 17. Mai terminiert.

Viertelfinale

Halbfinale

Spiel um Platz 3

Finale

Statistik Beste Scorer Quelle: IIHFiihf.com, Leading Skaters; Abkürzungen: Sp = Spiele, T = Tore, V = Assists, Pkt = Punkte, +/− = Plus/Minus, SM = Strafminuten; Fett: Turnierbestwert Spieler Mannschaft Sp T V Pkt +/− SM Jason Spezza 10 6 8 14 +7 2 Jordan Eberle 10 5 8 13 +8 0 Taylor Hall 10 7 5 12 +8 6 Sergei Mosjakin 10 6 6 12 +8 0 Matt Duchene 10 4 8 12 +10 2 Oliver Ekman Larsson 8 2 10 12 +4 6 Sidney Crosby 9 4 7 11 +1 2 Jewgeni Dadonow 10 4 7 11 +4 2 Jussi Jokinen 8 3 8 11 +3 0 Brent Burns 10 2 9 11 +12 4 Ryan O’Reilly 10 2 9 11 +10 0

Beste Torhüter Quelle: IIHFiihf.com,Leading Goalkeepers; Abkürzungen: Sp = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), SaT = Schüsse aufs Tor, GT = Gegentore, SVS = Gehaltene Schüsse, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GTS = Gegentorschnitt, SO = Shutouts; Fett: Turnierbestwert

Spieler Mannschaft Sp Min SaT GT SVS Sv% GTS SO Connor Hellebuyck 8 482:00 211 11 200 94,79 1,37 2 Sebastian Dahm 5 297:19 161 11 150 93,17 2,22 0 Mike Smith 8 480:00 172 12 160 93,02 1,50 2 Pekka Rinne 7 427:16 166 12 154 92,77 1,69 3 Cristobal Huet 5 287:46 129 10 119 92,25 2,09 1 Ondřej Pavelec 9 517:28 193 17 176 91,19 1,97 1 Edgars Masaļskis 7 403:48 218 20 198 90,83 2,97 0 Sergei Bobrowski 9 542:16 223 21 202 90,58 2,32 1 Timo Pielmeier 3 176:57 91 9 82 90,11 3,05 0 Ján Laco 6 308:50 117 12 105 89,74 2,33 0

Abschlussplatzierungen Die Platzierungen ergaben sich nach folgenden Kriterien: Plätze 1 bis 4: Ergebnisse im Finale sowie im Spiel um Platz 3 Plätze 5 bis 8 (Verlierer der Viertelfinalpartien): nach Platzierung, dann Punkten, dann Tordifferenz in der Vorrunde Plätze 9 bis 16 (Vorrunde): nach Platzierung, dann Punkten, dann Tordifferenz in der Vorrunde

Pl. Team 1 Kanada 2 Russland 3 USA 4 Tschechien 5 Schweden 6 Finnland 7 Belarus 8 Schweiz 9 Slowakei 10 Deutschland 11 Norwegen 12 Frankreich 13 Lettland 14 Dänemark 15 Österreich 16 Slowenien

Titel, Auf- und Abstieg