Die 37. Eishockey-Weltmeisterschaften der U20-Junioren der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF waren die Eishockey-Weltmeisterschaften des Jahres 2013 in der Altersklasse der Unter-Zwanzigjährigen (U20). Insgesamt nehmen zwischen dem 9. Dezember 2012 und 20. Januar 2013 40 Nationalmannschaften an den sechs Turnieren der Top-Division sowie der Divisionen I bis III teil.
Der Weltmeister wurde zum dritten Mal die Mannschaft der Vereinigten Staaten, die im Finale Schweden mit 3:1 bezwingen konnte. Der deutschen Mannschaft gelang durch den dritten Rang in der Abstiegsrunde und das Erreichen des neunten Platzes der Klassenerhalt in der Top-Division, die Schweiz belegte den sechsten Platz in der Top-Division und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Ränge. Österreich wurde Fünfter in der Gruppe A der Division I und konnte somit den Abstieg in die B-Gruppe gerade noch vermeiden.
+ Übersicht U20-Junioren-Weltmeisterschaften Turnier Ort Datum Teil-nehmer Zuschauerinsgesamt Spiele ø Top-Division Ufa 26. Dezember 2012 – 5. Januar 2013 10 110.175 31 3.554 Division I A Amiens 9. Dezember 2012 – 15. Dezember 2012 6 12.117 15 808 Division I B Donezk 10. Dezember 2012 – 16. Dezember 2012 6 12.729 15 849 Division II A Brașov 9. Dezember 2012 – 15. Dezember 2012 6 2.770 15 184 Division II B Belgrad 12. Januar 2013 – 18. Januar 2013 6 5.316 15 354 Division III Sofia 14. Januar 2013 – 20. Januar 2013 6 7.069 10 706
Teilnehmer, Austragungsorte und -zeiträume Top-Division: 26. Dezember 2012 bis 5. Januar 2013 in Ufa, Russland Teilnehmer: (Aufsteiger), , , , , (Titelverteidiger), , , ,
Division I Gruppe A: 9. bis 15. Dezember 2012 in Amiens, Frankreich Teilnehmer: , (Absteiger), (Aufsteiger), , , Gruppe B: 10. bis 16. Dezember 2012 in Donezk, Ukraine Teilnehmer: (Absteiger), , , , , (Aufsteiger)
Division II Gruppe A: 9. bis 15. Dezember 2012 in Brașov, Rumänien Teilnehmer: (Absteiger), , , (Aufsteiger), , Gruppe B: 12. bis 18. Januar 2013 in Belgrad, Serbien Teilnehmer: , , , (Aufsteiger), , (Absteiger)
Division III: 14. bis 20. Januar 2013 in Sofia, Bulgarien Teilnehmer: , , (Absteiger), , , (Neuling)
Modus Die Eishockey-Weltmeisterschaft wird in insgesamt sechs Divisionen mit unterschiedlicher Teilnehmerstärke ausgespielt. Die Top-Division spielt mit zehn Mannschaften, die Divisionen I und II mit zwölf und die Division III mit sechs Teilnehmern.
In den Divisionen I und II werden die jeweils zwölf Mannschaften in je zwei Gruppen zu sechs Teams aufgeteilt. Die Division III wird in einer Gruppe mit sechs Mannschaften ausgetragen, wobei je nach Anzahl der gemeldeten Teilnehmer eine optionale Qualifikation veranstaltet wird.
Aus der Top-Division steigt nur der Letztplatzierte der Relegationsrunde in die Division I A ab. Aus selbiger steigt nur der Erstplatzierte zum nächsten Jahr in die Top-Division auf, während der Sechstplatzierte in die Division I B absteigt. Im Gegenzug steigt der Gewinner der Division I B in die Division I A auf. Aus der Division I B steigt ebenfalls der Letzte in die Division II A ab. Die Aufstiegsregelung der Division I B mit einem Auf- und Absteiger gilt genauso für die Division II A und II B. Einen direkten Absteiger aus der Division III gibt es in diesem Sinne nicht. In Abhängigkeit von einer möglichen Qualifikation zur Division III müssen die zwei letztplatzierten Teams der Division III des Vorjahres mit den neu gemeldeten Nationalmannschaften in der Qualifikation antreten, um die dann zwei freien Plätze auszuspielen.
Top-Division WM 2013 der U20-Junioren 110px|zentriert|Logo der Top-Division Anzahl Nationen 10 Weltmeister Silber Bronze Absteiger Austragungsort(e) Ufa, Russland Eröffnung 26. Dezember 2012 Endspiel 5. Januar 2013 Zuschauer 110.175 (3.554 pro Spiel) Tore 220 (7,10 pro Spiel) Bester Torhüter John Gibson Bester Verteidiger Jacob Trouba Bester Stürmer Ryan Nugent-Hopkins MVP John Gibson Topscorer Ryan Nugent-Hopkins (15 Punkte)
Die U20-Weltmeisterschaft wurde vom 26. Dezember 2012 bis zum 5. Januar 2013 in der russischen Stadt Ufa ausgetragen. Gespielt wurde in der Ufa Arena (8.250 Plätze) sowie im Sportpalast Salawat Julajew mit 4.043 Plätzen. Insgesamt besuchten 110.175 Zuschauer die 31 Turnierspiele, was einem Schnitt von 3.554 pro Partie entspricht.
Am Turnier nahmen zehn Nationalmannschaften teil, die in zwei Gruppen zu je fünf Teams spielten. Dabei setzen sich die beiden Gruppen nach den Platzierungen der Nationalmannschaften bei der Weltmeisterschaft 2012 nach folgendem Schlüssel zusammen:
Gruppe A (Sportpalast) Gruppe B (Ufa-Arena) (1) (2) (4) (3) (5) (6) (8) (7) (9) (11)
Die U20-Auswahl der Vereinigten Staaten besiegte den Titelverteidiger Schweden mit 3:1 im Finale des Turniers und gewann damit den dritten U20-Weltmeistertitel, zuletzt hatten die USA 2010 triumphiert. Die russische Juniorennationalmannschaft gewann das Spiel um Platz 3 mit 6:5 nach Verlängerung, so dass die kanadische Vertretung das erste Mal seit 1998 ohne Medaille blieb. Lettland stieg als Letzter der Abstiegsrunde in die Division IA ab, während Norwegen beim Turnier 2014 in der Top-Division spielen wird.
Bei den individuellen Auszeichnungen war der US-Amerikaner John Gibson der große Gewinner. Neben der Wahl ins All-Star-Team des Turniers wurde er zum wertvollsten Spieler und besten Torwart ernannt. Unter den Feldspielern zeichnete sich Ryan Nugent-Hopkins als Topscorer und bester Stürmer aus, während Jacob Trouba die Trophäe des besten Verteidigers erhielt.
Modus Nach den Gruppenspielen – jede Mannschaft bestritt vier davon – der Vorrunde qualifizierten sich die beiden Gruppenersten direkt für das Halbfinale. Die Gruppenzweiten und -dritten bestritten je ein Qualifikationsspiel zur Halbfinalteilnahme. Die Vierten und Fünften der Gruppenspiele bestritten – bei Mitnahme des Ergebnisses der direkten Begegnung aus der Vorrunde – die Abstiegsrunde und ermittelten dabei einen Absteiger in die Division IA.
Austragungsorte Ufa, Russland Ufa-Arena Kapazität: 8.250 Sportpalast Salawat Julajew Kapazität: 4.043 x150px|Ufa-Arena x150px|Sportpalast Salawat Julajew
Vorrunde Gruppe A
Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. Schweden 4 3 1 0 0 19:8 11 2. Tschechien 4 2 1 0 1 12:10 8 3. Schweiz 4 1 0 3 0 16:14 6 4. Finnland 4 1 1 0 2 15:15 5 5. Lettland 4 0 0 0 4 6:21 0 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen: , ,
Gruppe B
Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. Kanada 4 4 0 0 0 21:8 12 2. Russland 4 2 1 0 1 13:7 8 3. USA 4 2 0 0 2 19:7 6 4. Slowakei 4 0 1 1 2 10:19 3 5. Deutschland 4 0 0 1 3 4:26 1 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen: , ,
Abstiegsrunde
Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. Finnland 3 3 0 0 0 24:5 9 2. Slowakei 3 1 1 0 1 11:15 5 3. Deutschland 3 1 0 1 1 6:12 4 4. Lettland 3 0 0 0 3 6:15 0 Anmerkung: Die Vorrundenspiele Slowakei – Deutschland (2:1 n. V.) und Finnland – Lettland (5:1) sind in die Tabelle eingerechnet. Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen:
Finalrunde
Viertelfinale
Spiel um Platz 5
Halbfinale
Spiel um Platz 3
Finale
Statistik Beste Scorer mini|hochkant|Ryan Nugent-Hopkins war der beste Scorer der U20-Junioren-Weltmeisterschaft mini|hochkant|Joel Armia war Topscorer des finnischen Teams und zweitbester Scorer des Turniers Abkürzungen: Sp = Spiele, T = Tore, V = Assists, Pkt = Punkte, SM = Strafminuten; Fett: Turnierbestwert Spieler Team Sp T V Pkt SM Ryan Nugent-Hopkins Kanada 6 4 11 15 4 Joel Armia Finnland 6 6 6 12 12 Markus Granlund Finnland 6 5 7 12 4 Teuvo Teräväinen Finnland 6 5 6 11 2 Johnny Gaudreau USA 7 7 2 9 4 Marko Daňo Slowakei 6 4 5 9 12 Jacob Trouba USA 7 4 5 9 10 Jonathan Huberdeau Kanada 6 3 6 9 4 J. T. Miller USA 7 2 7 9 2Sven Andrighetto Schweiz 6 5 3 8 4Mark Scheifele Kanada 6 5 3 8 2
Beste Torhüter mini|hochkant|John Gibson war der statistisch beste Torhüter des Turniers Abkürzungen: Sp = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), SaT = Schüsse aufs Tor, GT = Gegentore, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GTS = Gegentorschnitt, SO = Shutouts; Fett: Turnierbestwert Spieler Team Sp Min SaT GT Sv% GTS SOJohn Gibson USA 7 398:07 202 9 95,54 1,36 1 Andrei Wassilewski Russland 4 264:50 160 8 95,00 1,81 1Niklas Lundström Schweden 4 224:25 107 6 94,39 1,60 0Andrei Makarow Russland 3 180:31 134 9 93,28 2,99 0 Melvin Nyffeler Schweiz 4 261:39 164 16 90,24 3,67 0 Malcolm Subban Kanada 6 326:25 151 15 90,07 2,76 0 Patrik Bartošák Tschechien 5 262:47 115 12 89,57 2,74 0 Ivars Punnenovs Lettland 5 224:37 141 16 88,65 4,27 0 Marvin Cüpper Deutschland 5 301:40 214 27 87,38 5,37 0
Abschlussplatzierungen Pl. Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Titel, Auf- und Abstieg
WeltmeisterUSA Riley Barber, Cole Bardreau, Tyler Biggs, Alex Galchenyuk, Johnny Gaudreau, John Gibson, Jon Gillies, Shayne Gostisbehere, Rocco Grimaldi, Ryan Hartman, Seth Jones, Sean Kuraly, Mario Lucia, Jake McCabe, J. T. Miller, Connor Murphy, Blake Pietila, Mike Reilly, Patrick Sieloff, Garret Sparks, Vincent Trocheck, Jacob Trouba, Jimmy VeseyTrainerstab: Phil Housley, Mark Osiecki
SilberSchweden Linus Arnesson, Viktor Arvidsson, Rasmus Bengtsson, Jeremy Boyce-Rotevall, Sebastian Collberg, Oscar Dansk, Christian Djoos, Emil Djuse, Filip Forsberg, Robert Hägg, William Karlsson, Joel Lassinantti, Elias Lindholm, Niklas Lundström, Emil Molin, Tom Nilsson, Rickard Rakell, Victor Rask, Jacob de la Rose, Filip Sandberg, Nick Sörensen, Mikael Vikstrand, Alexander WennbergTrainerstab: Roger Rönnberg, Robert Ohlsson
BronzeRussland Alexander Chochlatschow, Kirill Djakow, Jaroslaw Dyblenko, Michail Grigorenko, Nail Jakupow, Albert Jarullin, Kirill Kapustin, Pawel Koledow, Jaroslaw Kossow, Nikita Kutscherow, Andrei Makarow, Andrei Mironow, Jewgeni Moser, Nikita Nesterow, Waleri Nitschuschkin, Maxim Schalunow, Daniil Scharkow, Artjom Sergejew, Andrei Sigarjow, Anton Slepyschew, Wladimir Tkatschow, Igor Ustinski, Andrei WassilewskiTrainerstab: Michail Warnakow, Jewgeni Koreschkow
Absteiger in die Division IA: Lettland Aufsteiger in die Top-Division: Norwegen
Auszeichnungen Spielertrophäen Auszeichnung Spieler Team Wertvollster Spieler John Gibson USA Bester Torhüter John Gibson USA Bester Verteidiger Jacob Trouba USA Bester Stürmer Ryan Nugent-Hopkins Kanada
All-Star-Team Angriff: Ryan Nugent-Hopkins – Filip Forsberg – Johnny Gaudreau Verteidigung: Jacob Trouba – Jake McCabe Tor: John Gibson
Division I Gruppe A in Amiens, Frankreich WM 2013 der U20-Junioren der Division I, Gruppe A zentriert|110px|Logo der Weltmeisterschaft der Division I Gruppe A der U20-Junioren Anzahl Nationen 6 Aufsteiger Absteiger Austragungsort(e) Amiens, Frankreich Eröffnung 9. Dezember 2012 Schlusstag 15. Dezember 2012 Zuschauer 12.117 (808 pro Spiel) Tore 93 (6,20 pro Spiel) Bester Torhüter Luka Gračnar Bester Verteidiger Bjørn Uldall Bester Stürmer Artur Haurus Topscorer Artur Haurus (10 Punkte)
Das Turnier der Gruppe A wurde vom 9. bis 15. Dezember 2012 im französischen Amiens ausgetragen. Die Spiele fanden im 2.882 Zuschauer fassenden Coliséum statt.
Austragungsort Amiens, Frankreich Spielstätte Coliséum Kapazität: 2.882
Beste Scorer Spieler Sp T V Pkt +/− SM Artur Haurus 5 5 5 10 +7 4 Andreas Heier 5 5 4 9 +4 2 Oliver Bjorkstrand 5 5 3 8 +4 2 Sebastian Ehlers 5 4 4 8 +3 6 Thomas Spelling 5 1 7 8 +3 2 Beste Torhüter Spieler Sp Min GT SO Sv% GTS Steffen Søberg 5 303:23 7 0 95,10 1,38 Luka Gračnar 5 303:59 14 1 94,12 2,76 Jan Schaljapnjou 5 283:14 7 2 92,63 1,48