Die 80. Eishockey-Weltmeisterschaften der Herren der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF waren die Eishockey-Weltmeisterschaften des Jahres 2016. Insgesamt nahmen zwischen dem 31. März und dem 22. Mai 2016 46 Nationalmannschaften an den sechs Turnieren der Top-Division sowie der Divisionen I bis III teil. Die Vereinigten Arabischen Emirate nahmen im Gegensatz zum Vorjahr nicht teil.

Das Turnier der Top-Division mit 16 Nationalmannschaften fand vom 6. bis 22. Mai 2016 in der russischen Hauptstadt Moskau und in Sankt Petersburg statt. Die weiteren Turniere fanden überwiegend im April in Katowice, Zagreb, Jaca, Mexiko-Stadt und Istanbul statt.

+ Übersicht Herren-Weltmeisterschaften Turnier Ort Datum Teil-nehmer Zuschauerinsgesamt Spiele ø Top-Division MoskauSankt Petersburg 6. Mai 2016 – 22. Mai 2016 16 417.414 64 6.522 Division I A Katowice 23. April 2016 – 29. April 2016 6 57.400 15 3.827 Division I B Zagreb 17. April 2016 – 23. April 2016 6 13.920 15 928 Division II A Jaca 9. April 2016 – 15. April 2016 6 8.297 15 553 Division II B Mexiko-Stadt 9. April 2016 – 15. April 2016 6 5.315 15 354 Division III Istanbul 31. März 2016 – 6. April 2016 6 2.706 15 180

Teilnehmer, Austragungsorte und -zeiträume Top-Division: 6. bis 22. Mai 2016 in Moskau und Sankt Petersburg, Russland Teilnehmer: , , , , , (Titelverteidiger), (Aufsteiger), , , , , , , , (Aufsteiger),

Division I Gruppe A: 23. bis 29. April 2016 in Katowice, Polen Teilnehmer: , (Aufsteiger), , (Absteiger), , (Absteiger) Gruppe B: 17. bis 23. April 2016 in Zagreb, Kroatien Teilnehmer: , , , , (Aufsteiger), (Absteiger)

Division II Gruppe A: 9. bis 15. April 2016 in Jaca, Spanien Teilnehmer: , (Aufsteiger), , (Absteiger), , Gruppe B: 9. bis 15. April 2016 in Mexiko-Stadt, Mexiko Teilnehmer: (Absteiger), , (Aufsteiger), , , ,

Division III: 31. März bis 9. April 2016 in Istanbul, Türkei Teilnehmer: , , , , (Absteiger),

Modus In der Top-Division qualifizieren sich die vier besten Mannschaften jeder Gruppe direkt für das Viertelfinale. Die Gesamtanzahl der Spiele beträgt 64 Partien.

In den Divisionen I und II werden die jeweils zwölf Mannschaften qualitativ in je zwei Gruppen zu sechs Teams aufgeteilt. Dies geschieht auf Grundlage der Abschlussplatzierungen der Weltmeisterschaften des Jahres 2015. Die Division III spielt in einer Gruppe mit sechs Mannschaften.

Aus der Top-Division steigen die beiden Letzten der zwei Vorrundengruppen in die Division I A ab. Aus selbiger steigen die beiden Erstplatzierten zum nächsten Jahr in die Top-Division auf, während der Sechstplatzierte in die Division I B absteigt. Im Gegenzug steigt der Gewinner der Division I B in die Division I A auf. Aus der Division I B steigt ebenfalls der Letzte in die Division II A ab. Die Aufstiegsregelung der Division I B mit einem Auf- und Absteiger gilt genauso für die Divisionen II A und II B.

Top-Division WM 2016 der Herren 150px|center Anzahl Nationen 16 Weltmeister Silber Bronze Absteiger   Austragungsort Moskau & Sankt Petersburg, Russland Eröffnung 6. Mai 2016 Endspiel 22. Mai 2016 Zuschauer 417.414 (6.522 pro Spiel) Tore 363 (5,67 pro Spiel)  Bester Torhüter Mikko Koskinen Bester Verteidiger Mike Matheson Bester Stürmer Patrik Laine MVP Patrik Laine Topscorer Wadim Schipatschow (18 Punkte)

Vergabe Um die Austragung der Top-Division hatten sich ursprünglich Russland, Dänemark mit Kopenhagen und Herning sowie die Ukraine mit zwei Hallen in Kiew beworben. Dänemark und die Ukraine zogen ihre Bewerbungen vor der Abstimmung zurück. Für Dänemark und die Ukraine wären es die ersten Weltmeisterschaften gewesen; die Ukraine war bereits mit Bewerbungen für die Turniere 2014 und 2015 gescheitert. Das Turnier wurde auf dem Jahreskongress der IIHF im Mai 2011 in Bratislava an Russland vergeben.2016 Worlds go to Russia - Denmark, Ukraine withdraw bids for Moscow & St. Petersburg, 13. Mai 2011

Teilnehmer Am Turnier nehmen die besten 14 Mannschaften der Vorjahres-Weltmeisterschaft sowie die beiden Erstplatzierten des Turniers der Division IA des Vorjahres teil: 1 aus Asien Kasachstan(Aufsteiger aus der Division IA) 13 aus Europa Belarus Dänemark Deutschland Finnland Frankreich Lettland Norwegen Russland(Gastgeber) Schweden Schweiz Slowakei Tschechien Ungarn(Aufsteiger aus der Division IA) 2 aus Nordamerika Kanada(Titelverteidiger) USA

Gruppeneinteilung

Die Gruppeneinteilung der Vorrunde wurde auf Basis der nach Abschluss der Weltmeisterschaft 2015 aktuellen IIHF-Weltrangliste festgelegt. Gruppe A Gruppe B Russland (2) Kanada (1) Schweden (3) Finnland (4) Tschechien (6) USA (5) Schweiz (7) Slowakei (8) Lettland (10) Belarus (9) Norwegen (11) Frankreich (12) Dänemark (15) Deutschland (13) Kasachstan (17) Ungarn (19) * In Klammern ist der jeweilige Weltranglistenplatz angegeben.

Modus Das 17-tägige Weltmeisterschaftsturnier wird in zwei Phasen – Vorrunde und Finalrunde – gegliedert.

Die 16 Teams spielen nach ihrer Weltranglistenplatzierung zunächst in zwei Gruppen à acht Teams eine Vorrunde (Preliminary Round). Dabei werden für einen Sieg nach regulärer Spielzeit von 60 Minuten drei, für einen Sieg in der maximal fünfminütigen Verlängerung oder im Penaltyschießen zwei und für eine Niederlage in der Verlängerung oder im Penaltyschießen ein Punkt vergeben. Bei Punktgleichheit zwischen zwei Teams entscheidet der direkte Vergleich. Sind mehr als zwei Mannschaften punktgleich, entscheiden folgende Kriterien: Anzahl Punkte aus den Spielen der punktgleichen Mannschaften gegeneinander, bessere Tordifferenz aus den Spielen gegeneinander, Anzahl Tore aus den Spielen gegeneinander Punkte, Tordifferenz und Tore gegen die nächstbessere, nicht punktgleiche Mannschaft (wenn möglich), Ergebnisse gegen die übernächstbessere, nicht punktgleiche Mannschaft (wenn möglich), Platzierung in der IIHF-Weltrangliste des Jahres 2014. Sind nach einem dieser Kriterien nur noch zwei Mannschaften punktgleich, entscheidet wieder der direkte Vergleich.

Die vier besten Mannschaften jeder Vorrundengruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale und spielen im K.-o.-System mit folgendem Halbfinale und Finale die Medaillengewinner aus (Playoff Round). Die Nationen auf dem letzten Rang der jeweiligen Gruppe steigen in die Division IA ab. Da Frankreich und Deutschland als Gastgeber für die WM 2017 gesetzt sind, wären bei einem sportlichen Abstieg von einem dieser Länder die vorletzte Nation der beiden Gruppen mit der schlechteren Bilanz abgestiegen. Sollten sowohl Deutschland als auch Frankreich sportlich absteigen, so wird lediglich der 8. der Gruppe A absteigen und nur der Sieger der Division IA aufsteigen.

Austragungsorte Moskau Sankt Petersburg VTB-EispalastKapazität: 12.100 Jubileiny-SportkomplexKapazität: 7.300 x150px|VTB-Eispalast x150px|Jubileiny-Sportkomplex

Vorrunde Die Vorrunde der Weltmeisterschaft startete am 6. Mai, beendet wurde die Vorrunde am 17. Mai.

Gruppe A

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. 7 5 1 1 0 27:12 18 2. 7 6 0 0 1 32:10 18 3. 7 3 2 0 2 23:18 13 4. 7 2 2 1 2 17:22 11 5. 7 2 1 0 4 13:22 8 6. 7 1 1 3 2 20:26 8 7. 7 1 0 3 3 13:22 6 8. 7 0 1 0 6 15:28 2 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen: ,

Gruppe B

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. 7 7 0 0 0 29:6 21 2. 7 6 0 0 1 34:8 18 3. 7 4 0 1 2 22:20 13 4. 7 3 0 1 3 22:18 10 5. 7 2 1 0 4 15:23 8 6. 7 2 0 0 5 16:32 6 7. 7 1 1 0 5 11:23 5 8. 7 1 0 0 6 12:31 3 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen: ,

Finalrunde Die Finalrunde begann nach Abschluss der Vorrunde am 19. Mai 2016, so dass alle Teams mindestens einen Ruhetag hatten. Zwei der Viertelfinalpartien wurden im VTB-Eispalast, die anderen beiden im Jubileiny-Sportkomplex ausgetragen. Die Partien fanden wie im Vorjahr im Kreuzvergleich der beiden Vorrundengruppen statt. Ab dem Halbfinale am 21. Mai wurden sämtliche Begegnungen im VTB-Eispalast abgehalten. Das Finale sowie das Spiel um Bronze waren auf den 22. Mai terminiert.

Viertelfinale

Halbfinale

Spiel um Platz 3

Finale

Statistik Beste Scorer Quelle: IIHFiihf.com, Leading Skaters; Abkürzungen: Sp = Spiele, T = Tore, V = Assists, Pkt = Punkte, +/− = Plus/Minus, SM = Strafminuten; Fett: Turnierbestwert Spieler Mannschaft Sp T V Pkt +/− SM Wadim Schipatschow 10 6 12 18 +10 8 Artemi Panarin 10 6 9 15 +9 4 Jewgeni Dadonow 10 6 7 13 +10 6 Patrik Laine 10 7 5 12 +4 4 Mikael Granlund 10 4 8 12 +6 2 Derick Brassard 10 5 6 11 +9 4 Pawel Dazjuk 10 1 10 11 +6 0 Matt Duchene 10 5 5 10 +10 2 Mikko Koivu 10 4 6 10 +8 12 Mark Stone 10 4 6 10 +8 6

Beste Torhüter Quelle: IIHFiihf.com, Leading Goalkeepers; Abkürzungen: Sp = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), SaT = Schüsse aufs Tor, GT = Gegentore, SVS = Gehaltene Schüsse, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GTS = Gegentorschnitt, SO = Shutouts; Fett: Turnierbestwert Spieler Mannschaft Sp Min SaT GT SVS Sv% GTS SO Dominik Furch 4 255:00 100 4 96 96,00 0,94 2 Mikko Koskinen 8 479:01 169 9 160 94,67 1,13 1 Cam Talbot 8 480:00 167 10 157 94,01 1,25 4 Sebastian Dahm 7 434:04 248 16 232 93,55 2,21 1 Sergei Bobrowski 9 520:51 218 15 203 93,12 1,73 1

Abschlussplatzierungen Die Platzierungen ergaben sich nach folgenden Kriterien: Plätze 1 bis 4: Ergebnisse im Finale sowie im Spiel um Platz 3 Plätze 5 bis 8 (Verlierer der Viertelfinalpartien): nach Platzierung, dann Punkten, dann Tordifferenz in der Vorrunde Plätze 9 bis 16 (Vorrunde): nach Platzierung, dann Punkten, dann Tordifferenz in der Vorrunde Pl. Team 1 Kanada 2 Finnland 3 Russland 4 USA 5 Tschechien 6 Schweden 7 Deutschland 8 Dänemark 9 Slowakei 10 Norwegen 11 Schweiz 12 Belarus 13 Lettland 14 Frankreich 15 Ungarn 16 Kasachstan

Titel, Auf- und Abstieg WeltmeisterKanada Calvin Pickard, Cam Talbot – Cody Ceci, Matt Dumba, Ryan Ellis, Ben Hutton, Mike Matheson, Ryan Murray, Morgan Rielly, Christopher Tanev – Derick Brassard, Max Domi, Matt Duchene, Brendan Gallagher, Taylor Hall, Boone Jenner, Brad Marchand, Connor McDavid, Ryan O’Reilly, Corey Perry, Sam Reinhart, Mark Scheifele, Mark StoneCheftrainer: Bill Peters Assistenztrainer: Dave Cameron, Mike Yeo SilberFinnland Niklas Bäckström, Mikko Koskinen, Juuse Saros – Juuso Hietanen, Topi Jaakola, Tommi Kivistö, Lasse Kukkonen, Esa Lindell, Atte Ohtamaa, Ville Pokka, Anssi Salmela – Sebastian Aho, Aleksander Barkov, Mikael Granlund, Jussi Jokinen, Mikko Koivu, Leo Komarov, Jarno Koskiranta, Patrik Laine, Jani Lajunen, Antti Pihlström, Teemu Pulkkinen, Mika Pyörälä, Mikko Rantanen, Tomi SallinenCheftrainer: Kari Jalonen Assistenztrainer: Ville Peltonen, Jukka Rautakorpi BronzeRussland Sergei Bobrowski, Igor Schestjorkin, Ilja Sorokin – Wiktor Antipin, Anton Below, Alexei Jemelin, Alexei Martschenko, Dmitri Orlow, Nikita Saizew, Maxim Tschudinow, Wjatscheslaw Woinow – Alexander Burmistrow, Jewgeni Dadonow, Pawel Dazjuk, Sergei Kalinin, Jewgeni Kusnezow, Roman Ljubimow, Sergei Mosjakin, Alexander Owetschkin, Artemi Panarin, Sergei Plotnikow, Stepan Sannikow, Wadim Schipatschow, Sergei Schirokow, Iwan TeleginCheftrainer: Oleg Snarok Assistenztrainer: Igor Nikitin, Harijs Vītoliņš, Ilja Worobjow

Absteiger in die Division IA: , Aufsteiger in die Top-Division: ,

Auszeichnungen Spielertrophäeniihf.com, Best Players selected by the IIHF Directorate Auszeichnung Spieler Team Wertvollster Spieler Patrik Laine Finnland Bester Torhüter Mikko Koskinen Finnland Bester Verteidiger Mike Matheson Kanada Bester Stürmer Patrik Laine Finnland

All-Star-Teamiihf.com, Media All-Star Team Angriff: Mikael Granlund – Wadim Schipatschow – Patrik Laine Verteidigung: Mike Matheson – Nikita Saizew Tor: Mikko Koskinen

Division I Gruppe A in Katowice, Polen