Burgstall () ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Burgstall liegt in der Gemarkung Waldhäuslein.

Geografie Das Dorf liegt rund drei Kilometer nordwestlich der Kernstadt auf der oberen Hangkante des Wörnitztales und ist von Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand umgeben. Im Nordwesten wird die Flur Biberklinge genannt, im Südwesten Rohrfeld. Unmittelbar südlich des Orts entspringt der Feldgraben, der 0,75 km südöstlich als linker Zufluss in den Heiligbach mündet, der wiederum ein rechter Zufluss der Wörnitz ist. 0,5 km nordwestlich von Burgstall steht eine Eiche, die als Naturdenkmal ausgezeichnet ist.

Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Oberradach (1,5 km westlich), nach Waldhäuslein (1,6 km nordwestlich), nach Pulvermühle (1,1 km nördlich) und nach Seidelsdorf zur Staatsstraße 2218 (1,4 km südlich). Ein Anliegerweg führt zum Rothhof (0,2 km südwestlich).

Geschichte Die Fraisch über Burgstall war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Feuchtwangen, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Reichsstadt Dinkelsbühl.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 400.

1732 gab es 10 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren das Vogtamt Schopfloch (1 Gut) und die Reichsstadt Dinkelsbühl (6 Halbhöfe, 3 Güter).Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Burgstall (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). (= J. K. Bundschuh, Bd. 1, Sp. 512.)

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 9 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren das Vogtamt Schopfloch (1 Gut) und die Reichsstadt Dinkelsbühl (evangelische Kirchenpflege: 1 Hof, 1 Gütlein; Karmelitenkloster: 1 Gut; Ratsamtspflege: 1 Gütlein; Spital: 3 Höfe; Stadtkammer: 1 Hofgut). Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 581 f.

Im Jahr 1809 wurde Burgstall infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Weidelbach zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde der Ort in die neu gebildete Ruralgemeinde Waldhäuslein überwiesen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 539. Am 1. Januar 1971 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015Einwohner 74 81 90 80 76 75 89 95 60 65 50 48HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 14 13 14 14 13 13 12 11 Quelle Information des Ordnungsamtes der Stadt Dinkelsbühl am 23. September 2015

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wendelin (Lehengütingen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl)