Botzenweiler ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Botzenweiler liegt in der Gemarkung Sinbronn.

Geografie Das Dorf liegt rund zwei Kilometer von Dinkelsbühl in östlicher Richtung am Ölgraben, der ein linker Zufluss der Wörnitz ist. In der Nähe des Ortes liegen ca. 20 Weiher, die der Fischzucht dienen. Zwischen dem eigentlichen Dorf und der Staatsstraße 2218 im Süden befindet sich ein kleines Industriegebiet mit Firmen aus der Holzverarbeitung und des Baugewerbes. Noch weiter südlich liegt das Waldgebiet Nieß. Im Osten erheben sich das Berglein und der Karlsholzer Buck.

Die Staatsstraße 2218 führt zur Bundesstraße 25 bei Dinkelsbühl (1,7 km südwestlich) bzw. nach Sinbronn (1,7 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Weiherhaus (0,5 km westlich) bzw. nach Hungerhof (0,5 km nordöstlich), eine weitere führt nach Karlsholz (1,7 km nordöstlich).

Geschichte Die Fraisch über Botzenweiler war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Wassertrüdingen, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Reichsstadt Dinkelsbühl. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 8 Anwesen (1 Halbhof, 5 Viertelhöfe, 1 Haus, 1 Ölmühlgut). Grundherr über alle Anwesen war das Spital der Reichsstadt Dinkelsbühl.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 398. Hiernach gab es nur 4 Untertansfamilien. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Wassertrüdingen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 579.

Im Jahr 1809 wurde Botzenweiler infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Sinbronn zugewiesen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533 und 539. Am 1. Mai 1978 wurde Botzenweiler im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015Einwohner 68 55 70 60 67 70 68 66 78 101 155 165HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 12 8 14 14 13 15 16 41 Quelle Dort als Bozenweiler aufgelistet. Information des Ordnungsamtes der Stadt Dinkelsbühl am 23. September 2015

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter (Sinbronn) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.

Vereinsleben Der Schützenverein Almenrausch ist in Botzenweiler aktiv.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl)