+ Alberta Wappen Flagge 100px|Wappen von Alberta(Details) 140px|Flagge von Alberta(Details) Wahlspruch: Fortis et Liber („Stark und frei“) Lage Basisdaten Amtssprache Englisch Hauptstadt Edmonton Größte Stadt Calgary Fläche 661.848 km² (6.) Einwohner (2021) 4.262.635 (4.) Bevölkerungsdichte 6,7 Ew./km2 BIP in CAD (2006) Gesamt: 235,593 Mia. (3.)Pro Kopf: 69.789 (2.) Zeitzone UTC −6 ISO 3166-2 CA-AB Postalische Abkürzung AB Website www.gov.ab.ca Politik Beitritt Konföderation 1. September 1905 Vizegouverneur Salma LakhaniOffice Of The Lieutenant Governor (engl.) Premierministerin Danielle Smith (UCP) Sitze im Unterhaus 34 Sitze im Senat 6
mini|Ansicht des Lake Louise im Banff National Park mini|Ansicht des Peyto Lake in Banff National Park mini|Das Dickhornschaf ist in der Provinz sehr verbreitet.
Alberta ist die westlichste der Prärieprovinzen Kanadas. Die Hauptstadt ist Edmonton, die größte Stadt Calgary. Benannt ist die Provinz nach Louise Caroline Alberta, Duchess of Argyll, der vierten Tochter von Königin Victoria.
Albertas Landschaft wird von der Prärie geprägt, die sich im Osten bis nach Saskatchewan ausdehnt. An der Westgrenze der Provinz dominieren hingegen die Ausläufer der Rocky Mountains. Alberta besitzt umfangreiche Ölvorkommen und ist die reichste Provinz Kanadas. Weitere Wirtschaftsfaktoren sind der Getreideanbau und die Rinderzucht.
Geographie Alberta bedeckt eine Fläche von 634.658,27 km², davon sind 19.531 km² Wasseroberfläche.
Lage Im Süden grenzt Alberta an den US-Bundesstaat Montana, im Osten an die Provinz Saskatchewan, im Norden an die Nordwest-Territorien und im Westen an British Columbia.
Gewässer Mit Ausnahme des südwestlichen Teils ist Alberta sehr wasserreich. Es gibt zahlreiche Flüsse und Seen. Die drei größten Seen sind der Athabascasee (7.898 km2), dessen östlicher größerer Teil in der Provinz Saskatchewan liegt, der Lake Claire (1.436 km2) unmittelbar westlich des Lake Athabasca im Wood-Buffalo-Nationalpark und der Lesser Slave Lake (1.168 km2) nordwestlich von Edmonton.
Landschaften Albertas Hauptstadt, Edmonton, liegt beinahe im geographischen Zentrum der Provinz. Der Großteil von Albertas Öl wird hier raffiniert. Das südliche Alberta, wo Calgary liegt, ist bekannt für sein Ranching. Ein Großteil des unbewaldeten Albertas wird zum Getreideanbau oder zur Milchwirtschaft verwendet, wobei Ranching und Grünland im Süden dominieren. Das Ödland Albertas liegt im Südosten, wo der Red Deer River die flache Prärie und das Farmland kreuzt und tiefe Schluchten und beeindruckende Landschaften zu sehen sind. Der Dinosaur Provincial Park, nahe Brooks, ein Überbleibsel von Albertas Vergangenheit, als Dinosaurier die Landschaft durchstreiften, ist Schauplatz für das Terrain des Ödlands und der Flora der Wüste.
Im Südwesten von Alberta erheben sich die Kanadischen Rocky Mountains. Im Norden von Alberta befinden sich mehrere zwischen und hohe Hochplateaus, darunter die Cameron Hills, die Caribou Mountains, die Birch Mountains und die Buffalo Head Hills. Im äußersten Nordosten von Alberta befindet sich der Westteil des Athabascasees.
Ökologie Die Verödung des Gebiets des Ölschieferabbaus schreitet wegen des hohen Wasserverbrauchs weiter voran. Im Januar 2015 wurde in Alberta durch Fracking nach vielen kleineren Beben ein mittleres Erdbeben mit der Stärke von 4,4 auf der Richterskala in einem dünn besiedelten Gebiet mit dem Epizentrum nahe der Stadt Fox Creek ausgelöst. Hier war der Fels mit großen Mengen Wasser und Lösungsmitteln bis auf 3000 Meter Tiefe gespalten und der Schiefersand bis zu 2000 Meter horizontal durchbohrt worden. Es ist vermutlich das bislang stärkste Erdbeben, das je von Menschenhand verursacht wurde. Der United States Geological Survey bestätigte die Ursache, die von den die Bohrungen betreibenden Unternehmen bestritten wird. Gail Atkinson, Spezialistin für künstlich induzierte Erdbeben der Western University in London (Ontario), geht davon aus, dass industriell induzierte Beben gefährlicher sein können als natürliche.Andrew Nikiforuk: Did Alberta Just Break a Fracking Earthquake World Record? 29. Januar 2015, online: thetyee.ca
Während in British Columbia Bohrungen nach Erdbeben mit einer Magnitude > 4,0 eingestellt werden müssen, gibt es in Alberta kein entsprechendes Gesetz.
Gliederung Geographisch wird Alberta in sechs Regionen aufgeteilt: Alberta’s Rockies Calgary Region Central Alberta Edmonton Capital Region Northern Alberta Southern Alberta
Gelegentlich wird der Calgary-Edmonton Corridor als weitere Region gezählt. Teilweise wird er der Region Zentral-Alberta zugerechnet.
Zu Verwaltungszwecken gibt es die Einteilung in Municipal Districts (siehe: Liste der Municipal Districts in Alberta), die wiederum zu statistischen Zwecken zu Census Divisions zusammengefasst werden.
Klima Alberta dehnt sich zwischen dem 49. und 60. Breitengrad rund 1200 km in Nord-Süd-Richtung aus (und etwa 600 km in Ost-West-Richtung). Daher unterscheidet sich das Klima innerhalb des Staates beträchtlich. Es wird auch durch die Höhe ü. NN beeinflusst: Sie reicht von etwa 1000 Meter im Süden (Calgary liegt etwa 1000–1200 Meter hoch und Red Deer etwa 850 m) bis zu 650 Meter im Norden. Die Präsenz der Rocky Mountains im Westen und offener Prärie im Osten beeinflusst das Wetter ebenfalls. Der Norden Albertas ist meistens von Taiga bedeckt und hat weniger frostfreie Tage als der Süden, der ein semiarides Klima aufweist. Der Westen Albertas wird durch die Berge geschützt und erfreut sich im Winter aufgrund der Chinook-Winde milder Temperaturen. Das südöstliche Alberta hingegen besteht allgemein aus flacher, trockener Prärie mit einigen Hügeln und extremen Temperaturen. Diese liegen im Bereich von sehr kalt (−35 °C oder tiefer im Winter) bis sehr heiß (38 °C oder mehr im Sommer). Das zentrale und Teile des nordwestlichen Alberta im Bereich des Peace River sind zum großen Teil Aspen Parklands, ein Übergangs-Biom zwischen der Prärie im Süden und der Taiga im Norden. Nach dem südlichen Ontario ist das zentrale Alberta diejenige Region Kanadas mit der größten Wahrscheinlichkeit für Tornados. Gewitter treten häufig im Sommer speziell im zentralen und südlichen Alberta auf. Die Region um den Calgary-Edmonton Corridor ist für die höchste Häufigkeit an Hagel in Kanada berüchtigt.
Generell hat Alberta kalte Winter mit Durchschnittstemperaturen zwischen −10 °C im Süden bis zu −24 °C im Norden. Im Süden entlang den Ausläufern der Rocky Mountains wird der Winter manchmal durch den Chinook-Wind unterbrochen, der die Temperaturen in kurzer Zeit auf bis zu 20 °C und mehr steigen lässt. Dies geschieht meist im Februar oder März. Im Sommer erreicht die durchschnittliche Tagestemperatur in den Tälern der Rocky Mountains und im hohen Norden etwa 21 °C, in der trockenen Prärie des Südwestens bis zu 30 °C. In den nördlichen und westlichen Teilen der Provinz fällt mehr Regen und die Verdampfungsraten sind wegen der kühleren Sommertemperaturen niedriger. Südliche und östlich-zentrale Gebiete sind für dürreähnliche Bedingungen anfällig, dies zum Teil über Jahre hinweg, obwohl es auch in diesen Gebieten heftige Niederschläge geben kann. Die nördlichen Teile Albertas erhalten wegen des recht trockenen Klimas ziemlich viel Sonnenschein; der östlich-zentrale, an Saskatchewan grenzende Teil der Provinz ist der sonnigste Platz Kanadas mit einem Durchschnitt von über 2500 Sonnenstunden jährlich.
Fauna Die drei klimatischen Regionen Albertas (alpines Gebirge, Wald und Prärie) beheimaten viele verschiedene Tierarten. Die südliche und zentrale Prärie war das Land der Prärie-Bisons. Das Gras lieferte im 17. Jahrhundert Futter für schätzungsweise 40 Millionen Büffel. Seit der Besiedlung durch Weiße wurde die Büffel-Population – sowohl der Prärie- als auch der Wald-Bisons – bis fast zur Ausrottung dezimiert. Nur durch strenge Schutzmaßnahmen (in ganz Nordamerika) konnte die Art bis heute erhalten werden. In Alberta lebten 2013 über 57.000 Tiere als Nutztiere auf Farmen. In freier Wildbahn (vorwiegend in Großschutzgebieten, zum Teil von indigenen Gemeinschaften – etwa Dene Tha' in den borealen Wäldern oder Blackfoot in den Plains – gemanagt) lebten in ganz Kanada etwa 1200 bis 1500 Prärie-Bisons und 5000 bis über 7000 Wald-Bisons. Aufgrund der vergleichsweise kleinen Population gelten beide Arten nach wie vor als stark gefährdet. Die größte Gefahr geht heute von Seuchen wie der Rinderbrucellose, Tuberkulose oder Milzbrand aus.Alberta Wilderness Association: Bison, abgerufen am 27. September 2021.
Alberta ist die Heimat vieler großer Raubtiere. Darunter sind der Grizzly und der Schwarzbär, die man in den Berg- und Waldregionen findet. Kleinere Vertreter der Ordnung der Raubtiere sind der Kojote, der Wolf, der Rotfuchs und Swiftfuchs, der Kanadische Luchs, der Rotluchs und der Puma. Der Kojote ist auch in manchen Teilen der großen urbanen Zentren zu finden.Webseite der Stadt Edmonton: Coyotes – City of Edmonton. In: edmonton.ca, abgerufen am 25. Juli 2019.Webseite der Stadt Calgary: Urban coyotes – A vital part of Calgary’s wildlife. In: calgary.ca, abgerufen am 25. Juli 2019.
Herbivoren findet man überall in der Provinz. Elch und Hirsch (sowohl Maultierhirsch als auch Weißwedelhirsch) findet man in bewaldeten Regionen und den Gabelbock in den Prärien des südlichen Alberta. Dickhornschafe und Schneeziegen leben in den Rocky Mountains. Kaninchen, Baumstachler, Skunks, Grauhörnchen und viele Arten von Nagetieren und Reptilien leben in jeder Region der Provinz. In Alberta ist nur eine einzige Giftschlangenart, die Prärieklapperschlange, beheimatet.
Bevölkerung Bei der Volkszählung 2021 wurden für Alberta 4.262.635 Einwohner ermittelt, was gegenüber dem Zensus von 2016 einer Zunahme um 4,8 % entspricht. Somit liegt Alberta hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung leicht unter dem landesweiten Durchschnitt mit einer Zunahme von 5,2 %. Die Bevölkerungsdichte in Alberta lag 2021 bei 6,7 Einwohnern pro Quadratkilometer, während der Landesdurchschnitt 4,2 Einwohnern pro Quadratkilometer beträgt. Der Anteil Albertas an der Gesamtbevölkerung Kanadas beträgt 11,52 %. Das Bevölkerungswachstum in der Provinz ist dabei hauptsächlich der anhaltenden Einwanderung zuzuschreiben.
Ca. 77 % der Bevölkerung gaben im Rahmen des Zensus 2011 Englisch als Muttersprache an, der Anteil der Bevölkerung mit Französisch als Muttersprache beträgt ca. 2 %. Rund 2,2 % der Bevölkerung gaben bei der Befragung Deutsch als Muttersprache an.
Etwa 70.000 Bürger Albertas sind Indianer. Mehrheitlich sind dies Cree und Blackfoot (Siksika). Dazu kommt eine größere Anzahl Métis. Ihnen wurde 1990 vom obersten Gerichtshof Kanadas ein in acht Siedlungen aufgeteiltes Schutzgebiet von 500.000 Hektar Land zugesprochen. Die Provinz ist eines der Zentren der Hutterer in Kanada.
Laut der Volkszählung 2006 setzt sich die Bevölkerung aus 27,2 % Englischstämmigen, 20,9 % Deutschstämmigen, 20,5 % „Kanadischstämmigen“, 20,3 % Schottischstämmigen, 16,6 % Irischstämmigen, 11,9 % Französischstämmigen sowie 10,2 % Ukrainischstämmigen zusammen (Mehrfachnennungen waren möglich).
Größte Städte
mini|hochkant=2|Calgary-Skyline mini|hochkant=2|Edmonton-Skyline
Die größten Ballungszentren sind Calgary (mit Airdrie), Edmonton (mit Sherwood Park, Spruce Grove und St. Albert), Red Deer, Lethbridge und Medicine Hat.
Stadt (Municipality) EinwohnerStatistics Canada: Census 200620012006Calgary879.003988.193Edmonton666.104730.372Red Deer67.82982.772Strathcona County (Sherwood Park)71.98682.511Lethbridge67.37474.637St. Albert53.08157.719Medicine Hat51.24956.997Wood Buffalo (Fort McMurray)41.44551.496Grande Prairie36.98347.076Rocky View29.92534.171Parkland County (Stony Plain)27.21729.265Airdrie20.40728.927Foothills16.60219.736Spruce Grove15.98319.496
Geschichte
Alberta wurde nach Prinzessin Louise Caroline Alberta benannt.