Sektor gasa (; kann im Russischen „Gas-Sektor“ oder „Sektor des Gases“, aber auch „Gazastreifen“ bedeuten) ist eine Punk-Band aus Woronesch, Russland, um den Bandleader Juri Nikolajewitsch Klinskich () (Spitzname „Choi“) mit ansonsten wechselnder Besetzung.
Geschichte Die Musikgruppe wurde 1987 gegründet.
Der Name der Band leitet sich ab vom inoffiziellen Namen eines Stadtteils der Stadt Woronesch, von dem die Band singt, dass die Umwelt dort durch die vielen Gasfabriken so verseucht sei, dass niemand 40 Jahre alt werde. Tatsächlich verstarb der Bandleader Juri Choi am 4. Juli 2000 bereits im Alter von 35 Jahren aufgrund eines Herzversagens.
Einige ehemalige Bandmitglieder gründeten nach dem Tode Chois die Band Ex-Sektor gasa, die jedoch bei weitem nicht so bekannt wurde wie das Original. Da viele Sektor-Gasa-Fans den Namen als Anmaßung betrachteten, benannte sich Ex-Sektor Gasa schließlich in Woronesch um.
Sektor Gasa zählte neben Kino von Wiktor Zoi zu den bekanntesten und erfolgreichsten Rockbands der russischen Rockgeschichte.
Stil Der musikalische Stil der Band zeichnet sich durch melodisch klingende, stark von Obszönitäten geprägte Stücke, deren Experimentierfreudigkeit, nur von deren wildem, emotionellen Glanz übertroffen wird. Das Repertoire lässt sich vor allem unterteilen in sozialkritische Stücke, Interpretationen russischer Volkslieder, mystische Stücke über Vampire und Werwölfe, Rockballaden und nicht zuletzt auch metal-artige Stücke.
Besetzung
Diskografie 1989: (dt. Pflüge-Woogie) [Demo] 1989: (dt. Kolchos-Punk) [Demo] 1990: (dt. Unheilverkündende Tote; entspricht dem russischen Titel des Horrorfilms The Evil Dead, dt. Tanz der Teufel) 1990: (dt. Geile Laus) 1991: (dt. Nacht vor Weihnachten (Heiligabend)) 1991: (dt. Kolchos-Punk) 1992: (dt. Lass dich gehen, Mann!) 1993: (dt. Drück auf's Gas oder Gib Gas) 1993: (dt. Gassektor oder Gaza Streifen) 1994: (dt. Tänze nach dem Geficke) 1995: Туман (einzeln) (dt. Nebel) 1994: (dt. Kaschtschej, der Unsterbliche; eine Punk-Oper aus umgetexteten Coverversionen) 1996: (dt. Gasangriff) 1997: (dt. Narkologische Universität der Millionen) 1997: (dt. Gassektor oder Gaza Streifen) (Neuauflage) 2000: (dt. Auferstanden aus der Hölle; (engl. Hellraiser); erschien erst einige Wochen nach dem Tode Juri Chois) 2015: Вой на луну (dt. den Mond anjaulen)
Sonstige 1996: (Best of I) 1996: (Best of II) 1997: (Serie „Collection“ - Neuauflage 11 Alben mit je einem Techno-Remix von A. Brjanzew (DJ Krot) als Bonustrack) 1998: Баллады (Balladen) 1999: Extasy – weitere Techno-Remixe von DJ Krot 1999: Extasy II – weitere Techno-Remixe von DJ Krot 2000: Лучшее – Der beste 2002: (Best of III) 2003: II (Balladen II)
Weblinks Offizielle Website Sektor Gasa Fan Club International
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