mini|Die Protestantische Pfarrkirche mini|Die ehemalige Schule mini|Lambsbachquelle bei Lambsborn
Lambsborn ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Lambsborn gehört der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau an.
Geographie Die Gemeinde liegt im Naturraum Sickinger Stufe am Fuß der Sickinger Höhe zwischen den Naturparks Pfälzerwald und Saar-Hunsrück. Südlich der Ortslage entspringt der Lambsbach. Zu Lambsborn gehören auch die Wohnplätze Heidehof und Haus Heideblick.
Nachbarorte von Lambsborn sind die Ortsgemeinden Bruchmühlbach-Miesau im Norden, Martinshöhe im Osten sowie – bereits zum Landkreis Südwestpfalz gehörend – die Ortsgemeinden Rosenkopf im Süden und Bechhofen im Südwesten.
Geschichte Die erste Erwähnung von Lambsborn erfolgte um 1150. Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken und war Sitz einer Schultheißerei, die dem Oberamt Homburg zugeordnet war.
Die Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen beendete die alte Ordnung. Der Ort wurde von 1798 bis 1814 Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend des Französischen Kaiserreichs. Lambsborn wurde Sitz einer Mairie im Kanton Homburg des Arrondissements Zweibrücken im Departement Donnersberg, zu der auch Langwieden und Martinshöhe zugeordnet waren.Ferdinand Bodmann: Statistisches Jahrbuch für das Departement von Donnersberg, Verlag Florian Kupferberg, Mainz 1811, S. 292 (Online)
Nach der Niederlage Napoleons fiel Lambsborn aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen als Teil der linksrheinischen Pfalz zunächst an Österreich und 1816 aufgrund eines Tauschvertrages an das Königreich Bayern. Ab 1818 gehörte Lambsborn verwaltungsmäßig zum Landkommissariat Homburg. 1920 wechselte es vom Bezirksamt Homburg zum Bezirksamt Zweibrücken. Seit der Verwaltungsreform 1972 gehört es zum Landkreis Kaiserslautern.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Lambsborn besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bei der Wahl im Jahre 2009 wurden die Ratsmitglieder in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt, da zwei Wahlvorschlagslisten eingereicht wurden.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl SPD FWG Gesamt 2024 per Mehrheitswahl 12 Sitze 2019 per Mehrheitswahl 12 SitzeDer Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. 2014 per Mehrheitswahl 12 Sitze 2009 4 8 12 Sitze 2004 per Mehrheitswahl 12 Sitze
Bürgermeister Markus Schwarz (SPD) wurde am 3. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Lambsborn. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 76,7 % für fünf Jahre gewählt worden.
Sein Vorgänger Rudi Molter (SPD) hatte das Amt seit Herbst 2009 ausgeübt und kandidierte bei der Wahl 2024 nicht erneut. Zuletzt bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war Molter mit 72,71 % wiedergewählt worden.
Wappen
Verkehr Lambsborn liegt an der Kreisstraße 74, die östlich des Ortes in die Landesstraße 464 mündet. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Bruchmühlbach-Miesau an der Bundesautobahn 6 Saarbrücken-Kaiserslautern, etwa vier Kilometer entfernt.
Söhne und Töchter der Gemeinde Philipp Jakob Trautmann (1815–1900), deutschamerikanischer lutherischer Geistlicher Bernd Beck (* 1956), Fußballspieler (beim FC 08 Homburg, bei Hertha BSC und Kickers Offenbach) Nico Zimmermann (* 1985), Fußballspieler (beim 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Saarbrücken, Eintracht Braunschweig)
Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Lambsborn
Literatur Historischer Arbeitskreis der Protestantischen Kirchengemeinde Lambsborn (Hrsg.): Lambsborn – Unser Dorf in Bildern. Ermer KG Verlagsdruckerei, Homburg 1999, ISBN 978-3-924653-27-9. Friedrich Neumann und Bernhard H. Bonkhoff: Lambsborn. Ein Dorfbuch. Lambsborn 1983.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Kaiserslautern Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert