Sâmbăta de Sus alte Schreibweise Sîmbăta de Sus [] (veraltet Sâmbăta Răsăriteană; , ) ist eine Gemeinde im Kreis Brașov in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Der Ort ist auch unter den deutschen Bezeichnungen Obersambata und Ober-Sombath und den ungarischen Keletifelsőszombatfalva und Szombatfalva bekannt.Wörterbuch der Ortschaften aus Siebenbürgen.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Sâmbăta de Sus im Kreis Brașov Sâmbăta de Sus liegt in den Nordausläufern der Fogarascher Berge (Munții Făgăraș). Im Westen des Kreises Brașov liegt das agrarisch geprägte Dorf an der Kreisstraße (drum județean) DJ 105B und am Bach Sâmbăta 6 km südlich des Flusses Olt (Alt) und der Europastraße 68. Der Ort befindet sich 18 Kilometer südwestlich von der Stadt Făgăraș (Fogarasch); die Kreishauptstadt Brașov (Kronstadt) etwa 85 Kilometer östlich entfernt.
Sâmbăta de Sus ist auch Ausgangspunkt auf den Moldoveanu, den höchsten Berg Rumäniens.
Geschichte Sâmbăta de Sus wurde 1437 erstmals urkundlich erwähnt und war lange Zeit im direkten Besitz verschiedener Bojaren. Vor allem die Familie Brâncoveanu prägte die Geschichte des Dorfes. Im östlichen Teil der Gemeinde ist auch noch der Gutshof der Familie Brâncoveanu erhalten.
Ursprünglich gehörte Sâmbăta de Sus zur Gemeinde Voila, wurde jedoch im Jahr 2003 ausgegliedert. Gemeinsam mit dem neun Kilometer südlich gelegenen Luftkurort Stațiunea Climaterică Sâmbăta, bei dem sich auch das bekannte orthodoxe Kloster Sâmbăta de Sus befindet, bilden beide Orte die heutige Gemeinde.
Der Handel beschränkt sich auf mehrere kleine Lebensmittelgeschäfte. Im Dorf gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule (școală generală).
Bevölkerung Die Bevölkerung auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 1. November 2008 (PDF; 513 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 1632 1597 7
28 1920 1571 1565
6 - 1941 1912 1824 2 4 82 1977 2043 2031 1 3 8 1992 1524 1444 2
78 2002 1511 1407 ? ? 100 2011 1581 1455
126 (50 Roma) 2021 1610 1428 2 2 178 (86 Roma) Des Weiteren wurden 1930 ein Serbe und 2002 zwei Ukrainer registriert.
Die Bevölkerung lebt meist vom Ackerbau und der Viehzucht. Zahlreiche Bewohner pendeln auch in die Industriebetriebe von Făgăraș und Victoria. Ein wichtiger Arbeitgeber ist zudem die Firma S. C. Gouda Gold S. R. L., die ein Werk zur Käseherstellung in der Gemeinde betreibt. Daneben spielt der Tourismus eine bedeutende Rolle, vor allem durch das im südlichen Teil des Gemeindegebiets gelegene Kloster, um das in den letzten Jahren einige Hotels und Pensionen entstanden sind.
Weblinks
Sâmbăta de Sus bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1437