Karl Künzel (* 29. Juni 1889 in Wien; † 23. Februar 1945 ebenda) war ein österreichischer Filmproduktionsleiter, Herstellungs- und Herstellungsgruppenleiter.
Leben Künzel besuchte die Oberrealschule und die Kadettenschule und erhielt anschließend eine konsularische Ausbildung. Bereits im Rang eines österreichischen Konsuls hatte Künzel als Produktionsangestellter der Filmfirma Sascha bei einigen Filmen, z. B. 1930/31 Die Blumenfrau von Lindenau (nach der Komödie Sturm im Wasserglas von Bruno Frank) und Purpur und Waschblau, erste Erfahrungen gesammelt.
Zusammen mit dem Schauspieler Paul Hörbiger und dem Regisseur E. W. Emo gründete er 1935 die Produktionsfirma Allgemeine Filmaufnahme und Vertriebs G.m.b.H., kurz Algefa genannt, mit Sitz in Berlin. Für die Algefa produzierte er bis zu ihrer vorübergehenden Produktionseinstellung 1937 ausnahmslos die Inszenierungen Emos. Künzel stand dieser Firma überdies als Geschäftsführer vor. Auch später war Künzel als Produktions- bzw. Herstellungs- und Herstellungsgruppenleiter für Emo tätig, diesmal im Dienste der Emo-Film und, nach deren rascher Auflösung, der Wien-Film.
Künzel starb in der Spätphase des Zweiten Weltkriegs unter nicht näher bekannten Umständen. Er wurde am Ober Sankt Veiter Friedhof bestattet.
Filmografie 1935: Endstation 1936: Schabernack 1936: Drei Mäderl um Schubert 1936: Fiakerlied 1937: Die Austernlilli 1938: 13 Stühle 1938: Der Optimist 1939: Unsterblicher Walzer 1939: Anton der Letzte 1940: Krambambuli 1940: Der liebe Augustin 1941: Liebe ist zollfrei 1942: Zwei glückliche Menschen 1943: Reisebekanntschaft 1943: Schwarz auf Weiß 1943: Wien 1910 1944: Schrammeln 1944: Das Herz muß schweigen 1945: Freunde 1949: Wie ein Dieb in der Nacht
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Einzelnachweise
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