Carl Hofer (* 16. Jänner 1894 in Wien, Österreich-Ungarn; † 1. Dezember 1954 in Wien) war ein österreichischer Filmproduktionsleiter, Produzent und Herstellungsleiter.
Leben Hofer hatte Jura studiert, ehe er kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs zum Film stieß. In Deutschland gründete er, zusammen mit dem Kollegen Ottmar Ostermayr, Mitte der 1920er Jahre die gemeinsame Produktionsfirma Lucy-Doraine-Film.
In den frühen Tonfilmjahren musste sich Carl Hofer mit allerlei produktionstechnischem Kleinigkeiten begnügen. So war er beispielsweise 1939 Produktionsassistent bei dem Film „Angelika“ und 1942/43 zweiter Produktionsleiter bei „Saison in Salzburg“. Im Laufe des Zweiten Weltkriegs wirkte der Wiener als Produktions- bzw. Herstellungsleiter für diverse Firmen, darunter die Aco-Film und die Deka-Film. Nach 1945 war er für die in seiner Heimatstadt Wien ansässige Cziffra-Film tätig. Mit dem typischen Hans-Moser-Stoff Hallo Dienstmann gelang ihm 1951 sein größter Publikums- und Kassenerfolg.
Filmografie 1929: General Babka 1929: Der Onkel aus Sumatra 1941: Mit den Augen einer Frau 1943: ... und die Musik spielt dazu 1945: Leuchtende Schatten (unvollendet) 1946: Glaube an mich 1947: Das unsterbliche Antlitz 1948: Der himmlische Walzer 1948: Königin der Landstraße 1948: Das Haus im Nebel (Lambert fühlt sich bedroht) 1949: Höllische Liebe 1950: Küssen ist keine Sünd 1951: Der alte Sünder 1951: Hallo Dienstmann 1952: Du bist die Rose vom Wörthersee 1952: Ideale Frau gesucht 1954: Die Sonne von St. Moritz
Literatur Ludwig Gesek Kleines Lexikon des österreichischen Films, S. 22, Wien 1959 Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 691.
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