Rehdorf (fränkisch: Reh-doafW. Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth, S. 76. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „rēdoʳf“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Oberasbach im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Rehdorf liegt in der Gemarkung Leichendorf.
Geographie Durch das Dorf fließt der Kreuzbach (im Unterlauf Asbach genannt), ein linker Zufluss der Rednitz. Der Ort ist von Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand umgeben. 1 km südlich befindet sich die Wolfshöhe (). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Oberasbach (1 km nordöstlich) bzw. nach Anwanden zur Kreisstraße FÜ 14 (1,3 km westlich); eine weitere führt nach Lind ebenfalls zur FÜ 14 (1,3 km nordwestlich).
Geschichte Der Ort wurde im Berg’schen Reichslehenbuch von 1396 als „Redorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist das Reh.W. Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth, S. 76f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Rehdorf sieben Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Landpflegamt Nürnberg, was aber vom Richteramt Roßtal strittig gemacht wurde. Grundherren waren das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg (1 Hof) und die Nürnberger Eigenherren von Ebner (1 Hof), von Gugel (1 Hof), von Haller (1 Hof), von Murr (1 Halbhof), von Praun (1 Hof). Außerdem gab es ein Gemeindehirtenhaus.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 162f. 1801 gab es im Ort sechs Anwesen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 452.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rehdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Leichendorf zugeordnet. Es gehörte auch der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Leichendorf an.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 230f.
Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Rehdorf am 1. Januar 1976 nach Oberasbach eingemeindet.
Baudenkmal Rehdorfer Str. 4: Bauernhaus
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2022Einwohner 63 68 77 87 85 104 91 190 180 151 126 395HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 9 9 15 15 17 20 29 42 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Rochus (Zirndorf) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Oberasbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Fürth Kategorie:Geographie (Oberasbach) Kategorie:Ersterwähnung 1396