mini|St. Aegidius mini|Ortsansicht

Buttendorf (fränkisch: BuddndoafW. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 20. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „budndoʳf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Roßtal im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Buttendorf liegt in der Gemarkung Weinzierlein.

Geographie Das Kirchdorf ist von Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand umgeben. Gegen Norden fällt das Gelände in das Biberttal ab. 0,5 km westlich des Ortes liegt der Buttendorfer Wald, 0,5 km südlich das Waldgebiet Im Sand. Unmittelbar östlich befindet sich der Rehbühl (). Die Kreisstraße FÜ 15 führt nach Roßtal (2,1 km südöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2245 bei Ammerndorf (1,5 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Neuses (0,8 km nördlich).

Geschichte 1132 wurden im Stiftungsbrief des Klosters Heilsbronn die Zeugen „Gernot und Rudolf von Buttendorf“ erwähnt. Dies ist zugleich die erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Die Herren von Buttendorf gehörten dem Geschlecht derer von Leonrod an. Zwei Drittel des großen Zehnt in Buttendorf waren zu dieser Zeit ein Reichslehen derer von Buttendorf/Leonrod, während ein Drittel an das Hochstift Bamberg ging.Buttendorf Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Buoto, der Personenname des Siedlungsgründers.W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 20 f.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Buttendorf 17 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Grundherren waren das Kastenamt Cadolzburg (2 Höfe, 2 Halbhöfe, 8 Güter, 2 Häuser, Gemeindehirtenhaus), das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg (1 Hof, 1 Gütlein) und der Nürnberger Eigenherr von Grundherr (1 Gut).H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 107. 1799 gab es im Ort 16 Anwesen, von denen 13 ansbachisch und drei nürnbergisch waren.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 517 f.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Buttendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weinzierlein und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Weinzierlein zugeordnet. 1 Anwesen unterstand in der freiwilligen Gerichtsbarkeit von 1822 bis 1835 dem Patrimonialgericht Boxdorf.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 234 f.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Buttendorf am 1. Mai 1978 nach Roßtal eingemeindet.

Boden- und Baudenkmäler Turmhügel Buttendorf evangelisch-lutherische Filialkirche St. Aegidius

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 1997 2007 2018 2023Einwohner 127 140 151 159 175 141 147 221 163 191 303 367 367 365 337HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 21 25 28 28 27 31 34 84 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Roßtal) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Christkönig (Roßtal) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Fürth Kategorie:Geographie (Roßtal) Kategorie:Ersterwähnung 1132 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)