Hammerschmiede (fränkisch: Hammea-schmidnW. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 50. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hameʳschmidn“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Langenzenn im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Hammerschmiede liegt in der Gemarkung Keidenzell.

Geographie Unmittelbar südlich des Weilers liegt der Traumsee, der vom Farrnbach gespeist wird. Ein namenloser Bach speist einige Weiher südlich des Ortes und mündet im Ort als rechter Zufluss des Farrnbachs. Im Nordosten grenzen die Straßäcker an, im Süden erhebt sich die Brunnenleite und im Südwesten liegt das Braunbauernfeld. Die Kreisstraße FÜ 16 führt nach Keidenzell (1 km westlich) bzw. nach Stinzendorf (0,7 km östlich). Ein Anliegerweg führt zum Ödenhof (0,4 km nördlich).

Geschichte Der Ort hieß ursprünglich Keidenzeller Mühle. Während des Dreißigjährigen Kriegs (1618–1648) wurde sie zerstört. Im Jahre 1712 wurde die Mühle wieder neu aufgebaut.W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 50.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Hammerschmiede zur Realgemeinde Keidenzell. Das Anwesen hatte das brandenburg-ansbachische Kastenamt Cadolzburg als Grundherrn.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 129f.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hammerschmiede dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Keidenzell und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Keidenzell zugeordnet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 230. 1833 wurde die Mühle zur Hammerschmiede umgerüstet und dementsprechend genannt.

Am 1. Mai 1978 wurde Hammerschmiede im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Langenzenn eingegliedert.

Baudenkmal Haus Nr. 7a: Wohnhaus mit Anbau und Scheune

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 5 31 30 22 30 53 35 23 18HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1840 wurden diese als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude bezeichnet. 1 6 6 5 5 5 8Quelle H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 229.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute in die Trinitatiskirche (Langenzenn) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Michael (Wilhermsdorf) gepfarrt, heute ist die Pfarrei St. Marien (Langenzenn) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Langenzenn Kategorie:Weiler im Landkreis Fürth Kategorie:Ort am Farrnbach