Oberndorf () ist ein Gemeindeteil des Marktes Wilhermsdorf im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Oberndorf liegt in der Gemarkung Katterbach.
Geographie Der Weiler bildet mit dem östlich gelegenen Kirchfarrnbach eine geschlossene Siedlung. Südlich des Ortes fließt der Untere Krebener Graben, der ein linker Zufluss des Kirchfarrnbachs ist, der mit dem Dürrnfarrnbach zum Farrnbach zusammenfließt. Im Nordwesten grenzt das Weinbergfeld an, 1 km südwestlich liegt das Flurgebiet Alte Gärten. Die Kreisstraße FÜ 9 führt nach Kreben (1,4 km westlich) bzw. nach Kirchfarrnbach (0,5 km östlich).
Geschichte Das Kloster Heilsbronn war bereits 1132 im Ort begütert.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 316.
Über mehrere Jahrhunderte bildete Oberndorf mit Kirchfarrnbach eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Oberndorf drei Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthischen Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über die drei Höfe hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Neuhof.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 118.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Oberndorf dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hirschneuses und der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Meiersberg zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die Ruralgemeinde Kreben umgemeindet, die am 9. November 1824 schließlich in die Ruralgemeinde Katterbach integriert wurde.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 201.
Mit der Gebietsreform in Bayern wurde Oberndorf am 1. Juli 1972 nach Wilhermsdorf eingegliedert.
Ehemaliges Baudenkmal Haus Nr. 1: eingeschossiges Wohnstallhaus, zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts, Quader und teilweise Fachwerk, profilierte Fensterbänke und TürsturzR. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 153. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2018Einwohner 37 44 41 37 46 47 33 33 30 23 29 29HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 6 7 7 7 6 6 6 7 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Kirchfarrnbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Michael (Wilhermsdorf) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Wilhermsdorf Kategorie:Weiler im Landkreis Fürth