Meiersberg ist ein Gemeindeteil des Marktes Wilhermsdorf im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Meiersberg liegt in der Gemarkung Dippoldsberg.

Geografie Das Dorf ist von Feldern umgeben: Im Osten Gereutfeld, im Südosten Klingenfeld und im Nordosten Eselsbuck. Die Kreisstraße FÜ 18 führt nach Dürrnfarrnbach (1,2 km südöstlich) bzw. nach Wilhermsdorf zur Staatsstraße 2252 (1,6 km nördlich). Die FÜ 10 führt nach Altkatterbach (2 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur FÜ 9 bei Kreben (2 km südlich).

Geschichte Der Ort wurde 1225 als „Meirsperg“ erstmals urkundlich erwähnt.H. Sponholz (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 90. Das Kloster Heilsbronn erwarb dort insgesamt acht Anwesen. Im Dreißigjährigen Krieg blieb nur eines der Anwesen bewohnt.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 338.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Meiersberg zwölf Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Neuhof. Grundherren waren das Kastenamt Neuhof (2 Höfe, 2 Halbhöfe, 1 Schmiede, 2 Güter, 1 Gütlein) und das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg (2 Güter, 2 Häuslein).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 112.

1810 kam Meiersberg an das neue Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hirschneuses zugeordnet. 1813 entstand die Ruralgemeinde Meiersberg, zu dem Dippoldsberg und Oberndorf gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurden die Ruralgemeinden Dippoldsberg und Meiersberg gebildet, Oberndorf kam zur Ruralgemeinde Kreben.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 224. Die Ruralgemeinde Meiersberg war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Markt Erlbach und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim zugeordnet. Am 9. November 1824 wurde schließlich Meiersberg in die Ruralgemeinde Dippoldsberg integriert.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 198.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Meiersberg als Teil der Gemeinde Dippoldsberg am 1. Januar 1971 nach Wilhermsdorf eingegliedert.

Ehemaliges Baudenkmal Zu Haus Nr. 1 gehörige Fachwerkscheune des 17./18. Jahrhunderts. An der Giebelseite K-Streben. Gefährdet.R. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 110. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2018 2022Einwohner 107 115 113 125 139 133 150 206 130 147 69 186 199HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 19 18 30 31 27 28 28 16 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Kirchfarrnbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Michael (Wilhermsdorf) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Fürth Kategorie:Ortsteil von Wilhermsdorf Kategorie:Ersterwähnung 1225 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Fürth) Kategorie:Gemeindegründung 1813 Kategorie:Gemeindeauflösung 1824