mini|Äußere Windsheimer Str. 5: Wohnhaus

Lohe (, fränkisch: LoW. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 66. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „lå“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Langenzenn im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Lohe liegt in der Gemarkung Laubendorf.

Geographie Das Dorf liegt am Südufer der Zenn, dem Ort Laubendorf direkt gegenüber. 0,25 km weiter westlich liegt Heinersdorf. 0,5 km südwestlich liegt das Flurgebiet Egelweiher, 0,5 km südlich das Neuholz. Die Staatsstraße 2252 führt nach Heinersdorf (1 km westlich) bzw. zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 8 (1,1 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Laubendorf (0,4 km nördlich).

Geschichte Der Ort wurde im burggräflichen Urbar von 1360/70 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom mittelhochdeutschem „lôch“ ab, womit ein Laubwald bezeichnet wurde. Dem Kloster Langenzenn wurde mit dessen Gründung im Jahr 1409 der Zehnt des Ortes zugesprochen.W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 66. 1464 wie auch 1713 gab es im Ort sechs markgräfliche Untertansfamilien.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Lohe elf Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Grundherren waren das Kastenamt Cadolzburg (6 Halbhöfe, 2 Güter) und das Klosteramt Langenzenn (3 Güter).H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 138 f. 1801 gab es im Ort acht Anwesen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 389.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Lohe dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Laubendorf und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Laubendorf zugeordnet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 230.

Am 1. Juli 1972 wurde Lohe im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Langenzenn eingegliedert.

Baudenkmal Äußere Windsheimer Str. 5: Wohnhaus

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2019Einwohner 29 27 65 61 64 52 54 134 113 126 356 367HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 9 9 9 9 8 11 15 95 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute in die Trinitatiskirche (Langenzenn) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Michael (Wilhermsdorf) gepfarrt, heute ist die Pfarrei St. Marien (Langenzenn) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Langenzenn Kategorie:Ersterwähnung 1360 Kategorie:Ort an der Zenn